#bloggerfuerfluechtlinge

Vera Bunse und Thomas Stadtler sind sehr kluge Menschen. Und da Vera gerade meint, man solle doch mal bloggen, warum man Flüchtlingen helfen sollte – hier mal meine Liste.

1. Weil sie Hilfe brauchen und man Menschen in Not einfach hilft.

Damit könnte alles gesagt sein, aber es gibt noch mehr Punkte, die ich aufzählen möchte (ohne übrigens die Blogeinträge von Vera und Herrn Stadtler zu kennen):

2. Weil wir selbst nur einen Schritt von einer ähnlichen Situation weg sind. Wir leben seit mehr als 70 Jahren in Frieden hier, was ein Luxus ist. Das Rad kann sich jedoch jederzeit drehen und wir uns in einer ähnlichen Situation wiederfinden. Es wird Zeit, dass wir anfangen, nicht nur in Wirtschaftsdingen globalisiert zu denken, sondern auch, was alle Aspekte angeht, und dazu gehören Flüchtlinge. Die Flüchtlingskatastrophe muss zunächst EU-weit gelöst werden und dann wirklich global. Am besten, indem man gar nicht erst Flüchtlinge produziert.

3. Weil helfen auch uns selber hilft. Jeder Mensch braucht hin und wieder mal ein paar Schübserchen fürs Selbstbewußtsein. Das kann konstruktiv geschehen – oder destruktiv.

Persönlich ziehe ich die konstruktive Seite via Helfen der destruktiven via Pegida bei weitem vor. Hält länger an und man muss sich weniger schämen 😉

4. Weil aktive Hilfe für Flüchtlinge auch ein aktives Zeichen gegen Rechts ist. Und DAVON können wir derzeit wirklich nicht genug haben. Sorry, Pegida, aber das wird man doch wohl noch mal sagen dürfen.

Ich möchte an der Stelle eins zu bedenken geben: Flüchtlingshilfe ist nichts, was man „mal eben“ so macht. An den Bahnhof stellen und die Leute willkommen heißen ist toll – aber die Leute brauchen langfristig Hilfe. Und allzuoft einen Traumapsychologen.

Wenn Flüchtlinge den langen Treck hierher geschafft haben, brauchen sie Unterkunft, Verpflegung und erste medizinische Hilfe. Aber dann gehts los: Deutsch lernen, Behördenkram erledigen, Berge von Papierkrieg. Im neuen Land mit unbekannten Schriftzeichen und einer so anderen Lebensweise zurechtfinden.

All das müssen die Menschen bewältigen und fast auf jedem Schritt dahin brauchen sie Hilfe.

Flüchtlingshilfe ist kein Sprint, es ist ein Marathonlauf.

 

Send to Kindle
Soziales

Flattr this!

One thought on “#bloggerfuerfluechtlinge

  1. Flüchtlingshilfe ist kein Sprint, es ist ein Marathonlauf.

    … und weder die EU noch Deutschland sind auf einen derartigen Marathon vorbereitet, noch werden sie einen solchen durchhalten.

    Vermutlich wird es dann bei der nächsten Wahl den Rechtsruck geben, den eigentlich niemand will.

    Meiner Meinung nach sind es derzeit einfach zu viele Flüchtlinge – und es wird, sofern überhaupt irgendeine Aktion der Politiker erfolgt – falsch Hilfe geleistet. Es muß an der Quelle angesetzt werden – alles andere verbrennt nur unnütz Energien.

bestellt folgenden Kaffee