Sieg für Irland

Lange wurde in Irland die Schwulenehe umkämpft. Doch nach dem Volksentscheid ist klar: Irland wird weltweit das erste Land, dass das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehe in die Verfassung aufnimmt.

Frau Merkel und Steffen Seibert, die offen erklären, dass das Thema nicht auf der Agenda ist, haben damit Deutschland zu einer rückständigen Komikernation gemacht. Ganz offiziell.

Das katholische Irland hat in einer Volksabstimmung in überwältigender Mehrheit für Toleranz und gegen Engstirnigkeit gestimmt. Ich glaube, angesichts der massiven Skandale der katholischen Kirche in den vergangenen Jahren war das *auch* eine schallende Ohrfeige in Richtung Rom.

Und der Hinweis, dass die Leute sich vom Klerus nicht länger vorschreiben lassen, was sie zu denken haben.

Achsoja:

YAAAAAAAAAAAAAAAY \o/

Send to Kindle
Soziales

Flattr this!

8 thoughts on “Sieg für Irland

  1. Ich denke sogar, dass der Volksentscheid das absolut richtige Mittel ist. Weiter ist es meine Überzeugung, dass auch ein Volksentscheid in Deutschland ein sehr ähnliches Ergebnis bringen würde. Nur leider steht das bei uns ja nicht auf der Agenda.

    • Man hätte auch, volksnah wie die Politiker immer sein wollen, mal rumhören und das Gesetz einfach beschließen können.

    • Ein Volksentscheid ist hier das einzige Mittel. Ich sag mal, dass der auch hier ähnlich ausgehen würde.

      Warum das einzige? Aus mehreren Gründen.

      1. Nach einem Volksentscheid kann *keiner* hingehen und sagen: „Ich bin aber nicht gefragt worden. Doch. Wurde er. Und er hat sich nicht durchsetzen können. End of story. Demokratie pur und alleine schon deshalb unglaublich wichtig.

      2. Wenn Politiker auf „das Volk“ hören, hören sie leider meist nur auf die lautesten Krakeeler. Und das ist die Homophobenfraktion, zumindest hier. Außerdem würden dann ganz sicher die Kirchen ihre Lobbyisten, die im Bundestag installiert sind (die katholische und evangelische Kirche haben je zwei anstaltseigene Geistliche, die natürlich auch Lobbyarbeit betreiben), auf den Weg bringt, um sich Gehör zu verschaffen.

      3. Ein Volksentscheid würde sehr wohl jegliche künftigen Bemühungen, die Uhren wieder zurückzudrehen, sehr erschweren. Jeder, der auf „Moral“ pocht, kann getrost ein „nicht unsere“ um die Ohren bekommen.

  2. @Joyntsoft:
    Ich finds nicht schade,sondern richtig, dass es für sowas nen Volksentscheid braucht.

    In einer Demokratie ist der Souverän das Volk. Und ein Souverän darf eben nicht alles seinem Hofstaat überlassen, sondern er muss auch hin und wieder mal etwas selbst entscheiden.

    Politiker sind streng genommen nichts anderes als Angestellte, und das Volk deren Dienstherr. Und GENAU SO hätten sich Politiker eigentlich auch zu verhalten (tatsächlich isses ja sehr oft eher andersrum).

    Und genau wegen dem, was oben in der Klammer steht, muß der Chef (id est: „das Volk“) seinen Arbeitnehmern gelegentlich unmißverständlich mitteilen, was Sache ist und gelegentlichas diese zu tun haben – wie eben z.B. jetzt in Irland.

  3. PS @Tante:
    Irgendwie hat bei diesem Artikel gestern und heute dein Captcha gesponnen. Das war nämlich standhaft der Meinung, dass die Antwort „9“ bei der Rechnung „7+_=16“ falsch wäre.

    (Jetzt benimmt sichs wieder, zumindest waren wir jetzt grade einer Meinung, dass bei „9-_=2“ 7 richtig ist. War wohl doch schon etwas spät gestern.)

bestellt folgenden Kaffee