Dieter Nuhr hat ja Recht

Viel wurde über Depressionen in den letzten Tagen geschrieben.

Was unausweichlich ist, ist an der Stelle auch das Geschwätz von Politikern, die jetzt Profilierung wittern und irgendwas erzählen, damit man sagen kann: „Wir haben was getan“.

Und natürlich gibts auch wieder die Verbotebrüller. Die irgendwas verbieten wollen, weils so einfach ist, weils so schnell geht und so schön kostenneutral ist.

CSU Herrmann hat Berufsverbote für Depressive für „denkbar“ erklärt. Natürlich wie immer völlig frei von jeder Faktenkenntnis, das ist Voraussetzung.

Und außerdem:

– Ohne mehr als eine nebulöse Ahnung von Depressionen zu haben

– Ohne zu wissen, ob der Co-Pilot tatsächlich depressiv war (mein heißer Tipp: Er war es NICHT)

Aber hauptsache, man hat das Maul mal so richtig schön weit aufgerissen. Los Leute, ich will nen Shitstorm sehen, dass der in 10 Jahren noch nach Gülle stinkt.

Wo Dieter Nuhr Recht hatte? Na hier:

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal FRESSE halten.

P.S.: erzählmirnix mit einer schönen Illustration des Gedankenganges

Send to Kindle
Soziales

Flattr this!

6 thoughts on “Dieter Nuhr hat ja Recht

  1. Ist es nicht unbedingte Voraussetzung für Politiker, zu Themen von denen man keine Ahnung möglichst laut Konsequenzen zu fordern?

  2. Bei solchen Reaktionismus fehlt eigentlich dann noch „Depressive sollten nicht mehr depressiv sein“.

    Bei den Amis gibts werden Aktionismus-Gesetze ja immer gern mit Namen versehen, a la der 10jährige Bob wird von einem Meteoriten erschlagen, darum gibts jetzt den Bob-Act von 2015 der Meteoriten verbietet und jeder muss nen Schutzhelm tragen.
    An dem Namen erkennt man dann meist fix das das eigentlich nur Mist ist.

    Aber hauptsache man hat was getan.

  3. Pingback: Galoppierende Vollidiotie in der Politik – offener Brief an Joachim Herrmann (CSU) | lebenswort

bestellt folgenden Kaffee