Die Schande von Freital

1989.

Hunderttausende Menschen flüchten aus einem Unrechtsstaat, der sie permanent überwacht. Der sie tötet, der willkürlich darüber bestimmt, wer frei sein darf und der seine Bürger erschießt, wenn sie nicht mehr in den paradiesischen Zuständen leben wollen.

Die Menschen flüchten zu tausenden in die deutschen Botschaften, wo das Botschaftspersonal sich krumm legt, um die Leute zu versorgen.

Afrikaner?

Neee. DDR-Bürger, die die Schnauze von der Art voll hatten, mit der Mielke die Menschen so liebte.

Die Grenzen gingen auf und die Leute wurden hier willkommen geheißen. Man freute sich wie Schnitzel, endlich war Deutschland wieder vereint.

Mit Rostock-Lichtenhagen fingen die ersten an, diese Freude zu bereuen. Doch dieser braune Sumpf hat erst in Anfängen gezeigt, wozu er fähig ist.

Freital. Hier zeigt sich das ganze Potenzial, das in Rostock-Lichtenhagen noch halbwegs verbrämt war. Hier bricht die braune Scheiße auf und stinkt.

Pegida war der „Zorn des einfachen Mannes“? Mitnichten. Pegida hat die Saat gelegt, so dass dieses Gesocks sich jetzt sicher fühlt, frei die Erschießung der „Bimbos“ zu fordern – was kommen sie auch hierher. Die fordern, dass alle Moscheen angezündet gehören. Die schon mal „Duschen kaufen gehen“, damit die Leute im Atomkraftwerk auch duschen können.

„Die Menschen muss man ernst nehmen, sie haben echte Ängste“

Bullshit. Da ist nur abgrundtiefe Dummheit, mangelnde Bildung bis zum Analphabetentum und ein Hass, der nicht reflektiert werden kann, weil man dazu Hirn braucht.

Ehrlich gesagt, ist mir jeder „Bimbo“ lieber als diese Kriminellen.

Denn denen kann man Deutsch beibringen.

 

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Soziales

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17 thoughts on “Die Schande von Freital

  1. Klingt exakt wie das, was ich gestern nach den Nachrichten durch den Kopf ging. Es wurden dies „Proteste“ gegen ein Übergangsheim gezeigt und eine ältere Dame mit Ost-Akzent schwadronierte was von, „die da wollen es sich doch nur gut gehen lassen auf unsere Kosten“.
    Ich bin fast geplatzt. Die Tante genießt Rente, für die sie nichts getan hat (denn in die Rentenversicherung hat die aus dem Osten sicher nicht eingezahlt), ist praktisch mit der gesamten Bevölkerung des „Unrechtsstaats DDR“ in das System BRD geflohen, hat sich von „uns Wessis“ Land, Wohnung und Sozialsysteme renovieren lassen (auch nicht auf ihre Kosten) und wagt es, sich zu mokieren, dass andere das auch tun? Und die kommen aus weitaus schlimmeren Verhältnissen als die DDR-Bürger. Die haben mehr Probleme als nur keine Bananen.

    Bitte nicht missverstehen: Ich bin ein großer Befürworter der Wiedervereinigung und würde alle Kosten wieder auf mich nehmen. Aber die, die vom Geld anderer wieder auf die Beine gekommen sind, sollten mal ganz kleine Brötchen backen.

    • Hallo Janna,

      wie kommst Du auf die Idee das wir im Osten nicht in Rentenversicherung eingezahlt haben?
      Auch das empfinde ich als ingnoranz, hass und hetze.
      Ja in beiden Fällen ist viel Unwissenheit im Spiel 😉

      Ja Feindbilder sind schlimm und Ja Freital ist eine Schande und Ja …

      juergen

      • Lieber Jürgen – weiterlesen hilft. Ja, sie haben wahrscheinlich eingezahlt – die Generation 70+ sehr wahrscheinlich nicht in die Rentenkasse, aus der sie jetzt Geld erhalten.

        Und wenn Du schon volkswissenschaftlich Tatsachen (gut, nicht bis in Details auseinandergenommen) als Hass empfindest, empfehle ich die Prüfung Deines Weltbildes.

        Und ja, ich habe ein Feindbild: Narren, die aus Thesen Angriffe machen, die nur 3 Zeilen weit lesen und 3 Zentimeter weit denken könne und Menschen, die alles haben wollen, ohne anderen irgendetwas zu gönnen.

        • Werte Janna*,

          ich kan Dich* schon breruhigen, ich prüfe mein Weltbild regelmäßig,
          Und jetzt gönne ich mir erstmal eine kurze Pause und überlege mir ob ich Dir* zu den weiteren Punkten antworten sollte, momentan besteht die Gefahrt das ich /wir die Hausherrin mit einer möglicherweise eintretenden Eskalation der Diskussion leicht verärgern könnten.

          Ich zumindestens möchte dies nicht riskieren.

          juergen

          * früher TM hättt ich Dir inzwischen das „Sie“ angeboten 😉

          • Was soll eskalieren? Du bist der Einzige, der wegen eingebildeter Angriffe ein Fass aufmacht.

            Und damit zurück auf den Boden der Tatsachen: Wo ist Deiner Meinung mein Denkfehler? Meine Meinung gründet sich auf Fakten – und ich behaupte nicht, alle zu kennen. Neue Tatsachen bringen mich dazu, selbige zu überdenken.

            Den letzten Teil verstehe ich nicht. Ich neige dazu, mich hinsichtlich der Anrede gängigen Formen anzupassen, da ich selbst die Unterscheidung lächerlich finde.

            Nochmal zum Stein des Anstoßes: Ich empfehle wirklich, alle Kommentar zu lesen. Sollten danach noch Gründe zum Aufregen bestehen, brenne ich darauf, diese auszuräumen.

            Ich habe nämlich das Gefühl, dass wir alle so ziemlich einer Meinung sind, uns aber wegen Formulierungen missverstehen.

            • Allem Anschein nach liest Sie ja auch nicht alle Kommentare, wie Dave B. schon angemerkt hat.
              Von anderen Dinge zu verlangen, die man selbst nicht tut, zeugt von einer gewissen Arroganz und Ignoranz gegenüber den anderen Diskussionsteilnehmern.

              • Den Beitrag habe ich gesehen und als nicht relevant betrachtet. Ja, ich weiß durchaus, wie das Sozialsystem funktioniert. Nur ist das Nebensache und daher nicht erwähnenswert.

                Sagt man: Ich/Wir/heutige Arbeitnehmer zahlen seine/ihre Rente, erfolgt ein Aufschrei, dass man ja für seine Rente gearbeitet hat. Und das stimmt natürlich irgendwie.

                Wenn ich sage, dass jemand vor der Wende im Osten in die Rentenkasse West nicht eingezahlt hat, so ist das auch korrekt.

                Die Rente Ost wurde nach der Wende (wie Rente West) von den Beiträgen der Arbeitnehmer beider Teile Deutschlands bezahlt. Aber gerade im Chaos des Umbruchs waren die Leistungen aus den Osten (zwangsweise, nicht als Vorwurf zu verstehen) geringer. Heute ist das anders, und das aufgrund vieler (vielleicht aber nicht genug) Investitionen in den Osten (die glaube ich nur zu geringen Teilen aus der Wirtschaftskraft Ost stammten).

                Ich stelle die These auf, dass die heutigen Renten (auch im Osten) von den heutigen Beitragszahlern nur gezahlt werden können, da von dem „Vermögen“ der BRD sehr viel im Osten investiert wurde, um die heutige Arbeitnehmerschaft in ganz Deutschland in die Lage zu versetzen, die Beiträge für die heutigen Rentner zu zahlen.

                Daraus schließe ich, dass die BRD-Investitionen so zumindest indirekt Voraussetzung war, dass Renten gezahlt werden können.

                Sollte das ein Trugschluss sein, bitte korrigieren.

                So – und nun zum Thema: Ich finde es einfach nicht richtig, dass Menschen, deren jetziger Status auf Investitionen anderer beruht, nicht bereit sind, selbst in die Zukunft anderer Menschen zu investieren.

  2. Mein fresse, Fliesentischniveau much? Bildzeitungstischdeckchen noch drauf?

    Normalerweise lege ich mich nicht mit trollen an aber WTF?

    Was soll das mit ostdeutschem, Akzent?! Meinst du nicht das es auch in Bayern, NRW oder Hamburg Nazis gibt? Oder soll das heißen das sich die Ostdeutschen garnicht sich zu integrieren wissen sondern „Paralelgeselschaften“ bilden in denen sie ihre eigenen Sprachen sprechen statt wie ein echte Deutsche zünftig zu Schwäbeln. Kann man ja froh sein das das alles Atheisten sind sonst würden die noch eine Kirche in Köln bauen wollen.

    Auch wenn die Oma da im braunen Sumpf versunken ist hat sie in die Rentenversicherung eingezahlt, die der DDR. Die Dame hat sicherlich genau die gleiche scheiß Arbeit geleistet wie du, ich wette sogar noch mehr da man im Osten die Kinder eher in Krippe, Kindergarten und Schule gebracht hat um dann arbeiten zu gehen.

    Und renovieren? Schonmal die ganze Treuhandproblematik angesehen? Da wo konkurrenzfähige lebendige Betriebe mit unlauteren mitteln für Kleingeld verhöckert, „privatisiert“ und Plattgemacht wurden. (btw. sehe ich gewisse parallelen zur Griechenlandsituation).

    Und nur mal so, dein entitelter Arsch sitzt auf einen Kissen von Marschalplan Geld, dem Westen wurden Schulden und Kriegsforderungen erlassen und Reparationen wie die an Griechenland wurden nie gezahlt. Die DDR hat gezahlt, hier wurde Land enteignet, ganze Fabriken und Infrastruktur (48% des Schienennetzes) in Sozialistische Bruderländer deportiert und dennoch haben wir unseren Arsch ohne „Wirtschaftswunder“ hochgekriegt.

    Friss deine Ananas bevor du hier Müll über den Osten absonderst, oh warte die hattet ihr im Westen nicht. Vielleicht kannst du stattdessen kleinere Brötchen backen?

    [sarc]Ich hab auch nichts gegen Ossis eine paar meiner besten Freunde sind Schwarze ähhh Ossis.[/sarc]

    Das ist keine Entschuldigung für die Nazisauce die die Frau abläst aber ich finde das ist genauso indifferenzierter Müll wie du und ich ihn hier stehen lassen.

    • Definitive Vorwarnung.

      Wenn du Satire nicht verstehst, dann ist das nicht mein Problem. Aber die Art und Weise, wie du hier kommentiert hast, dulde ich nicht. Habe ich noch nicht geduldet und ich fange jetzt nicht damit an.

      Argumentiere an der Sache bzw. am Argument – aber nicht an der Person. Wenn du das nicht schaffst, ist das hier nicht der Platz für dich.

      Ende der Durchsage.

  3. Ich habe mir meinen Kommentar nochmals durchgelesen und festgestellt, dass ich vielleicht etwas undeutlich war.
    Ich habe versucht, meinen Unglauben darüber ausgedrückt, dass Personen, die sich vor nicht zu langer Zeit in einer ähnlichen Situation befanden (Unrechtsstaat, wirtschaftliche Probleme) und versuchten, diesen zu entkommen, für Menschen, die dies auch möchten, kein Verständnis aufbringen. Es gibt viele Beispiele für diese Verbohrtheit – dies liegt nur nah.

    Und fangen wir bei den Vergleichen an: Ja, sicher hat Rentengeneration Ost in die Rentenversicherung Ost eingezahlt. Nur ist von diesem Geld bei der Wiedervereinigung nichts übrig gewesen, so dass die Renten Ost (zumindest zum großen Teil) aus Westbeiträgen gezahlt wurden. Die Flüchtlinge haben sich bestimmt auch um ihre Altersvorsorge in ihrer Heimat gekümmert (Land, Haus, Ersparnisse). Diese sind aber heute durch Krieg, Austrocknung u. ä. nicht mehr vorhanden. Parallele gesehen?

    Und dass der Osten für die „Starthilfe“ mit „Enteignungen“ zahlen musste, fechte ich nicht an. Nur ist das in der Heimat vieler Flüchtlinge nicht anders. So sind die wenigen profitablen Wirtschaftszweige (Ölgewinnung, Goldminen usw.) ziemlich oft in ausländischer Hand. So verkauft Deutschland seinen schönen Exportüberschuss gerne in „arme“ Länder und verhindert damit den Aufbau einer eigenen Wirtschaft.

    Und ja, brauner Dreck existiert hier auch im Westen, ohne Frage. Aber die Dame in den Nachrichten rechne ich noch nicht mal dazu. Sie ist jemand, der Angst um seinen Status hat und dabei vergisst, dass gerade für diesen Status ihr viele andere einen „Vorschuss“ gegeben haben, den sie anderen verweigert.

    • Ich habe nichts dagegen aufzuzeigen das es parallelen gibt, mich hat die Art und weise angefuchst. Und ich möchte mich nochmal entschuldigen für die Art weise wie ich drauf geantwortet habe.

    • Ich möchte hier nochmal das Rentensystem aufgreifen:
      Ob nun Ost oder West, ich dachte wir hätten ein Solidarsystem, d.h. die jungen Leute zahlen für die alten Leute und erarbeiten sich dadurch Anspruch auf dem Papier für ihren eigenen Rentenanspruch.

      Wir haben und hatten doch kein System wie in den USA mit einer Anlegerrente, was man persönlich einzahlt wird angelegt, und nur das ist dann im Alter verfügbar. (401k?) Das sorgt ja gerne mal immer für Skandale wenn so ein Rentenfonds sich verspekuliert und dann diejenigen Renten erstmal futsch sind.

      Oma OST hat also jahrelang Rentenbeiträge gezahlt und damit die Renten der Senioren OST bezahlt und sich damit Rentenpunkte erarbeitet.
      Ihr eingezahltes Geld ist sofort an Andere wieder ausgezahlt worden und nicht angespart.
      Wenn genug junge Leute ihre Beiträge einzahlen haben die Rentenkassen einen Überschuss, da ja nur das ausgezahlt wird auf das die Rentner Anspruch haben.

      Nach der Wiedervereinigung und Zusammenlegung der Rentensystem, werden dann alle Senioren, ob nun OST oder West, von den Beiträgen der gesamtdeutschen Bevölkerung finanziert.

      Da die Wirtschaftsleistung im Osten nicht dem des Westens entsprach, aber nach der Wende sich dann die Lebenskosten auf dem Westniveau einpegelten, bestand natürlich ein Ausgleichsbedarf hinsichtlich Renten- und Beiträgsniveau.

      Das die Versicherungen einen theoretischen Überschuß haben ist da nur ein Nebenschauplatz.

  4. Ehrlich ich habe das nicht als Satire gesehen und ich Entschuldige mich dafür das ich es übertrieben habe.

    Was ich hier gesehen hab ist fast die gleiche Riege an Vorurteilen:

    – Faul
    – Geldgierig
    – Lassen sich durchfüttern
    – kriminell (Nazi, Vergewaltiger whatever)

    gegenüber Ostdeutschen wie sie die Nazis im Osten gegen die Asylbewerber anführen. Und ich fühlte mich davon beleidigt. Natürlich ging das nicht gegen mich persönlich, das ist mir klar aber es trifft mich als „Ossi“ schon sehr nach 25 Jahren immernoch den gleichen Müll zu hören. 25 Jahre in denen hier Leute (in Gesamtdeutschland) das verinnerlicht haben und nun auf andere anwenden.

    Es trifft mich sehr das wir alle gemeinsam diesen Stuss nur mit anderer Sprachregelung nun anderen, hilfebedürftigen vorsetzen. Ich meine wenn ich zur Bildzeitung gehe kann ich folgende Ersetzung doch fast 1zu1 machen:

    Soli -> Rettungsschirm
    DDR -> Griechenland

    oder auch

    Ossi = Nazi -> Araber = Terrorist

    Was ich dann Rausbekomme ist der Müll den viele heute lesen.

    „Ihr wart in der gleichen Situation“ finde ich ist da ein stichhaltiger reminder und den kann man so stehen lassen. Der metaphorische Zusatz „,also haltet die klappe.“ macht mich aber in diesem Falle wütend vor allem weil er vom einem „hohen Ross“ herab geäussert wird das nicht existiert.
    Für mich ist das so: A beschwert sich über B das B sich über C beschwert so wie sich A über B beschwert. „Do as i say not as i do“.

    Und in dem falle sehe ich es nicht als Satire, ich empfinde es als sehr ernst. Wenn ich hier Poe’s Law unterliege möchte ich mich nochmal ausdrücklich entschuldigen. Unabhängig davon auch dafür das ich hier meine Wut unreflektiert abgelassen habe.

    Ich kann nachempfinden das sich Janna M. aufgeregt hat über den Fernsehbeitrag. Ich kann sogar den geschichtlichen Hintergrund nachvollziehen. Was ich mir aber gewünscht hätte wäre in dieser Situation zu sagen „Ihr wart in der gleichen Situation und ihr wolltet Hilfe. Gemeinsam haben wir dran gearbeitet und was ordentliches auf die Beine gestellt“. Den das haben wir auch wenn es nicht überall perfekt ist immer noch Probleme bestehen.

  5. Ich bin empathisch zu sehr neben mir, um so was persönlich zu nehmen. Es ist nur, dass es mich einfach rasend macht, wenn Menschen alles haben wollen und hinterher meckern, wenn sie merken, dass es auf dieser Welt nichts umsonst gibt.

    Und Danke, Melanie: Dass die Parallelen auch bei Griechenland da sind, habe ich vergessen. Trifft aber auch ganz gut – oder anders rum. Hier scheint politischer Wille zu sein, den von mir so genannten „Vorschuss“ nicht (oder nicht an sinnvollen Stellen) zu geben. Mal sehen was das gibt.

    Mein Lieblingsspruch zu den politischen Problemen vieler Länder (auch Deutschland) ist, dass es nicht die Frage ist, ob die Guillotinen rausgeholt werden, sondern wann.

  6. „Es ist nur, dass es mich einfach rasend macht, wenn Menschen alles haben wollen und hinterher meckern, wenn sie merken, dass es auf dieser Welt nichts umsonst gibt.“

    Das geht mir genauso. Andererseits macht es mich aber auch wütend wenn Leute für jede Hilfe/Investition/Geschenk eine Rendite erwarten und wenn keine physische Rückzahlung oder Vorwärtszahlung erfolgt das als Undankbarkeit und Schmarotzertum abtun.

    Ich finde Verluste muss man hinnehmen können und das muss man auch kommunizieren. Man muss akzeptieren können das es in einer Kette irgendwann auch kaputte Glieder gibt.

    Und ich glaub das bei vielen Leuten ist es so das sie Angst haben keine Rückzahlung zu bekommen (bzw. das der Nachfolgende keine Vorwärtszahlung zum Übernächsten leistet) und dieses und andere Risiken abwägen gegen Faktoren wie die reine Menschlichkeit.

    Leute im Osten die gegenüber Flüchtlingen sagen „Die kosten nur.“ von dennen glaub ich nicht das sie „Schmarotzer“ und „Undankbar“ sind. Ich glaube viele von denen zahlen gerne ihre schulden zurück. Sie haben aber das „ALLES MUSS zurückgezahlt werden“ so sehr verinnerlicht das sie nicht drüber hinwegkommen.
    Von den meisten Flüchtlingen können diese Leute keine entsprechende Rückzahlung erwarten. Schule, Ausbildung, Wohnungen nur damit die Leute zurück in ihre Länder ziehen? Das bringt vom Standpunkt des (vermeintlich) Zahlenden nichts ein.
    Man hat natürlich nichts dagegen wenn man z.b. Ingenieure etc. herholt die hier eher in die diversen Kassen einzahlen können.

    Natürlich ist das eine Illusion, sicher bringt es dem zahlenden selbst nichts ein aber es bereichert die Gesellschaft und die Welt. Beispielsweise bedeuten mehr Familien mehr Markt, mehr Baugewerbe, weniger Leerstand, mehr bezahlte Lehrer, mehr gezahlte Steuern etc.. Wenn die Flüchtlinge wieder in „ihre“ Länder gehen bauen sie da wieder auf, gibt es dort Wachstum und Nachfrage die uns hier zugute kommen da man unsere Produkte kauft und neue Märkte schafft. Integrierte glückliche Menschen heist auch weniger Kriminalität (Das gilt doppelt und dreifach für Einheimische!). Es verringert den Krieg in der Welt und damit vielleicht auch unsere Ausgaben für Militär. Das ist ein langes Spiel das sich vielleicht erst in 5, 10 oder erst 100 Jahren auszahlen kann aber nicht muss. Selbst wenn all das nicht wäre verringert man die Summe des leids auf dieser Welt was an und für sich schon der beste Grund zu helfen ist.

    Leider finde ich das das „Wir haben auch für euch gezahlt“ oft falsch verwendet wird. Wenn man den Leuten damit ein schlechtes gewissen macht und/oder sie als undankbar hinstellt baut man eine Imaginäre schuld auf pflanzt dieses Rendite denken weiter fort, aus Freizügigkeit wird Habgier. Und man erzeugt eine Trotzreaktion in die ich wohl selbst gefallen bin.

    Ich glaub wenn wir einen teil des Fremdenhasses loswerden wollen müssen wir den Leuten beibringen das Hilfe nicht Kostenneutral oder Wertschöpfend sein muss sondern durchaus was kosten kann, das es die eine oder andere Geldversenkung zwar weh tut aber notwendig ist.

    Das kann man übrigens auch auf die Eu beziehen.

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