Da geht er hin, der Feminismus

und wird so mir nix, dir nix, das Klo runtergespült.

Und warum?

Weil ER darauf bestanden hat, die Rechnung zu splitten und sie keine Kohle dabei hatte. Bzw. nicht genügend.

Hach, ist DAS Ding eine Lästeroase.

Zunächst einmal die kursive Überschrift: „Pures Entsetzen nach einem Date“

Sorry Lady, aber „lass uns mal zum Kaffee/Essen gehen“ ist KEIN Date. Das ist eine Einladung, etwas Zeit miteinander zu verbringen. Als Freunde. Mit einem „Date“ oder gar der Kostenübernahme seitens des Herrn hat das wenig zu tun.

Dann das Gemecker über das Restaurant. „CAAAAAARITAS-Restaurant?“ „Gutmensch-Dinner“?
Nein, Schatzele, du sollst keine Gutmenschen essen. Ehrlich nicht.

Im übrigen: Sprechenden Menschen kann geholfen werden. Wenn mir die Speisekarte eines Restaurants nicht zusagt, dann mach ich nen Gegenvorschlag. „Äh, ne lass mal, das mag ich nicht, lass lieber nach McDonalds gehen“.

Aber weiter im Text. Sie erklärt ihm, dass sie „Buche-Mobiliar“ nicht mag und er führt sie – ganz einsichtig – dann in ein Schicki-Micki-Restaurant. Nicht, ohne sich abfällig über die gegelte Haare und Lackschuhe ihres „Dates“ zu äußern.

An der Stelle hätte ich genau das gleiche getan. Und bei der Entscheidung, dass teuerste Restaurant der Stadt auszusuchen, hätte ich sehr genau auch gleichzeitig entschieden, dass die Tante für sich selber zahlt. Auflaufen lassen nennt man sowas.

Denn wer ein Restaurant ablehnt, weils von der Caritas ist und eine derartige Attitüde an den Tag legt, der läuft zu Recht auf.

Können „wir“ uns das leisten – da hat sie das erstemal durch die Blume gefragt, ob er zahlt. Denn das wäre meine Aussage gewesen (abgesehen davon, dass ich das Caritas-Restaurant nicht abgelehnt hätte und schon gar nicht aufgrund dieser Begründung): „Sorry, aber du kennst meinen Finanzhaushalt. Das Essen hier kann ich mir nicht leisten“

Erst wenn er DA lachend abwinkt und meint, ich soll mir keine Gedanken machen, erst DANN kann ich davon ausgehen, dass er dann bezahlt. Dann aber auch mit Recht.

Aber im Folgeabsatz Mrs. Dramaqueen, was hab ich hier gefeiert. Um 22 Uhr holt er zwei Rechnungen, weil er für sie nicht zahlt. Und das ist ihr „durch Mark und Bein“ gegangen.

Gehts ne Nummer kleiner, Frau Biber?

Ja, ich freue mich natürlich drüber, wenn ich eingeladen werde. Riesig. Ich nehme das NICHT als Selbstverständlichkeit bei jeder Einladung an. Sondern als etwas außergewöhnliches.

Aber ich nehme auch nicht jedes Gespräch gleich als Date und die Aufforderung zum Beischlaf.

Was wiederum die Autorin offenbar anders sieht. *hüstel*

Dates sind formelle Treffen künftiger partnerschaftlicher Beischläfer. Wenn ich mit einem Mann einfach nur essen gehe um eine gute Zeit zu haben, dann erwarte ich weder, das er bezahlt noch rege ich mich hinterher auf, wenn ich selbst bezahlen muss.

Denn so ist das nun mal:

Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.

Klingt doof. Ist aber so.

/edit:

Ich seh das jetzt erst. Das ist ein FEMBLOG? Und dann SO ein Tussitext? Im ernst? Eine Feministin, die sich „versorgt“ wissen will?

Wenn das Alice wüsste. *g*

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15 thoughts on “Da geht er hin, der Feminismus

  1. Öhm „Seit wann zahlen Männer bein einem Date nicht mehr?“
    Mal angenommen, es wäre eines, und mal angenommen, es käme tatsächlich zum einvernehmlichen Beischlaf (ich betone einvernehmlich, weil ich davon ausgehe, dass keiner stattfinden wird, wenn es nicht ein einvernehmlicher Entschluss wäre). Wäre die Übernahme der Rechnung dann eigentlich nicht sowas wie ein Hurenlohn, weil quasi stillscheigend von einem Vertragsverhältnis, Essen gegen Beischlaf, ausgegangen wurde?
    Es mag angehen, das ein Mann die Rechnung bezahlt, wenn er über deutlich mehr Kohle verfügt, es mag auch angehen, wenn er explizit einlädt und damit die Übernahme einigermaßen unmissverständlich andeutet. Aber aus welchem Grund sollte das eigentlich grundsätzlich gelten?
    Ist das wirklich zeitgemäß, dass, auch wenn die Dame über deutlich mehr finanzielle Ausstattung verfügt, was ja mittlerweile doch mal vorkommen kann wenn auch noch nicht die Regel ist, sie auch dann nicht die Rechnung übernimmt sondern sich quasi für den anschließenden Beischlaf, der ja eigentlich ein gegenseitiges Vergnügen sein sollte, bezahlen lässt?

  2. Ah ja… „Männer zahlt doch einfach“ – egal, ob ihr es könnt oder wollt. Befolgt einfach nur einem Gesetz: „Männer, haltet einfach die Klappe und Spurt, wie einst wir Spuren muſʒten…“ ™18xx.

    Mädels, nun werdet ihr also genauso zu Unterdrückern, wie die Männer, gegen die einst Alice Schwarzer (zu Recht) in den Kampf zog.

    Auf der anderen Seite verletzt ihr heute Männer, die es ehrlich meinen, schiebt Männer, die sensibel sind und auf euch achten wollen, ohne Rücksicht in die Friend-Zone und wundert euch dann, daß nur die Arschlöcher übrig bleiben. Und dann sollen die sensiblen Männer euch helfen, die (sorry) Bälger aus diesen Arschloch-Beziehungen großzuziehen‽ Tschau und merci für den den Fisch…

  3. Erst selber einen Kaffee vorschlagen, dann eine Einladung zum Abendessen mit „auch gut“ quittieren und dann alles zernörgeln? Geschieht ihr recht.
    Wenn mich eine alte Bekannte ansprechen würde, lass uns mal eine Kaffee trinken gehen, dann würde ich auch von „kein Date“ und „getrennte Rechnungen“ ausgehen. Zweiteres hängt davon ab, wie gut sie Bekannt ist. Aber die Trulla mit ihrer rotzfrechen Erwartungshaltung hat diesen Denkzettel mehr als verdient. Und ich könnte wetten, dass sie den „zugeknöpften Feminismus“ genau dann auspackt, wenn er ihr nützt.
    Die Dame scheint sehr selbstverliebt zu sein, wenn ich mal einen Blick in den Blog werfe.

  4. Ich habe schon vor 30 Jahren darauf bestanden, bei Verabredungen meinen Anteil selbst zu zahlen. Das war (und ist) mir meine Freiheit wert.

    • Nanny Ogg? Der name gefällt mir 🙂
      Aber wenn du nur aus dieser freiheit heraus auf deinen teil der rechnung bestanden hast… schade. manchmal macht es einem als mann schon spaß, die rechnung einer frau zu übernhmen – einfach, weil man sie gern hat. und dabei meine ich nun nicht als beischlafprämie oder sexuell, sondern wirklich einfach nur gern hat.

      ich wehre mich nur gegen einen automatismus, einen zwang…

    • Für ein Essen, erst recht mit einem Mann, zu bezahlen würde Frau Ogg eigentlich nie passieren. 😉

  5. Uiuiui, ist das dann eigentlich eine Schön-Wetter-Feministin?

    Gleiche Recht? Immer her damit!
    Gleiche Pflichten? Aber ich bin doch eine Prinzessin.

    Essen für den guten Zweck? So billig lass ich mir nicht pimpern.
    Nur den Bentley aus der Vorsaison? Loooooser.

    2 Rechnungen? Aber, aber, Gehaltsschere (Bezahlt der ihr Gehalt? Was soll der denn dafür können)

  6. Hab mal ein wenig in den Kommentaren von dem Artikel gestöbert … am lustigsten finde ich diesen:

    Ich finde auch die Männer sollen zahlen, ABER eben aus emanzipatorischen Gründen: weil die GEHALTSSCHERE noch immer böse Realität ist und Männer demnach kollektiv mehr verdienen als Frauen.
    Die Dame will mir erzählen, dass wegen der Gehaltsschere ein Kindergärtner mehr verdient als seine weibliche Kollegin … (Quatsch mit Soße) … und ich sollte zum Ausgleich mein Portemonnaie scharfschalten?

    Na ja, Chuzpe hat sie …

  7. Feminismus war nie etwas anderes als eine bis ins Extrem überdrehte Weiblichkeit. Inklusive aller Anspruchshaltung und Verantwortungslosigkeit.

    • Und Männerrechtler waren und sind nix anderes als Pussies, denen das Spielzeug weggenommen wurde und die rumweinen, dass die Frauen so böse zu ihnen sind und sie sie gar nicht mehr verprügeln dürfen.

      Alle Frauen doof außer Mutti, wa?

  8. Schlimmer Text. Nicht Deiner, sondern der von der Ösi-Tussi. Soviel Arroganz habe ich selten in einem Text gelesen. Lg

  9. Hmm, wenn ich das so lese, hab ich wohl irgendwas falsch gemacht.
    Ich zahle selber. Einfach weil ich kann.
    Ich freue mich über Einladungen, bin aber meist unsicher, wie ich Danke sagen soll. Oder was jetzt von mir erwartet wird. Das vermeide ich, wenn ich nicht eingeladen worden bin.
    Das kommt halt dabei rum, wenn man von einer „Emantipierten Frau“ erzogen wird.
    Aber mal ehrlich, sich nur zu verlieben, wenn der Mann beim ersten Date auch die rechnung zahlt, ansonsten verliebt man sich nicht; ist das nicht ganz schön oberflächlich und materialistisch?
    Aber andererseits, wenn sie damit durchkommt, hat sie zumindest Kohlemäßig erstmal ausgesorgt. Und immer dran denken: bei einer Eheschließung vorher nen Ehevertrag abschließen. Das senkt zwar das Vertrauen, aber es sorgt dafür, daß man sich ums Geld weniger sorgen machen muss. 😉

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