Fat Shaming – mit Freude

Fat Shaming wird die Nicht-Akzeptanz von Dicken genannt, respektive das Bullying das Dicke erfahren. Letztlich gehts keinen was an, wie ich aussehe: Solange ICH mich wohlfühle, können mir die Meinungen anderer mal gepflegt am Arsch vorbeigehen.

Wenn man aber Journalistin ist, geht das zuweilen anders: Man fühlt sich total scheiße, weil man aussieht wie Mops auf Mastfutter und mag den Spiegel überhaupt nicht. Weil man sich aber erfolgreich eingeredet hat, dass Moppelklops das neue Beauty-Ideal ist, geht man einfach hin und behauptet, dass man sich wegen Fat-Shaming nicht wohlfühlt.

Und nicht, weil die Beine fast O-förmig sind, weil sie das eigene Gewicht nur noch schwer halten.

Ja, das wird jetzt sehr böse, was kommt. Richtig mies und böse. Und ich sitze im Glashaus und werfe die dicken (höhöhöhö) Wackerstein. 125 kg und Fat-Shaming. Ich nehme einen Großen, den Mittleren dort und eine Tüte Kies.

Vice ist ja so ein Lifestyle-Werbemagazin, das Leuten einredet, es wäre cool, wenn man auf ihre Artikel reinfällt. Ich hab mal durch die Webseite geklickt und wirklich keinen einzigen redaktionellen Artikel gefunden, es waren ALLES Werbeartikel. Naja, vielleicht hab ich auch nur nen dicken Klickfinger.

Aktuell gehts um diesen einmaligen Beitrag hier. Einmalig, weil die Autorin so dick aufgetragen hat, dass es schwierig ist, das nicht für Satire zu halten.

Dick für den Sommer. Beim Artikel hab ich mich gefragt, ob Ron Sommer auf Dicke steht und ob ich dann eine Chance hätte – andererseits, wenn der Beziehungen so führt wie die Telekom, würde ich ihn nur ungerne kennen. Also: Scheint wohl was anderes gemeint zu sein.

Ja. Dicksein im Sommer ist nicht so einfach. Watt nich sachst, Mädel?

Sie beschwert sich, dass ihre Oberschenkel beim Gehen aneinanderreiben, weil sie so schwitzt. Weil, is Sommer. Und sie beschwert sich, dass sie an Stühlen kleben bleibt, wenn man kurze Sachen trägt. Weil Schwitzen.

Okay, das Mindset, SO kurze Sachen zu tragen, hatte ich nicht mal mit 17, als ich 69 kg gewogen und Kleidergröße 38 hatte. Änderte sich danach fix. Wissenschon. Schildkröte. Keinesfalls das ich zuviel esse. Schildkröte, ich sachs euch. Teufelsding.

Sie beschwert sich, dass die Müllbeutel siffig riechen (ich brings täglich raus, kann ich nicht nachvollziehen) und dass das wohl irgendwie so ähnlich ist wie die konstante Bewertung ihres Körpers.

Das ist übrigens der erste Trugschluß. Es ist normal, dass man Blicke erntet, wenn man unterwegs ist. Der Mensch ist nach wie vor so geeicht, dass er andere Menschen, denen er begegnet, einen kurzen Blick zuwirft: Gefahr? Harmlos? Das geschieht unterbewußt und permanent – ich hab mich selbst mal beobachtet und alle anderen auf der Straße, die mir entgegenkamen: Kurzer Blick, checkup, weiter gehts.

Die Leute machen keine „konstante Körperbewertung“. Man läuft nicht übern Marktplatz und denkt sich bei jedem: „Boah, der hat da an der Hüfte deutlich zuviel“ oder „Mutti, friss weniger“. Man guckt kurz und dann weiter. Oft werden die Leute nicht mal bewußt wahrgenommen.

Was man aber an dem Bereich sehr gut sieht: Das nicht vorhandene Selbstbewußtsein der Autorin bzw. ihr Persönlichkeitsproblem. Wenn man sich konstant beobachtet und gecheckt fühlt, hat man selbst ein Problem – und nicht die Leute, die einem begegnen.

Bis vor Ritalin war das eins meiner größten Handicaps. Das oben genannte Experiment ist von *heute*. Ich wäre vor Ritalin nicht in der Lage gewesen, das durchzuführen, weil ich genau dasselbe gefühlt hätte. Exakt dasselbe: „Die beobachten mich, die checken mich“.

So entwickelt man fix eine milde Form von Agoraphobie. Das hat aber nichts mit den anderen zu tun – da ist man ganz bei sich.

Genau da rein haut auch der nächste Absatz mit dem Freibad. Sie glaubt, dass man da nur mit Beach Body nicht schräg angeguckt wird. Gut, im Schwimmbad hat man schon mal mehr Probleme, das ist Freizeit, die Leute entspannen sich und seheh hier auch schon mal hin, nur: Das sie ständig angeguckt wird, dass man über ihren nicht vorhandenen „Beach Body“ lästert: Das ist Einbildung. Sehr geil der Teil mit dem Spiegel – dass man sich „schwerer“ einreden (!) kann, „cute“ zu sein, wenn man verschmiertes Make-Up hat und einen Sonnenbrand. Zusätzlich zu der Tatsache, dass man als Miss Michelin gut Reifenwerbung machen kann, natürlich. Ich glaube nicht, dass sie begriffen hat, was sie damit preisgegeben hat.

Und *selbst wenn* es richtig wäre – wenn sie mit ihrem Gewicht so zufrieden wäre, wie sie vorgibt, wenn sie nicht verzweifelt die Bestätigung dafür suchen würde, dass es eben Hunderte Geisterfahrer sind und nicht nur einer: Lass doch lästern? Weischt, mein Freund: Du bist doof, ich bin fett. Ich kann abnehmen. Pech für dich, mein Freund.

Der innerliche Stinkefinger ist geil. Einfach die Ohren zu, notfalls sehr konkret mit in-ear-mucke und alles ist fein. Man ist nicht verpflichtet, dem Otto Normalidioten auch noch zuzuhören. Die Erkenntnis befreit ungemein. Wirklich.

Aber sie? Nö – alles scheiße, weil alle fatshamen. Und ihr seid schuld, dass ich mich scheiße fühle. Und überhaupt: Der Sommer ist total doof, weil man sich halt nicht mehr selbst belügen kann, dass man halt doch noch niedlich ist. 🙁

Der Winter (der bei ihr 9 Monate dauert, kann mal bitte jemand dem Huhn einen Jahreszeiten-Kalender geben? Danke), ist dagegen „cool“, weil sie ihre Rollen unter mehr Klamotten verstecken kann. Ja, verstecken. Doch, Mädel, wenn du so zufrieden mit deinem Gewicht bist, warum willst du das verste…ach, Fat Shaming, ich verstehe.

Dann die Erklärung, dass es im Englischen verschiedene Ausdrücke für „fett“ gibt, die „niedlicher“ klingen: Chubby oder fett, was viel besser ist als das deutsche „moppelig“ oder „vollschlank“ oder „pummelig“. Ähem, Süße: Aber nur für nicht-anglophone Öhrchen. Ein englischer Muttersprachler reagiert auf „chubby“ genauso wie du auf „pummelig“. Just saying.

Und dann gehts endlich ans Eingemachte. All die Mythen, die Fettlogik so schön kaputtgemacht, werden hier mit einem trotzigen „WOHL SO!“ und einem Aufstampfer, der die imaginäre Schwerlastbühne an den Rand der Tragkraft bringt unterstrichen.

„Adipös“ und „Übergewichtig“ sind pseudowissenschaftliche Begriffe. Der BMI ist willkürlich festgesetzt und stimmt ja gar nicht – danach sind selbst sehr schlanke Leute übergewichtig.

Uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuund jaaaaaaaaa TOOOOOOOOOOOOOR TOOOOOOOOOR TOOOOOOOOR – sie pullt einen „Big Pharma“, verzeihung „Big Diätindustrie“. Von nun an wirds lustig.

Sie verlinkt zu einem US-Blog, dass eine beeindruckende Menüleiste bietet: Sex/Love, Beauty, Fashion, IHTM („It happened to me – Hausfrauengeständnisse), Food/Booze und Home. Die Mischung ist an sich schon geil. Aber es geht hier halt um die USA, und dort ist das Problem zum Teil ganz anders gelagert. Zuviele Leute sind da maximalst übergewichtig, die Ernährung dort ist entweder fanatisch Junk oder fanatisch Bio – dazwischen gibts fast nix. Und die USA haben in der Tat ein Problem mit der medizinischen Versorgung. Was da normal ist, würde hier einen Arzt locker aus dem Job treiben und ihn für einen Knastaufenthalt qualifizieren.

Das ist nicht vergleichbar. Man sollte das gar nicht erst anfangen – Deutschland und die USA funktionieren grundsätzlich sehr unterschiedlich, hier aber fällt es wirklich extrem auf.

Sie macht aber den Spagat und nimmt diesen Blogeintrag, um zu behaupten, dass Dicke viel gesünder seien als Dünne. Was nachweislich nicht stimmt.

MÄDEL, wenn du eine Tonnage wie ein Blauwal hast, dann TUN die Knie weh, wenn du rumläufst. Weil die Knie nicht auf das Gewicht ausgelegt sind. Wenn du Depressionen hast, weil du dich im Spiegel nicht mehr angucken kannst, dann weil du dein eigenes Aussehen scheiße findest. Nicht weil andere dir was eingeredet haben.

Wenn du Migräne hast, dann weil du dich wegen deiner Tonnage nicht genug bewegen kannst. Das führt in der Tat zu Kopfschmerzen. Wenn du Muskelschmerzen hast, dann weil deine Muskeln nicht darauf ausgelegt sind, einen 12,5-Tonner durch die Botanik zu schieben.

„Hängen Körperfettanteile und Gesundheit wirklich zusammen?“ JA TUN SIE. Das Keuchen, was du da hörst, ist der verzweifelte Versuch deines Körpers, genug Sauerstoff in das umgebende 10-Mann-Zelt zu kriegen. Und das sagen nicht „einige Leute“ – die Studienlage dazu ist kristallklar.

Diabetes mellitus Typ 2 – mit dem ich auch rumochse, ist eine Insulinresistenz. Der Körper produziert zwar noch Insulin, aber das juckt den Zuckerspiegel nicht mehr. Das Ergebnis ist Diabetes. Kommt, wenn man zu dick wird. Nein, kein Scherz. Knie- und Hüftarthrosen, Schnaufen wie ne Dampflok, Herzprobleme, Arterienverkalkung: Alles Probleme die man als Dicker früher und intensiver bekommt.

Der Arzt, der da genannt wird: Ich hab ihn nicht gegoogelt. Hätte ich die Zeit gehabt, ich hätte ihn womöglich angerufen und gefragt, ob er den Senf, den er da abgelassen hat, wirklich so gemeint hat.

Der letzte verzweifelte Versuch, sich einzureden, dass Dicksein toll ist, macht sie dann mit „es ist überhaupt nicht bewiesen, dass Dicksein ungesund ist“ – doch ist es. Bis zu 20 Jahre weniger Lebenszeit, Schätzchen.

Und seit wann rechtfertigt die ungesunde Lebensweise das eigene ungesunde Leben? „Du lebst völlig ungesund, dann mach ich das auch“? Häh?

Und dann die typische Dickennebelkerze: „Gesund sein ist nicht alles im Leben“ und „wer sagt denn, dass immer alle gesund sein müssen“ – Mädchen DU sagst das. DU willst gerne schlank sein – und glaubst nicht, dass du es erreichen kannst. Weil du nicht verstehst, warum du dick bist. Du sagst es selbst: Dein Körper ist dick geboren – also ist es dein Schicksal dick zu sein und das „fast shaming“ sorgt dafür, dass du dich in deinem gottgegebenen Körper nicht wohlfühlst.

AM ARSCH.

Krieg selbigen hoch. Mach Sport. Und zwar täglich. Ändere deine Ernährung und vor allem: ISS WENIGER. Wenn du weniger isst als dein Grundumsatz ist MUSST du abnehmen. Wenn du das nicht tust, bescheißt du dich selbst und zählst die 5 Liter Cola täglich nicht mit.

Wie gesagt, ich schreibe das Ganze von meinem Sessel im Glashaus auf, das inzwischen vom Steine schmeißen ein paar gute Löcher in der Glaswand hat. Ich bin eigentlich in genau derselben Situation und könnte mir problemlos einreden, dass die Gesellschaft an allem Schuld ist.

Isse aber nicht – in die Gewichtsklasse hab ich mich ganz alleine gebracht. Da kann ich keinen für haftbar machen. Und es ist meine Verantwortung, da wieder rauszukommen, oder eben auch nicht.

In keinem der Fälle kann ich irgendwem die Schuld geben, außer mir selbst. Ich könnte meine dicke Narbe am Bauch (20 cm von oben nach unten) gut als Ausrede nehmen, keinen Sport zu treiben, aber Fakt ist: Ich bin zu faul und krieg den Arsch nicht hoch.

Ich könnte meine Ernährung umstellen und weniger essen. Aber Fakt ist: ich krieg die Energie nicht zusammen, um das durchzuziehen. Mir fehlt da der innere Ruck der sagt: „Nu aber“.

Ich weiß, dass es mir besser gehen würde – aber ich kriegs nicht hin. Und das liegt nicht an irgendwelchen Bodyshamern, die mir erzählen, dass ich scheiße bin.

Das liegt nur an mir selbst. Ich mache mich hier nicht selbst runter – das ist eine realistische Einschätzung. Ich weiß, dass ich in den Dingern, die ich mache, ziemlich gut bin. Ich habe vieles geschafft und bin mehr als einmal nach einem knockout wieder aufgestanden.

Aber da bin ich eben nicht gut. Das kann ich nicht. Ich weiß nicht, wie anfangen, wie das finanzieren (Ernährungsumstellung kann teuer sein… ich würds nicht wissen) – aber ich kann niemanden dafür die Schuld geben, außer eben mir, soweit man von Schuld sprechen kann. Schuld ist halt auch immer relativ.

Aber du? Du suchst eine Million Gründe, damit du das Recht erwirbst, dich scheiße zu fühlen. Du lügst in deinem Artikel, wenn du sagst, dass nicht erwiesen ist, dass Dicke ungesünder leben. Und schlimmer noch: Du lügst dich selber an. Du lügst dir selber in die Tasche, dass du dich selber lieben würdest, wenn die Gesellschaft doch nur Dicke anerkennen würde.

Und unabhängig von dem bewußt sehr bösartig formulierten Artikel:

Du tust mir leid.

P.S.: Vice kennend, glaube ich, dass die Schreiberin eine eigentlich recht schlanke Frau ist, die einen Artikel über Fat-Shaming schreiben sollte. Mietschreiberei halt.

Denn für alles andere ist dieser Artikel viel zu klischeebehaftet, als das er echt sein könnte.

I stand corrected O.o

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36 thoughts on “Fat Shaming – mit Freude

  1. Ich habe mal die Autorin gegoogelt. Auf http://maedchenmannschaft.net/maedchenmannschaft/ ist ihre (selbst?)beschreibung recht aufschlussreich.
    Zitat:“ Ihre Hobbys sind Misandrie, Reverse Racism,…“ (ja, ist bestimmt total ironisch und witzig gemeint…)
    Ich wusste doch, dass ich dieses weinerliche Gehabe, die Welt schulde einem was, irgendwoher kenne – Das ist so eine Grundhaltung bei vielen radikalen Feministinnen. Schuld sind immer die anderen, frau hat einen Anspruch darauf, dass ihre jeweiligen Befindlichkeiten unausgesprochen erkannt werden und man sie wie ein rohes Ei behandelt. Das ist dann die gleiche Logik, nach der in den USA an den Unis „Safe Spaces“ aggressiv eingefordert werden, und „cultural appropriation“ schon fast ein Kapitalverbrechen ist.

    Wenn ich mir die Fotos so anschaue, frage ich mich sowieso, warum sie über ihr Übergewicht so lamentiert. Wenn sie sich derart unwohl in ihrer Haut fühlt, wie der Artikel es vermuten läßt, ist Übergewicht nicht ihr eigentliches Problem.

    Vice hat den Artikel ja auch passend unter Ideologie einsortiert.

    • Oh Gott, die meinte das alles ernst? Der Text war völlig unironisch? Bitte sag mir, dass das nicht stimmt?

  2. Wow, was für ein langer Artikel zu einem immer wiederkehrenden Thema. Erinnert mich an die 90er Jahre Talkshows „Ich fühle mich wohl in meinem Körper“ (3-Zentner-Frau in Stuhl Marke Extrabreit sagt das, daneben, damit’s reißerisch wird, ein Hühnchen auf einem Pianistenhöckerchen).

    Du magst nicht ganz gesund sein, Tante Jay, aber eine gesunde Einstellung zu dieser Sache hast du augenscheinlich.

    • Ich kann doch für mein Elend nicht die Gesellschaft verantwortlich machen und fordern, dass mich ab sofort alle liebhaben – das funktioniert doch so nicht.

      Ich bin erstmal für mich selbst verantwortlich. Und dafür, dass ICH mich wohlfühle. Tue ich das nicht, dann kann ich nicht hingehen und verlangen, dass sich die Gesellschaft ändert.

      Die Welt dreht sich nicht um mich. Ich war nie so egoistisch, das zu glauben.

  3. Betreffend Arsch hochkriegen und nicht wissen wo anfangen, Pokémon Go steht in den Startlöchern und könnte durchaus als Anreiz dienen mal ein paar Strecken zu latschen, das kann helfen mal anzufangen, weil du da ein ungefähres Ziel hast abseits von „ich muss abnehmen“ nach persönlicher Erfahrung hilft „ich muss abnehmen“/“ich muss mehr trainieren“ wenig, speziell, wenn sich der Erfolg nur langsam einstellt, da dann schnell „ach nutzt doch alles nix“ folgt.

      • Pokemon Go ist das neue Spiel der Ingress-Macher. Ein GPS basiertes Mobile Game, dass die reale Welt als Karte hat. Um das nächste Pokemon zu fangen muss man also wirklich zum nächsten Häuserblock laufen.
        Das ähnlich gelagerte Ingress hatte mich ne Weile motiviert rauszugehen und mich zu bewegen (gamifizierte Spaziergänge sozusagen). Allerdings muss man draußen rumlaufen im Prinzip schon mögen, ansonsten hilft auch kein Pokemon.

      • Pokemon Go ist die Gamifizierung des Spazierengehens.
        Oder anders ausgedrückt, es gibt Menschen eine Ausrede, mit dem Smartphone vor der Nase in der Gegend rumzulaufen. Prinzip: Du sammelst Viecher auf, aber dein Avatar im Spiel bewegt sich nur, wenn du dich auch bewegst; willst du also spielen, musst du dich bewegen.

  4. Kurze Anmerkung zu „andere Leute checken“:
    Vor ein paar Jahren, ich war grade etwas über 50, auf dem Weg zum Hauptbahnhof (insgesamt ca. 15min) habe ich mal darauf geachtet, wer mich beim Vorbeigehen alles anschaut. Bis auf Kinder und Jugendliche, die mich vermutlich aufgrund meines Alters schon aus dem Augenwinkel direkt aussortiert haben, ALLE. Keine Ausnahme. Da ich als hager gelte, und auch sonst keine besonderen körperlichen Merkmale habe, treiben die bestimmt lean-shaming 😉

    • Willi, wo du das so sagst: Ich bin fast zwei Meter groß und immer schwarz gekleidet – das zieht auch schon mal Blicke auf sich. Das ist tall-shaming! Und dagegen muss man vorgehen, denn ich kann mir ja schließlich nicht die Beine amputieren lassen. (SCNR)

  5. “ Schuld ist halt auch immer relativ.“
    Nein, isse nicht. Und das ist das Problem an Fettlogik, auch wenn ansonsten einiges Bedenkenswertes drin steht.

    Dass man weniger Kalorien aufnehmen muss, als man verbrennt um abzunehmen, ist eine Binsenweisheit. Dass das im Prinzip jeder *theoretisch kann und darf* (fast jeder, denn bei einigen wenigen ist *wirklich* kontraindiziert) ist ebenfalls eine Binsenweisheit.
    Das Problem ist genau das: Das Auftauchen des Wortes „Schuld“ bei etlichen Lesern in dem Zusammenhang, die offensichtlich mehr oder weniger große Schuldgefühle entwickeln, und das ist ein wirkliches Problem. Dieses Wort gehört da nicht hin, Punkt. Genausowenig, wie es in allen anderen Zusammenhängen mit Gesundheit und Krankheit etwas zu suchen hat.

    Es ist ok, über Risiken zu informieren, soweit man sich und dem Leser bewusst macht, dass es sich dabei immer nur um Wahrscheinlichkeiten handelt. Es ist auch ok, zu erklären, wie Physiologie funktioniert, auch wenn man dabei etwas mehr vereinfacht als nötig. Schuldgefühle zu erzeugen, ist hingegen nicht ok, auch wenn das vermutlich nicht die Intention des Buches ist. Nach allem was ich von Lesern des Buches nebenbei erfahre, werden sie aber bei einigen leider doch erzeugt, und – aber das ist eine Vermutung – vornehmlich bei solchen, die sowieso dazu neigen, sich den „Schuld-Schuh“ für alles mögliche anzuziehen.

    • Doch, Schuld ist relativ. Zumindest, wenn man Hengameh ist und für sein Elend die ganze Welt verantwortlich macht. Und genau darum gings mir hier. Die Frau ist echt nur am Weinen, wie böse alle zu ihr sind. Guck dir mal ihre Beschreibung von „gutem Geschmack“ an – sie schiebt die Tatsache, dass sie ausgelacht wurde, als sie im Strampelanzug mit Gummilatschen durch die Botanik stiefelte, auf „Fat-Shaming“ – und nicht darauf, dass man gewisse Dinge besser zu Hause trägt. Wenn überhaupt, war das „clothes shaming“.

      Ansonsten, sorry das ich die Frage so direkt stelle: Hast du das Buch *gelesen*?

      • Ja, hab ich.
        Und mein Einwurf bezog sich nicht auf den Artikel der Guten, den ich auch im Wesenltichen und eigentlich nicht nur im wesentlichen für daneben halte.
        Mein Einwurf bezog sich darauf, dass aus dem Buch für manche ein (Selbst-)Schuldvorwurf werden kann, und wenn ich mir den ein oder anderen Text von einigen Lesern des Buches ansehe, offensichtlich auch wird. Ich unterstelle nicht, dass das von Erzählmirnix beabsichtigt ist. Ich bin allerdings in der Beziehung etwas empfindlich, weil ich diese Entwicklung hin zum Schuldvorwurf für alles mögliche verbunden mit der unmissverständlichen Aufforderung zur Selbstoptimierung leider immer wieder beobachten muss und das für eine gefährliche Entwicklung halte.

        Das hat auch nichts mit Fatshaming zu tun, und es kann daher sein, dass der Kommentar nicht ganz am richtigen Platz steht.

        • Okay. Sorry für die Frage, ich wollt nur sichergehen.

          Es geht nicht um Selbstoptimierung. Nicht im geringsten – und so kann man das Buch eigentlich auch nicht lesen. Wenn das jemand so tut, ist das irgendwann nicht mehr im Verantwortungsbereich des Autors, wenn er es anders geschrieben hat. Es geht darum, dass es eine Million Mythen rund um Diäten gibt, die du ja auch kennst (und ich rede jetzt vom Normalfall und nicht von Ausnahmen, die die Regel eher bestätigen):

          – wenn du Diät machst, wechselt der Körper in Hungerstoffwechsel
          – wenn du Diät machst und dann aufhörst damit, nimmst du doppelt wieder zu, weil Hungerstoffwechsel
          – es gibt Menschen, die können essen, was sie wollen ohne zuzunehmen und andere essen fast nix und werden 150 kg schwer.

          Das und vieles mehr ist schlichtweg Unfug für Otto-Normal-Verbraucher. Man unter- oder überschätzt einfach, was man isst.

          So. Und nun Leute wie Hengameh. „wäh wäh wäh Fat-Shaming, weil ich mich selbst so hasse, weil ich fett bin“. „Die Gesellschaft ist schuld, dass ich mich scheiße fühle – nicht mein Gewicht“. Darum – und nur darum – ging es hier.

          Es ist in Ordnung, „fett“ zu sein, wenn man sich damit wohlfühlt. Tut nur fast keiner. Selbst die „Fat-Shaming-Aktivisten“ sind häufig genug kreuzunglücklich mit ihrem Gewicht und versuchen auf der Schiene „Fat-Shaming“, das einfach zu drehen: Wenn jeder Fett ist, muss man sich nicht mehr scheiße fühlen. Und dann kann man „Dünnen-shaming“ betreiben, weil man ja „gesund fett“ ist.

          Funktioniert so aber nicht. Nur, weil du der ganze Welt geschmeidig auf den Sack gehst, heißt das noch lange nicht, dass es DIR dann besser geht.

          Das hat mit Selbstoptimierung nicht viel zu tun, Karl, sondern damit, mal den Arsch zusammenzukneifen. Das ändert sich grundlegend, wenn du klinische Depressionen hast, weil dann „Arsch hu“ nicht wirklich geht – aber darauf deutet bei Hengameh nix hin.

          Das ist nur ne quakige Göre, die von der Gesellschaft Dinge einfordert, die sie eigentlich selber leisten müsste.

          • Wird man so, wenn man „de Erleuchtung“ hat udn selbe rmit Binsenweisheiten um die Ecke kommen muss, um irgendwen zu diskreditieren?

            So boshaft? So extrem verletzend anderen gegenüber, deren Not man vermutet? Also Vorschlaghammer und immer feste druff?

            Nee, dann lieber hunderte Artikel über Frauen, die über Fatshaming weinen.

            • Wenns denn Fatshaming gewesen wäre. Wars aber nicht.

              Nochmal: Hengameh hat Dinge, die völlig normal sind, als „gesellschaftliches Problem“ bezeichnet: Das man Leute einmal kurz abcheckt, wenn man ihnen begegnet. Macht jeder von uns, mehr oder weniger unbewußt: Gefahr oder nicht?

              Wenn du weiter kuscheln willst: Bitte. Aber damit hilfst du ihr kein bisschen (falls das deine Intention ist). Du sorgst dafür, dass sie sich in ihrem Tal des Elends häuslich einrichten kann.

              Gratulation.

          • Nö, das Buch kann ich über Strecken gar nicht anders als als Aufforderung zur Selbstoptimierung lesen. Wenn es wirklich nur darum ginge, einige Mythen aufzuklären, hätte ich da gar kein Problem mit. Aber das ist eben nur ein Teil des Inhalts.
            Und letztlich zählt was hinten raus kommt: Es gibt schlicht und ergreifend eine Menge Menschen, die kriegen es nicht gebacken. Dabei ist es mir völlig wurscht, aus welchem Grund. Wenn sie *in der Lage wären*, den Arsch hoch zu kriegen, würden sie abnehmen, so siees denn wollten, und ich kenne genügend, welche gern würden aber es eben nicht schaffen.
            *Warum* sie es nicht schaffen, ist mir zunächst mal völlig schnuppe, sie schaffen es einfach nicht, und das hat man eben erstmal wertfrei zu akzeptieren, weil denen Schuldgefühle als allerletztes helfen.
            Die Ausreden, es überhaupt nicht zu versuchen sind das eine. Das andere sind diverse Gründe, und dabei geht es nicht allein um Depressionen, die die Leute daran hindern es durchzuziehen, auf welche Art auch immer.
            Diesen Menschen wird vermittelt, sie seien im Endeffekt einfach nur zu faul, zu träge oder sonstwas zu …
            Und das erzeugt zusätzlich zur Unzufriedenheit mit dem eigenen Gewicht Schuldgefühle. Und dass dem Selbstbewusstsein, das man unter anderem braucht um „den Arsch hoch zu kriegen“, Schuldgefühle nicht unbedingt förderlich sind, sollte eigentlich bekannt sein.

            • Karl, einen Denkfehler hast du da.

              Wenn ich mich entscheide: „Ich will abnehmen“ dann hilft es überhaupt nix, wenn man dann auf alle möglichen Mythen reinfällt wie Schilddrüse, Hungerstoffwechsel, Jo-Jo-Effekt und alles andere. Alle diese Mythen sind aktiv dabei, dich zu entmutigen – wenn du den Scheiß glaubst, *nimmst* du nicht ab, weil du „dick geboren“ bist. Du hast halt doofe Gene.

              Wenn jemand abnehmen will, dann braucht er aktive Ermutigung, dass es eben NICHT so ist. Die Tatsache alleine, dass du das Mythbusting von Fettlogik als „Selbstoptimierung“ liest, zeigt doch, wie tief dieses „pack das bloß nicht an, das geht nicht, wenn du dick bist, ist das Schicksal, nicht etwas, woran du etwas ändern kannst.“

              Und dass du überhaupt „Selbstoptimierung“ reinbringst, zeigt auch, wie tief das ganze rumgejammere (sorry) inzwischen eingebettet ist und wie sehr wir daran gewöhnt sind, jemanden der so drauf ist, zu verhätscheln. Doch mit Verhätschelung kriegst du nichts hin – wir verstehen alles, selbst die größte Zumutung (siehe Kommentar von Kareki), wollen bloß nicht verletzend wirken und denken uns „Mein Gott, hör doch auf zu jaulen. MACH DOCH.“

              Ein Grund, warum ich mein persönliches Problem mit Gewicht hier nicht raustrage ist: Ich weiß ganz genau, woran das liegt. Und das, obwohl ich *jede* Entschuldigung hätte, mich auf „ich bin so dick, weil geht nicht anders“ zurückzuziehen: Keine Schilddrüse mehr, so ziemlich jeder Hormonproduzent ist inzwischen entfernt, keine Gallenblase mehr, Stück Darm ist auch raus, ich hab ne dicke, fette, 25 cm lange Narbe längs übern Bauch und im Bikini seh ich aus, als hätt ich Seppuku versucht. Aber es ist MEIN Problem. Das Problem ist NICHT die Gesellschaft, die „Fat-Shaming“ betreibt, sondern ich selbst bin es, die viel zuviel in sich reinstopft.

              Wenn Menschen es nicht gebacken kriegen, dann kriegen sie es nicht hin. Dann muss man gucken, warum. Ich weiß sehr genau, warum ich es nicht hinbekomme – und es im Grunde nur eine Frage der Zeit ist, bis es bei mir *schnapp* macht. Bei anderen liegen andere Gründe vor.

              „Fat-Shaming“, Karl, ist: Ich stehe vor einem Dicken und lache ihn aus, weil er dick ist. Ich stehe vor einem adipösen Menschen und beschimpfe ihn als willensschwach, dicke sau und ähnliches. Das geht schlicht nicht – und gerade Jugendliche sind da ganz groß.

              Fat-Shaming ist NICHT: „Die Gesellschaft hat jetzt gefälligst Dicke schön zu finden“ oder „Dicke sind die besseren Menschen und viel gesünder als Dünne“

              Vor allem, wenn sie in blauen Strampelanzügen mit Badelatschen rumrennen. *hust*

              • Wenn ich abnehmen *will* dann falle ich nicht auf die Mythen rein. Wenn ich drauf „reinfalle“ will ich nicht wirklich abnehmen.
                Was Fat-Shaming im Unterschied zu Aufforderung zur Selbstoptimierung ist, weiß ich schon, das muss man mir ganz sicher nicht mehr erklären. Dass in dem Buch Fatshaming betrieben werde, habe ich auch nicht behauptet, werde ich auch nicht. Aber es wird mit Schuldgefühlen gespielt, und das ist bedenklich. Dabei bleibe ich. Die Forderung nach Selbstoptimierung ist m.E. auch ein bedenklicher Trend, sie betrifft ja beileibe nicht nur Übergewicht bzw. Fettleibigkeit und entwickelt sich mit implizieter Billigung einiger Player im Gesundheitswesen und leider auch solcher mit eindeutig praivatwirtschafltichen Interessen zu einem gesellschaftlichen Phänomen, das eben Bei vielen Betroffenen mit der Entwicklung von Schuldgefühlen verbunden ist, weil sie glauben immer mehr Vorgaben nicht zu entsprechen, wobei die Erfüllung aller inzwischen gestellten und in Zukunft noch mehr hinzukommenden Ansprüche schlicht unmöglich ist.
                Aufklärung, aber ohne den Versuch Druack aufzubauen, ist eine gute Sache aber es gibt da einen schmalen Grat hin zum victim blaming.

                Und es gibt eben Menschen (ziemlich viele), die weder auf auf „Mythen reinfallen“ noch mit ihrem Gewicht zufrieden wären, ja dadurch auch Beschwerden haben, die es eben trotzdem nicht schaffen. Dabei sind, zumindest für mich, die Gründe zunächst mal völlig egal, es ist eben dieses Ergebnis: Sie schaffen es nicht, was zählt. Diesen Menschen, muss man keine zusätzlichen Schuldgefühle machen, das ist unredlich und hilft ihnen vor allem nicht.

                • Wenn ich abnehmen *will* dann falle ich nicht auf die Mythen rein. Wenn ich drauf „reinfalle“ will ich nicht wirklich abnehmen.

                  Das ist ein Trugschluß, Karl. Alleine die Tatsache, dass Übergewichtige ihre Nahrungsaufnahme generell völlig falsch einschätzen, ist tatsächlich etwas, was du vielen erstmal sagen musst. Dass Untergewichtige die Nahrungsaufnahme ÜBERschätzen, ebenso.

                  Es wird eben nicht mit Schuldgefühlen gespielt. Wenn du jemandem, der offensichtlich seine Kalorienzufuhr nicht einschätzen kannst, sagst, dass er daneben liegt, dann ist das nicht „spielen mit Schuldgefühlen“ sondern eine Tatsachenfeststellung.

                  Wenn du jemandem, der glaubt, dass er nicht abnehmen *kann* weil Schilddrüse und/oder Stoffwechsel kaputt, sagst, dass das höchstens 5 – 10 kg sind und der Rest eben falsche Ernährungsgewohnheiten sind, ist das eben NICHT „mit Schuldgefühlen spielen“ sondern eine recht konkrete Hilfestellung, mit der jeder umgehen kann, wie er möchte.

                  Was definitiv nicht geht, ist: Hinzustellen und von der Gesellschaft zu fordern, dass Dicke jetzt die gesünderen Menschen sind. Weil alles andere ja nur dummes Gequatsche von Ärzten ist.

                  Und genau das hat Hengameh, um den Bogen zum Originalartikel zu schlagen, getan. Das hat nix mit „Selbstoptimierung“ zu tun sondern ausschließlich damit, dass man selbst vielleicht mal überlegt, was man verändern kann, wenn man so kreuzunglücklich ist.

                  Druck ist keine eingleisige Sache, Karl. Da gehören immer zwei zu. Einer der Druck aufbaut – und einer, der ihn annimmt. Und bei manchen, speziell Leuten wie Hengameh, ist bereits ein „hups“ zuviel „Druck“.

  6. Lieber Karl,

    weißt du eigentlich, wie die meisten Leser/innen (mich eingeschlossen) die Lektüre des Buches empfunden haben? Befreiend!

    Mir persönlich gab es den Glauben zurück, dass es möglich ist, doch noch einmal schlank zu werden. Nur als Möglichkeit, nicht als Pflicht!

    Nun, schlank bin ich zwar noch nicht, aber 30 kg sind verschwunden und geht mir gesundheitlich viiiiiel besser!

    Grüße
    R.

    PS: Fürs Protokoll: Männlich, 52 Jahre alt.

  7. „Wenn du Migräne hast, dann weil du dich wegen deiner Tonnage nicht genug bewegen kannst.“

    Das ist einfach nicht wahr. Ich bin im normalen Gewichtsbereicht, schon immer. Mein BMI ist um die 21. Ich habe früher keinen Sport gemacht – starke Migräne. Ich mache seit über einem Jahr mehrmals die Woche Sport, Cardio und Kraft – keine Veränderung bei der Migräne.

    • Aha, also weil das bei dir nicht stimmt (bzw. du in Selbstbeobachtung das so festgestellt hast), stimmt das auch bei allen anderen nicht? Interessante Theorie.

    • Wieso nicht wahr, du hast Tantchen gerade zugestimmt.
      Nicht genug Bewegung/Sport -> Migräne (wobei ich bezweifeln würde, dass das die einzige Ursache für Migräne ist)

      Weswegen sich eine Person nicht genug Bewegt dürfte dann eher egal sein (jetzt für das Leiden, für die Behandlung dürften Gründe durchaus auch mal einen zentralen Grund spielen, z.B. jemand mit Agoraphobie könnte Schwierigkeiten haben, an die nötige Bewegung zu kommen ohne vorher die Agoraphobie zu behandeln.)

      Wobei im angesprochenen Fall wohl auch eine gegenseitige Kausalität besteht.
      Zu wenig Bewegung -> zu viel Gewicht (vermutlich nicht der einzige Grund, aber doch einer), zu viel Gewicht -> zu wenig Bewegung und ich stelle es mir schwer vor diesen Catch 22 zu durchbrechen.

  8. +++ BREAKING NEWS +++

    Terroranschlag in Nizza! 60 Tote!

    Und das kurz NACH ENDE der Fußball-EM. Ausgerechnet am Abend des 14. Juli, des französischen Nationalfeiertags.

    RIP. :'(

    • Warum baust du dir eigentlich kein eigenes Blog? Hier ständig Postings reinzukleben, die mit der Diskussion nix zu tun haben, ist unhöflich und mir langts langsam. Mir doch wumpe, ob du Berta sowieso bist, irgendein König von Mallorca oder Erasmus von Rotterdam: Lass den Quatsch.

        • Warum sollte Tantchen auf Deine zwischenrufe ragieren. Wenn Du jemanden zum reden brauchst, geh vor die Tür. da sind genug Leute, die Dich ggf. trösten.

          Und was erwartest Du von den leuten hier. Daß alle in Tränen ausbrechen und heulen, wie schlimm das doch ist? Jeder mensch bei verstand weiß auch so, daß es eine schlimm eSache ist, ohne daß man sich seitenlang darüber auslassen muß. Und wenn Tantchen es für nötig hält, wird sie sicher auch einen Blogbeitrag dazu schreiben. Wie Tantchen schon sagte: wenn es Dir wichtig ist, schreib ein eigenes Blog dazu. oder geh raus und rede mit Leuten.

          • Warum sollte ich auf DEINEN Zwischenruf reagieren? Nun, um dir zu sagen, daß du ein geistig völlig verkrüppelter Unmensch bist.

            Und ein Lügner, denn niemand hat sich hier SEITENLANG über das Gemetzel ausgelassen.

            So jetzt geh wieder Löcher stanzen.

  9. So und jetzt ich. Männlich. Quatsch den Weibern normal nicht ungefragt rein, weil, ich schätze sie und will sie nicht womöglich vergrätzen. Also. (Betrifft auch dich unbekannterweisene, Kaffeetante.)

    Wir Männer. Hermann und ich im Schütz. Ich so: es gibt schöne Frauen, und es gibt Frauen, die sind gut im Bett; und das Eine hat mit dem Anderen NICHTS zu tun. Und Hermann so: yep, ich hatte schon schlechten Sex mit schönen Frauen und guten Sex mit hässlichen Frauen.

    Tante, ich habe höchstens drei Absätze durchgehalten, dann diesen Kommentar verfasst (von Herzen). Vergiss alles, was du über dein Gewicht sagst, und ich vergesse meinen Spitzbauch. Zusage. (Ach was. Zusage jetzt schon erfüllt.)

    • Wolf-Dieter, „häßliche Frauen“? Das hat nicht unbedingt was mit dem Gewicht zu tun. Es gibt Moppelchen mit hübschem Gesicht und zärtlichen Händen, mit denen man viel Spaß haben kann. Und es gibt dünne Frauen, die sind die reinsten Trampel.

      • Hallo Erasmus. Da du freiwillig nicht die Schnauze hältst, gehst du jetzt deine anderen Nicks auf der Blockliste besuchen.

        Bau dein eigenes Blog auf, da darfste dann auch rumranzen wie du lustig bist. Aber du wirst hier nicht langjährige Stammleser beleidigen und damit davonkommen.

  10. Pingback: ubergeek.de - Weblog - Fat Acceptance für Anfänger

  11. Danke für den Artikel, Tante Jay.
    Ich kam über den Blog „Fettlogik“ hierher.

    Was passiert wohl mit wohlstandskranken Menschen wie jener Hengameh, wenn sie plötzlich, vielleicht krankheitsbedingt, unkontrolliert Gewicht verlieren?
    Da geht so jemandem ja vollständig die „Identität“ flöten. Wird man dann aus dem Kreis der erhabenen Selbsthasser ausgeschlossen, oder muss man das dann kompensieren, indem man eine andere „Zielscheibe des Hasses“ an sich findet bzw. erschafft?

    Ihre ganze Existenz ist eine einzige Ohrfeige in das Gesicht von Milliarden farbiger (die „Rasse“ scheint ihr an einer Person ja äußerst wichtig zu sein) Menschen in der dritten Welt, die täglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Ihr Geheule über ihr problemfreies Leben ist das wahre „privilege“, das sie anderen immer wieder vorhält: Ein Privileg, über Nichtigkeiten zu lamentieren, weil man sonst vor lauter Überangebot billiger und doch reiner Nahrung, Sozialhilfe, finanziellen Zuwendungen von Eltern, kostenfreier Gesundheitsversorgung, Kuscheljustiz, günstigen Medikamenten, Trinkwasser, Langlebigkeit, Frieden usw. nichts zum Beschweren findet. Wohlstand und die Abwesenheit von echtem Leid, Schmerz, Angst in ihrem Leben haben sie verwöhnt. Verwöhnte Kinder werden unausstehlich.
    Einfach mal den bigotten Schnabel halten und ein bisschen Dankbarkeit für das gute Leben, das einem geschenkt wurde, statt ständig Leute anzugreifen, die es vermeintlich noch besser haben.

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