Vom Mythos der christlichen Werte

Viel wird ja in letzter Zeit davon gelesen, dass wir hier nach christlichen Werten leben. Dass das Christentum unsere Freiheiten gewährt hat, dass Christentum die Menschenrechte garantiert.

Und ich möchte an der Stelle mal ganz und gar nicht wertfrei fragen:

Kauft ihr eigentlich jeden Scheiß, der euch so aufgetischt wird?

Menschenrechte sind per Definition unteilbare Rechte, die jeder Mensch bei der Geburt erhält. Man kann sie nicht entziehen, egal, was der Mensch in seinem Leben so tut. Die Rechte sind bei jedem gleich und keiner hat mehr Menschenrechte als der andere.

Die Menschenrechtsdefinition ist wahrscheinlich die egalitärste, die es gibt. Dass die meisten einen Scheiß drum geben, steht ja auf einem anderen Blatt.

Die Menschenrechte beruhen jedoch NICHT auf der Bibel. Nicht auf den Zehn Geboten, nicht auf dem Buch Leviticus – es war die Aufklärung, die uns die Erkenntnis gebracht hat, dass Menschenrechte für JEDEN Menschen gelten – ungeachtet seines gesellschaftlichen Standes.

Diese Erkenntnis wurde in Flammen, Blut und Tränen den Königen, Kaisern und Kirchen abgetrotzt. Fußbreit um Fußbreit, Millimeter um Millimeter. Und nie war die Kirche voll auf der Seite derer, die die Menschenrechte anerkannten.

Denn die Menschenrechtscharta ist säkulär. Sie setzt Ratio vor Glaube. Wissen vor Mythos. Und das kann sich die Kirche nicht erlauben. Keine Kirche, weder die Protestanten, noch die Katholiken oder eine andere Sekte.

Seit der Aufklärung versuchen daher die Kirchen konsequent und mit endloser Geduld, die Deutungshoheit über die Menschenrechte zurückzugewinnen. Und es scheint, als hätten sie jetzt, in dieser Zeit, endlich Erfolg. Nach 300 Jahren darben, scheinen die Menschen endlich zu glauben, dass die Kirchen der Garant für die Menschenrechte sind. Allen voran die lautmäulige angemalte Hure Babylon: Die katholische Kirche.

Die katholische Kirche, die zehnjährigen Kindern, die nach eine Vergewaltigung schwanger geworden sind, mit Exkommunikation droht, wenn sie das Kind nicht zur Welt bringen.

Die katholische Kirche, die sich nach wie vor weigert, Schwule und Lesben anzuerkennen. Die transgender nicht zur Kenntnis nimmt.

Die katholische Kirche, die in Afrika Sex ohne Kondom propagiert, dafür sollen sich die Männer beschneiden lassen („60% Reduktion des Ansteckungsrisikos“).

Menschenrechte und Kirchen? Und da ist wirklich eine wie die andere, völlig egal, welches Label drauf pappt:

Ein Treppenwitz der Geschichte.

Gebt dem nicht nach. Es war nicht die Kirche. Es waren UNSERE Ahnen, die diese Rechte gegen die Macht von König und Kirche ertrotzt haben.

Und es sind WIR, die dieses Erbe zu bewahren haben.

Eine zweite Inquisition?

Braucht kein Mensch.

 

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22 thoughts on “Vom Mythos der christlichen Werte

  1. Tantchen, der Fortschritt, für den das Christentum steht und die es vor anderen Monotheismen auszeichnet, ist die Überwindung der Sklavenwirtschaft. Und zwar zugunsten des Feudalismus. Das und nichts sonst.

  2. Abgesehen davon sind, meiner Auffassung nach, die zehn Gebote seit Christi Wirken obsolet, es gilt das Gebot der Nächstenliebe, aber das bekommen ewig gestrige ja eh nich auf den Schirm.
    Ich selbst glaube allerdings nicht an Gott oder ähnliches und lehne Feudalherrschaft und ähnliches und Kapitalismus und ähnliches ab.

  3. @JoyntSoft
    „Abgesehen davon sind, meiner Auffassung nach, die zehn Gebote seit Christi Wirken obsolet, es gilt das Gebot der Nächstenliebe, aber das bekommen ewig gestrige ja eh nich auf den Schirm.“

    Witzig, dass Du das sagst. Ich habe just vor ein paar Tagen mal nach ein paar Bibelstellen gegraben:

    Da kam eine fremde Frau rief: Herr, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird vom Teufel geplagt. Aber Jesus antwortete nicht. Da traten seine Jünger zu ihm, baten ihn und sprachen: Lass sie doch …., denn sie schreit uns nach. Er wollte aber nicht und sprach: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel gesandt
    Matthäus 15,22-24

    (Jesus sagt): Wenn ihr meine Gebote haltet, liebe ich euch, so wie mein Vater mich liebt, wenn ich seine Gebote halte….. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.
    Johannes 15,10-14

    Der HERR kann die Gläubigen von der Versuchung erlösen,
    die Ungerechten (Ungläubigen) aber bis zum Tage des Gerichts behalten,
    um sie zu peinigen. Besonders diejenigen, die sich der Fleischeslust
    ergeben, die Herrschaft verachten, frech und eigensinnig sind und sich
    nicht davor scheuen, über Majestäten zu lästern…
    2. Petrus 2,9

    Jeder Sklave muss seinen Herrn verehren, weil er sonst den
    Namen Gottes und seine Gebote verspotten würde. Diejenigen aber, die
    gläubige Herren haben, sollen sie nicht verachten, weil sie Brüder (im
    Glauben) sind, sondern sollen noch eifriger dienen, weil sie gläubig
    sind und geliebt werden un d damit eine Wohltat empfangen. Solches
    predige mahnend.
    1. Timotheus 6,1-2

    Seid gleich, Seid folgsam. Keine Eskapaden, kein Wille, keine Gnade. Nur bedingungsloser Gehorsam im Glauben. Diese Gleichheit verkündet die Bibel. Nächstenliebe gilt nur für Christen.

    Ist schon ein interessanter Spin, dass es den christlichen Kirchen gelungen ist, Jesus den Nimbus von allumfassender Nächstenliebe zu verpassen.

    • Wieder was gelernt!

      Und Bestätigung gefunden: Religion ist was, um die Massen zu fügsamen Arbeitssklaven zu erziehen!

  4. @BaWo

    Könntest du noch die Version der Bibel durchreichen?
    Hab nur mal kurz nach dem Timotheus 6 gegoogelt und heraus kam da u.a.
    http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/1_timotheus/6/ bzw.
    http://www.bibel-online.net/buch/luther_1545_letzte_hand/1_timotheus/6/#1
    Da steht dann Knechte und nicht Sklaven.

    Natürlich heisst das gemäss http://de.wikipedia.org/wiki/Knecht#Biblisch in etwa das gleiche (auch in Anbetracht, dass zu Zeiten Luthers Knechte Leibeigene waren), wenn ich allerdings an entsprechende Diskussionen/Debatten denke, wäre eine ungenaue Wiedergabe schnell ein Punkt aus dem einem ein Strick gedreht wird.

    Genaue Wiedergaben können aber sehr gut dazu dienen, Fundi-Christen in den Tilt-/Sprung-in-der-Platte-Modus zu versetzen, wenn die Bibel das Gegenteil von dem besagt, was sie gerade sagten.
    Da können dann Diskussionen/Debatten mit Matt Dillahunty sehr unterhaltsam sein u.a. diverse Folgen von Atheist Experience mit ihm als Host.

    • @KojiroAK
      die Quelle ist http://bibelzitate.npage.de/64-unmenschliche-jesuszitate.html , zumindest für das Meiste, ich weiß nicht mehr genau, ob ich alle von dort habe. Die Seite gibt als Quelle eine Lutherbibel von 1912 an . . .

      Du hast schon recht, da wird man gerne auf einzelne Worte festgenagelt. dass war ja aber auch gar nicht mein Punkt. Sondern, dass auch das Neue Testament und auch viele Aussagen von Jesus(oder das, was die Evangelisten ihm in den Mund gelegt haben) stark mit den Aussagen kollidieren, die man von Christen aber auch den Kirchen heuzutage hört. Sei es aufgrund von nur oberflächlicher Bibelkenntnis, oder um die Lehre weniger archaisch klingen zu lassen.

      Und das ist der springende Punkt. Die modernen humanistischen Werte und Menschenrechte sind kein Verdienst und auch kein Ziel der Religionen. Alles andere ist PR.

  5. Herzlichen Glückwunsch. Nach der Lektüre eurer Kommentare, ist bei mir als Christ das Gefühl, ich sei ein dummer Idiot, zurückgeblieben. Vielleicht schaffe ich es mal eine Stellungnahme zu schreiben, die über ein trotzig aufstampfendes „Und ich glaube trotzdem, dass ich Recht habe.“ hinaus geht. Dazu fehlt mir aber momentan Zeit und ein funktionierendes Kommentarsystem in meinem Blog ☺.

    Ich wünsche euch dennoch Gottes Segen und eine schöne (Rest-)Woche.

    Micha
    grüßt freundlich.

    PS: Die Karikatur finde ich sehr gut gelungen und bisher habe ich in meinen Kreisen noch nie gehört, dass jemand zwischen „Knechten“ und „Sklaven“ unterschieden hat.

    • Ich bin momentan mit dem Kopf in den Wolken – Antwort kommt morgen, freigeschaltet hab ichs nur jetzt schon. Äh, wieso war das überhaupt in der Warteschleife? O.o

  6. „Die Menschenrechte beruhen jedoch NICHT auf der Bibel. Nicht auf den Zehn Geboten, nicht auf dem Buch Leviticus – es war die Aufklärung, die uns die Erkenntnis gebracht hat, dass Menschenrechte für JEDEN Menschen gelten – ungeachtet seines gesellschaftlichen Standes.“

    Hm, und diese Aufklärung schenkte uns der liebe Gott, oder wie meinst du wohl, kamen die „Aufklärer“ dazu, etwa indem sie plötzlich Religion(swerte) ernst nahmen ?

    Irgendwie machst du es dir (in seltsam bekannter dogmatischer Manie abgebrochener Bildungswege?) doch sehr leicht:
    Statt belastbarer Argumente gegen Religionsdogmatik verbreitest du satt Futter für diese.
    Alle Aufklärer – ohne Ausnahme – waren Kinder oder „Produkte“ ihrer seinerzeit prägenden „christlichen Welt“, nicht ein einziger hat sich ohne diese Erfahrung und das damit verbundene Wissen samt der so vermittelten Werte der Aufklärung zugewandt, und die meisten auch nur in der Absicht, die „Reinheit“ der religiösen Werte wieder herzustellen.
    Was für ein Käse du da erzählst, solltest du dir überlegen, es ist das typische Muster von Propagandisten, die sich etwas zu wenig mit der Materie beschäftigt haben und so mit der sachgerechten Einordnung ihrer eigenen richtigen und wichtigen Haltungen derart schwer tun, daß sie (und das berechtigt) besonders den Kreationisten und dem evangelikalen „Bildungsbürgertum“ „breiteste Angriffsflächen für dievon denen behauptete Unausgewogenheit und sachliche Fehlbildung der Religionsgegner liefern, auch wenn du das „gut gemeint hast“.

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht!

    Das war wohl ein Eigentor ersten Ranges, über das deine Gegner nur hämisch lachen.
    Nichts, was in Europa in den letzten zweitausend Jahren entstand, entstand ohne den (positiven, negativen oder beider) Einfluß der christlichen Religion(en), du solltest dein Geschichtsbewußtsein auf den aktuellen Wissens-Stand bringen und der Absurdität spießerhafter Pseudoreligiösität nicht versuchen, selber nur religiös verbrämt statt mit sauberen Argumenten entgegen zu treten.
    Diese (eingangs zitierte) Behauptung ist leider nicht nur falsch sondern absurd lächerlich und deinen sonstigen Ansichten hier höchst abträglich unde unwürdig, jeder kleine Dorfpfaffe wischt das mit einem satten Grinsen weg.

    • Das Eigentor siehst aber auch nur du.

      Die Aufklärer sind vielleicht im christlichen Umfeld aufgewachsen – das beweist jetzt, dass die Lehren der Aufklärung christliche Werte sind?
      Da versteigst du dich aber ganz gewaltig.

      Die Werte der Aufklärung sind nach wie vor mit der strikten Hierarchie und Obrigkeitshörigkeit der katholischen Kirche unvereinbar. Sie werden es auch bleiben bis hoffentlich die Katholiken verschwunden sind oder nur noch eine kleine Sekte, die keiner mehr ernst nimmt. Gilt übrigens auch für die Protestanten.

      Die Aufklärung hat einen gezielten Gegenentwurf zu den Staaten verfasst, die monarchisch-kirchlich geprägt waren.

      Und das machste nur, wenn du das hasst, wofür die Kirche steht, mein Gutster.

      Btw. ob ein Dorfpfaffe „grinst“ oder nicht, geht mir am Sitzfleisch vorbei. Ich müsste diese potenziellen Kinderficker sonst vielleicht ernst nehmen.

      • Wo kommt denn auf einmal der Onkel her um sich so an dir zu echauffieren?
        „Leidmedien“ „deine Gegner“

        Tante, hast du da wieder wen gepiekst?

        • Vor allem ein Prachtexemplar

          Geht auf keinen Punkt wirklich ein, dafür schöne Packung ad-hominem bis hin zur Beleidigung, vor allem der Versuch Begriffe zu verschmelzen die nicht zu verschmelzen sind (christlichen Werten übernommen v.s. durch christliche Kultur geprägt man kann auch von einer Kultur geprägt sein, auch wenn man deren Werte nicht übernimmt).

          Fehlt nur noch, ein „das ist so weil steht in der Bibel und die Bibel hat recht, weil sie sagt, dass sie recht hat“

      • Sorry, hatte es ernst gemeint, aber mich hier wohl irgendwie verlaufen.
        Kurz „geräuspert“ und gepustet, und schon kraucht da was hervor, was ich so nicht vermutet hatte:
        Totalitäres Denken und Diskriminierung Andersdenkender als „potenzielle Kinderficker“ ist und bleibt gestern, nicht nur gestern, sondern vor allem frei von sozialer Intelligenz, denn was könnte man wohl damit bezwecken, außer Polit-Onanievorlagen für Insider abzusondern.
        Oh yay, das so etwas Spass macht?
        Rammelt nur weiter in diesem Käse herum, und vergeßt nicht den Kalkstein dabei, als Betonersatz.

        • „von gestern“. Hmjo.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_r%C3%B6misch-katholischen_Kirche

          Dass die Fälle in Deutschland z.b. nach 1990 wie abgerissen sind, liegt na-tür-lich nicht an irgendwelchen Verjährungsfristen.

          Als ob die katholische Kirche 1990 entschieden hat, dass sexueller Missbrauch nu doch nicht state of the art in der Kindererziehung ist.

          solange ich von einem katholischen Priester nicht den gesamten Lebenslauf inklusive ALLER Stationen und genauer Begründung, warum er versetzt wurde, habe, gilt der für mich als potenziell kindergefährdend.

          Ich hab ne Zeitlang dafür plädiert, allen Kuttenträgern den Zugriff auf Kindern zu verbieten. Restraining order 50 m von allen Gebäuden entfernt, wo sich Kinder aufhalten können und Kirchen mit einem „Ü18“-Schild ähnlich wie Bordelle zu versehen.

          Nur, damit du mal ne Ahnung bekommst, was ich von dem Verein halte, der jedes Jahr Milliarden an Steuergeldern bunkert, damit er besser Kinder poppen kann.

  7. Ich bin seit Langen stiller Mitleser, aber der Kommentar (immer brav neutral belieben, Janna) vom Onkel hat mich überzeugt, mich hier mal zu räuspern.
    Onkels Kommentar entbehrt aller Grundlage. Man kann anderer Meinung sein als Tante, die Argumentation hier ist aber abstrus. Ja – die großen Aufklärer waren Kinder ihrer religiösen Erziehung. Das bedeutet aber nicht, dass ihre Lehren/Erkenntnisse eine Errungenschaft der Religion sind. Luther gilt als einer der ersten Aufklärer – der wurde exkommuniziert. Seine Lehren sind keinesfalls als Errungenschaften der katholischen Kirche, die seine Erziehung bestimmte, zu sehen. Luther sah, was an der Religion falsch war und wollte das ändern. Das war ein erster Schritt hin zur Aufklärung.
    Das „Markenzeichen“ der Aufklärung ab 1700 war, dass die Logik/Vernunft über den Glauben und die Religion gesetzt wurde – unter erbittertem Widerstand der Kirchen. Alle Menschen sind gleich – das war einer der Grundsätze der französischen Revolution – in den Augen der christlichen Religionen die Herrschaft des Antichrist selbst.
    Toleranz gegenüber Andersgläubigen wird zwar in der Bibel vorsichtig erwähnt (hier z. B. der gute Samariter – Menschen aus der Stadt Samaria galten meines Wissens bei vielen Juden als Abschaum erster Güte – und trotzdem half dieser einem Juden – und trotzdem konnten sie gute Taten vollbringen).

    Ich habe immer das Gefühl, dass viele Glaube und Religion vertauschen. Religion ist und war immer ein Machtinstrument, die sich viele zurechtgebogen haben, um ihren Status zu rechtfertigen. Religion ist der natürliche Feind der Aufklärung. Der Glaube selbst ist kein Widerspruch zur Aufklärung. Aber dafür ist die Grundvoraussetzung eigenständiges Denken, und dafür sind die meisten Menschen zu faul.

  8. @Janna M. says: 06/07/2015 at 17:18
    Du äußerst dich vorgeblich fachlich und schmeißt dabei Glauben, Religion und Kirche in einen Topf – das typische Zeichen dafür, daß du etwas glaubst (!) zu verstehen, wovon du extrem weit entfernt bist.
    Sollen deine Argumente greifen, würde ich mich an deiner Stelle erst im humanistischen Sinne kundig und nicht dich und diesen lächerlich machen, denn jeder Glaubensmißbrauch ist schädlich für Mensch, so, wie jeder schädliche Glaube.

    Was du da glaubst zu kennen, zu wissen, ist nur sogenannte „humanistische Unterstufe“, Stammtischparole statt Argument, und ungeeignet für (von solchem Stammtisch) „eigenständigem Denken“.

    Wir sind heute, im Jahr 2015, nicht auf die von dir noch immer verwendeten simplen weil pauschalen und angeblich proletarischen Erklärungsmuster von vor 100 Jahren angewiesen, wenn wir uns über Sinn und Unsinn von Religion, oder von Glauben oder von Kirche und deren undemokratisches Selbstverständnis oder zu einem gesellschaftlichen Nutzen oder Schaden solcher Erscheinungen auslassen möchten.

    Auch die brilliantesten Humanisten und Religionsgegner haben dazu saturierte saubere sachlich fundierte Ansichten, es täte auch dir gut, sich solche anzuschauen, falls dich das Thema wirklich interessiert und du nicht nur Teil der stupiden Hasser von dir Fremdem (hier mal Religion, Glauben, Kirche usw.) sein möchtest, die nichts anderes bisher zuwege brachten, als Keile in Bevölkerung zu treiben – ohne Nutzen.

    Es lohnt sich, mit solchen (im Geiste) „fremden“ Menschen zu reden, statt zu glauben, man rede über sie.

    Versuch es einfach mal, nur was du kennst, kannst du bewerten und dich aus dem Dunst der „Kinderschänderbeschimpfer“ herausbewegen.
    Tante Jay meint, die (mit meinen Worten) Religiösen (auch Kirchlichen) werden „immer weniger“ – völlig daneben: Die Atheisten versinken gegenwärtig immer mehr (laut Kutschera) in Bedeutungslosigkeit gegenüber der enorm angeschwollenen Kirchenanhänger (nicht nur Glaubensanhänger), schon mal gefragt warum?
    Weil sich „Kirche“ nicht auf derartige Platitüden einläßt und sich zugleich die als Humanisten fühlende Leute solchen Schmarrn von vorgestern vor sich her tragen als „Humanismus“, wie ich das zum Teil bei dir lese.

    Das übrigens der einzige Grund, mich hier zu artikulieren: Unqualifiziertes eben nur „gut gemeintes“ Argumentieren für Humanismus, das bekanntlich nur „schlecht gemachtes“ ist.

    Merke:
    Humanismus geht nie gegen Menschen, erst recht nicht gegen Andersdenkende, diskriminierend oder abwertend vor – das ist sein einziges Anliegen, in allen Fragen!
    Sonst macht er sich selbst zu „Kirche“ weil mit dort verwendeten dogmatischen und totalitären (Denk)Methoden

    • @OnkelYay
      Face it, auch wenn jemand, Ihrer Meinung nach, nicht qualifiziert genug ist, so hat er/sie doch das Recht auf eine Meinung.
      Sie legen wortreich dar, dass JannaMs Meinung wertlos und irrelevant sei, da Sie von der Materie nichts verstünde und auf Stammtischniveau argumentiere, nur um im letzten Absatz zu betonen, dass der Humanismus explizit die Ansichten anderer respektiere und diese weder abwerte noch diskriminiere.
      Ich hoffe Sie bemerken hier die sich auschließenden Positionen in ihrer Argumentation/Denkweise.

      Ich begrüße es prinzipiell, wenn jemand versucht sich eloquent und fundiert am Diskurs zu beteiligen, aber wenn 90% der Kommentare eine fast schon faschistoide Abneigung gegenüber anderen Meinungen einnehmen, dann disqualifiziert man sich von der Diskussion und wird nur noch als Troll wahrgenommen.

  9. @Onkel Yay (kannst eigentlich froh sein, dass ich dich mit dem Namen nicht sofort als Troll eingestuft habe):

    Nichts von dem, was du da so rausgehauen hast, widerlegt meine Auffassung, dass die Menschenrechte den Kirchen abgetrotzt wurden.

    Du trennst zwischen Glaube und Religion und rechtfertigst so, dass du an einen abrahamitischen Gott glauben möchtest, der 4000 Jahre alt ist und auß Aberglauben und damaligem Unwissen entstand.

    Wenn es ihn gibt, gehe ich jede Wette ein, dass er sich selbst nicht wiedererkennt.

    Nope. Du hast viel geschrieben. Aber das war alles leeres Geschwätz und die Beschuldigung, dass die Leute keine Ahnung haben.

    Dabei bist du es, der keine Ahnung hat und Glaube über Wissen stellt.

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