Diskriminierung leicht gemacht

Also, wenn ich die Kommentare und Twitter-Botschaften mal zusammenfassen darf:

Ich bin ein privilegiertes cis-weibchen, dass keine Ahnung von den Problemen der LGBT-Community hat und die sich ihrer Privilegien nicht bewußt ist und auf einem verdammt hohen Ross sitzt, wenn sie Minderheiten ihre Rechte verweigert.

Schönes Bild. Blöd nur:

Et stimmt nicht.

Eine kleine Lehre, wie schnell man aus der Hüfte unter falschen Voraussetzungen schießen kann.

Fangen wir mal mit dem Begriff „Diskriminierung“ an. Wikipedia ist da richtig hilfreich.

Das Verbalsubstantiv Diskriminierung ist im Deutschen seit dem frühen 20. Jahrhundert in der Bedeutung „Herabsetzung, Benachteiligung, Verunglimpfung“ etabliert, zunächst im Bereich der Wirtschaft (für handelspolitische und wirtschaftliche Diskriminierung) und dann auch für die Diskriminierung gesellschaftlicher Gruppen.[1] In der wertneutralen Bedeutung „Unterscheidung“ ist auch Diskriminierung vereinzelt in fachsprachlichem Gebrauch anzutreffen

Das bedeutet:

Wenn ich Schwulen und Lesben das Recht vorenthalte, ihr Leben zu führen, wie sie das gerne wollen, einfach weil ICH mich damit unwohl fühle, wenn sie das tun, ist das nicht das Problem der Schwulen und Lesben, sondern meins, weil ich andere diskriminiere. Gelle, Frau Merkel?

Wenn ich ein homosexuelles Pärchen beschimpfe, dann diskriminiere ich. Und kriege strafrechtlich völlig zu Recht auf den Deckel.

Wenn ich einer asexuellen Person sage, dass sie doch nur mal richtig durchgebürstet werden muss, damit sie versteht, wie toll Sex ist, dann ist das Diskriminierung UND vor allem sexuelle Belästigung. Und wenn besagte asexuelle Person mir dann mit der Keule eins überbrät, dann hat sie völlig Recht damit.

Wenn ich eine Transfrau permanent mit „Herr xxx“ anspreche, diskriminiere ich. Genauso wenn ich einen Transmann mit „Frau yyy“ anspreche und mit dem weiblichen Pronomen. Vor mir steht eine Frau oder ein Mann. Nix trans. Weglassen, das Präfix. Im alltäglichen Umgang haben mich die Intimzonen der Leute nicht zu interessieren. Man kann *höflich* fragen, aber mehr auch nicht.

In allen Fällen würden die Probleme NICHT bei den diskriminierten Menschen liegen, sondern würden bei mir liegen – weil ich einen Stock im Hintern habe und Mensch nicht Mensch sein lassen kann. Wenn ich Schwulenehe ablehne, heirate ich halt keinen Schwulen. Problem gelöst.

Vorausgesetzt, ich würde sowas tun.

Und hier kommen die voreiligen Schlüsse. Jemand, der Gender und Sexualität nicht auseinanderhalten kann, hat mich beschuldigt, ich wäre eine privilegierte cis-normative Frau, die sich ihrer Privilegien nicht bewußt wäre und sich auf die Diskriminierung von Minderheiten verlegt.

Erinnert sich noch einer an einen gewissen Artikel von vor knapp 2 Jahren? Meine Stammleser müssten wissen, welchen ich meine. 😉
Ich mag beides. Männer und Frauen. Was mich nach der Schächtelchentheorie bisexuell macht. Da ich aber einen feuchten Furz auf das Geschlecht eines Menschen gebe, sondern mich in Persönlichkeiten verliebe, gibts sogar dafür ein Schächtelchen: Pansexuell.

Ist eh nur graue Theorie. Momentan bin ich Single und leb damit ganz gut *g*

So. Und jetzt zu meiner angeblichen Diskriminierung. Es wurde ja lustig von den Kommentatoren Schwul, lesbisch, bi durcheinandergeworfen und letztlich auf den Artikel selber so wenig eingegangen, dass ich mich frage, ob der überhaupt gelesen wurde.

Das *einzige* worüber ich mich mokiert habe, war Demisexualität und dass es offensichtlich tatsächlich Menschen gibt, die sich diskriminiert fühlen.

Ich hab mir heute mal den Kopf darüber zerbrochen und ich kann mir *nicht einen einzigen* gesellschaftlichen Anlass vorstellen, der einen Demisexuellen explizit diskriminieren würde.

Zum Reminder: Demisexuelle „identifizieren sich“ als Menschen, die nur dann sexuell von Menschen angezogen werden, wenn sie eine persönliche Bindung zu ihm aufgebaut haben. Und allein aufgrund dieser Tatsache sollen sie im „LGBTQ-Spektrum platziert werden.

Sorry liebe Leute, aber: Nein.

Demisexualität ist allenfalls eine Art Beschreibung der Persönlichkeit. Es ist keine sexuelle Orientierung. Und das kann mir auch keiner weismachen, dass dem so ist.

Es ist gut, wenn jemand ein Label gefunden hat, wenn er denn so fühlt und sich damit wohlfühlt, aber dass Label „Demisexuell“ zu benutzen, um sich selbst im LGBT-Spektrum zu platzieren ist schlichtweg falsch.

Wenn jemand heterosexuell-demisexuell ist, dann ist er ne Hete, die nur beim eigenen Partner eine sexuelle Anziehungskraft verspürt. Das ist eine Persönlichkeitsbeschreibung und man könnte ja mal erforschen, warum das so ist. Im übrigen gibt es auch das andere Ende: Menschen, die nur dann sexuelle Anziehungskraft verspüren, solange die Bindung nicht stark ist. Sobald die Partner näher heranrücken, erlischt die sexuelle Anziehungskraft und die Leute bewegen sich weg.

Das ganze ist allenfalls ein Ausdruck der Bindungsfähigkeit, aber es ist keine eigenständige  sexuelle Orientierung. Um nichts anderes ging es in meinem Artikel. Schwul, lesbisch, asexuell, trans, intersexuell, bisexuell: Das alles sind Orientierungen. Demisexualität? Eher nicht.

Es wird mir bei der ganzen Debatte zuviel derailt und zuviel vermixt um das eigentliche Problem zu verschleiern. Ein klassisches Beispiel ist dieser Artikel hier:

Erstmal zum Begriff: Soweit sich die Community geeinigt hat, bezeichnet “demisexuell” jemanden, dier nur sekundäre sexuelle Anziehung verspürt, also jemand, dier erst eine emotionale Bindung zu einem/r PartnerIn aufbauen muss, bevor sier diesen Menschen tatsächlich sexuell begehrt. Das kann schnell gehen, aber auch Jahre dauern, je nach Veranlagung.

Eine sexuelle Orientierung wird nicht offiziell durch irgendeine Community anerkannt. Das ist wissenschaftlicher Bullshit. Eine sexuelle Orientierung wird festgestellt, wenn Forscher sich mit dem Thema beschäftigen und vor allem auch Ausschlußkriterien herausarbeiten. Einfach zu sagen: „Ich bin Demisexuell, weil…“ ist schlichtweg zuwenig. Auch hier in diesem Artikel wird viel erklärt, aber nichts davon einigermaßen wissenschaftlich. Man muss das halt nur glauben, weil: Isso, weil hat Community gesagt.

Nö.

Wenn sich jemand als demisexuell ansieht und damit glücklicher ist: Gut. Alles, was den Leuten hilft, mit ihrem Leben zurande zu kommen: Geht klar und habe ich auch grundsätzlich kein Problem mit.

Aber das ganze dann als eigene sexuelle Orientierung aufzuwerten, die für sich alleine steht, und sich selbst z.b. als Hete damit als potenzielles Diskriminierungsopfer im LGBT-Spektrum zu platzieren: Nein. Ende der Diskussion.

Und ja, es gibt solche verdrehten Leute. Leider.

Ich gucke mich um in der Welt und sehe in Russland offene Hetzjagden auf Schwule.

Ich sehe die alarmierenden Suizidzahlen bei transgendern, ich sehen die furchtbaren Verstümmelungen, die Ärzte bei transsexuellen Kindern anrichten, in dem Bemühen, eine wie auch immer geartete „Geschlechtsnormativität“ zu schaffen. Ich sehe im Iran eine unglaublich hohe Anzahl an Transfrauen und Transmännern, weil die lieber ne Geschlechtsumwandlung machen, als sich langsam am Hals einen Kran raufziehen zu lassen.

Ich habe vor fast 30 Jahren eine asexuelle Kollegin gehabt, die von einem gewissen Kollegen nahezu bis zum Suizid belästigt wurde. Er konnte nicht ertragen, dass jemand asexuell war, er MUSSTE sie überzeugen, dass nur ein richtiger Mann kommen musste, um ihr zu zeigen, was eine richtige Frau ist.
Eingegriffen hat keiner. Nein, ich auch nicht. Als Teenager-Aushilfskraft gibts nicht so viel, was du dir erlauben kannst, wenn du den Job behalten willst. Getröstet ja, verhindert nein. Und nach wie vor fühle ich mich nicht sonderlich wohl damit. Ist eine meiner Erinnerungen, auf die ich weniger stolz bin.

Und all das soll gleichzusetzen sein mit einem hetero-demisexuellen Menschen?

Die Argumentation möchte ich sehen, die das zusammenbringt.

Was mich aber an der Diskussion unten am meisten hat aufmerken lassen, war der Absolutheitsanspruch, mit dem Deutungen zugelassen wurden.

Es wurde überhaupt nichts hinterfragt. Es war sonnenklar: Homophob, transphob, irgendwasphob.

Selbst eine sich selbst als „cis-normative Frau“ „identifizierende“ Leserin hat sich dazu verstiegen, mir vorschreiben zu wollen, wie ich was zu denken habe, wenn ich denn als cis-normative Frau von der „Community“ ernst genommen werden möchte.

*seufz*

Ehrlich?

Eine Community, die ein so schlechtes Benehmen und so wenig Differenzierung an den Tag legt, wie es hier in den Kommentaren geschehen ist: Da lege ich überhaupt keinen Wert drauf, in irgendeiner Form ernst genommen zu werden.

Oder, um es provokativer auszudrücken:

Dramaqueens lache ich lieber aus. Hab ich mehr Spaß dran.

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17 thoughts on “Diskriminierung leicht gemacht

  1. Viel kann man dir echt nicht mehr sagen, du bist ja augenscheinlich überhaupt nicht bereit, dass was dir an Kritik vorgetragen wurde in irgendeiner Weise zu reflektieren. Aber eins kann ich doch nicht zurück halten: Schön, wie du meinst andere Leute können Sexualität, Gender und Geschlecht (welches btw sowohl Gender als auch das biologische Geschlecht umfasst aber passt schon 😉 ) nicht außereinander halten, redest aber dann (bis auf einen Absatz) die ganze Zeit nur von sexuelle Orientierung und erwähnst nirgendwo dass wofür du am meisten Kritik bekommen hast: Die Diskriminierung von genderqueeren und genderfluiden Menschen, was keine sexuelle Orientierung ist sondern eine Geschlechtsidentität. Aber den Unterschied scheinst du eher nicht zu verstehen (obwohls dir jemand in den Kommentaren ausführlich erklärt hat).
    Viel Spaß weiter noch in deiner kleinen, ignoranten Welt.
    Die „cis-normative Frau“ (die sich ihrer Privilegien bewusst ist)

    • Wenn ich das, was ich über diese Sache gelesen habe, interpretiere, dann ist die Sache mit dem Gender genau das, was es angeblich nicht sein soll, nämlich ein „in Schubladen stecken“ oder auch ein „Zettel ankleben“, nicht immer von außen, aber zumeist genau das.
      Dass das wenig mit sexueller Orientierung zu tun hat, ist offensichtlich.

      Btw: Gender wurde als Begriff eingeführt, um eine Unterscheidung des sozialen und des biologischen Geschlechts treffen zu können.

      • Alles richtig. Aber durch immer neue „sexuelle Kategorien“, die von einer Community festgelegt werden und nicht nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten, hat sich das inzwischen ins Gegenteil verkehrt.

        Wie man „sich identifiziert“ ist inzwischen bei manchen ein halber Roman – und manchmal sogar Teil der offiziellen Vorstellung: „Guten Tag, ich bin xxx und identifiziere mich als

        We man so *je* Gleichheit erreichen möchte, ist mir ein völliges Rätsel.

  2. Mach dir nix draus. Es gab eine Zeit, da musste man in Diskussionen seinen Marcuse neben Marx und Lenin und Wassweissichwem drauf haben, um sprachlich überhaupt ernst genommen zu werden. Um den richtigen Stallgeruch zu haben. Für den Rest der Welt blieb das freilich ziemlich schwer verständlich.

  3. So mal kurz den obligatorischen Disclaimer, den man ja anscheinend brauch, sobald man dieses terrain betritt: Ich bin ein weißer, biodeutscher, cis-gender, hetero-Mann(bitte nicht sofort anfangen mich zu hassen). Und ja ich bin dadurch privilegiert und mir dessen bewusst.

    Bei der Diskussion um Begrifflichkeiten in puncto sexuelle Orientierung und Gender stelle ich mir immer die Frage, ob wir hier nicht einem gigantisch aufgebauschten Nebenschauplatz auf den Leim gehen. Ob hier nicht schlicht Missverständnisse und Unwissen/Unterstellungen auf beiden Seiten zu diesem Auseinanderdriften der Sprachwirklichkeiten führen. Ich leite diese Thesen von meiner eigenen Erfahrung ab. Das ist unwissenschaftlich und wahrscheinlich habe ich als jemand, der seine Sexualität nie verstecken musste und sein Gender ohne große Probleme bestimmen und zeigen kann/konnte auch einen verfälschten Blick auf die ganze Sprachdebatte.
    Aber, der Verlinkung des Tantchens aus dem Originalartikel folgend, halte ich das Gesamtkonzept Sprache, auf das wir mitunter nur bedingt Einfluß haben, vor allem für effizienzgesteuert. Wir sind ein relativ großes Völkchen. Millionen. Mit zig Ethnien und Einflüssen, Immigranten und Asylanten. Männer, Frauen, Kinder ; hetero-, homo- und bisexuell und alles dazwischen. Und -lets face it- die Mehrheit und somit der implizierte gesellschaftliche Standard sind cis-gender Heterosexuelle. Das muss man nicht gutfinden, das ist aber ein relativ unstrittiger Fakt.
    Um eine so große Bevölkerung mit sovielen unterschiedlichen Formen und Selbstverständnissen zu händeln muss man allein schon aus Gründen der Effizienz verallgemeinern. Am effizientesten ist die Verallgemeinerung wenn man die vorherrschenden Mehrheiten als Grundlage nimmt. Deshalb zum Beispiel bei Ansprachen ein kurzes treffendes „Meine Damen und Herren“. Würde man, um auch ja niemanden irgendwie zu diskriminieren(oder um so zu wirken) noch jede denkbare Geschlechts- und Gendervariante erwähnen, wäre man auch nach Viertelstunde mit der Begrüßung noch nicht durch. Verallgemeinerungen machen das Verteilen von Informationen auf große Menschenmengen und das Argumentieren einfacher und verständlicher. Es ist aber nicht unbedingt die einfühlsamste Methode.
    Aus dieser gelebten Sprachpraxis implizieren die Verfechter der gendergerechten Sprache, dass durch die Nichtnennung/Nichtbeachtung von Minderheiten diese auch diskriminiert bzw. missachtet werden. Das sehe ich nicht so:

    1. Imho impliziert die Erwartung, dass man grundsätzlich den Standpunkt und alle persöhnlichen Eigenheiten eines jeden, mit dem man kommuniziert, vollständig berücksichtigt etwas, dass kein Mensch bzw. die meisten nicht leisten können. Menschen werden immer achtlose, vorschnelle Dinge sagen und durch unbedachte/unbewusste Respektlosigkeiten Andere verletzen. Man kann sich durchaus wünschen, dass das nicht immer so sein wird, aber ich halte das für eine zutiefst menschliche Eigenheit.
    2. Ich bin davon überzeugt, dass mittlerweile die meisten Menschen(zumindest in diesem Land) toleranter sind, als man es Ihnen zutraut. Das geht zuweilen unter, da intolerante Arschlöcher die Angewohnheit zu haben scheinen sich lauter und ungenierter zu präsentieren.
    Wenn also, der Ottonormalbürger durch den Gebrauch der, aus Tradition gewachsenen, relativ effizienten Sprache jemanden übergeht dann behaupte ich, dass dies entweder aus Achtlosigkeit geschieht(siehe 1.), oder aus Effizienzgründen. Ich bin überzeugt, dass viele Leute, wenn Sie verallgemeinern immer auch Minderheiten und Randgruppen mitdenken und in ihre Überlegungen miteinschließen. Und ich glaube, dass die Gendersprachler den Leuten dieses mitdenken und diese geistige Toleranzhaltung nicht zutrauen.

    Natürlich gibt es in dieser Gesellschaft noch viele Bereiche, in denen die, die von der Norm(ein furchtbarer Begriff, aber mir fällt grad kein besserer ein) abweichen, tatsächlich bewusst ausgegrenzt und diskriminiert werden. Vieles davon ist aus Tradition gewachsen und braucht leider anscheinend mehr Zeit bis es endlich überwunden ist. Aber ich denke man erweist damit der Gleichbehandlung aller, wenn man die Sprache lexikalisch durchfragmentiert und sie unhandlich und auch hässlich macht(subjektives empfinden), einen Bärendienst. Dadurch schaffen wir nur auch verbal unzählige Gruppen die gesondert genannt und definiert werden. Das ist nicht Gleichbehandlung, sondern fein säuberliche Separierung. Mein Ideal wäre, wenn man in dieser Welt als rechtliches und soziales Definierungsmerkmal nur noch eines brauch: menschlich. Der sprachliche Grabenkrieg torpediert das.

    Sorry für den langen Text, die Gedanken gären schon länger in mir. Bin ich zu naiv? Sehe ich vor lauter Privilegien die tatsächliche Dimension der Diskriminierung nicht? Ist mein Faible für Pragmatismus unsensibel? Eure Meinungen würden mich sehr interessieren!

    • Nein, du hast da (zumindest meiner Meinung nach) ziemlich gründlich drüber nachgedacht. Wenn „die Community“ dem nicht zustimmt, muss das nicht wirklich was heißen, denn die sind gesellschaftlich nicht maßgebend (ja, ich weiß, der war pöhse).

      Aber den Text würde ich so stehenlassen. Der ist gut.

  4. Oh man – so viele bretter hab ich garnicht in meiner bude, die ich gerne zum gleichrichten meiner rübe verwenden würde.

    Hey ihr gender–sprach–verbesserer: wendet euch bitte mal etwas zu, was für andere auch wichtig ist – dem leben!

    • Leben reicht nicht, das kann jeder. Es geht darum, gemäss präziser Vorgabe *richtig* zu leben, zu sprechen, zu essen, … Wben wie bei Religionen.

  5. Ich bin mir sehr sicher, dass dir das nicht hilft und würde auch meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass es dich interessiert, aber ich habe ab und an mal das Bedürfnis, mich in einer solchen Weise zu äußern:
    Für mich bist du primär die Person hinter diesem Nicknamen, der anno Tobak auf daujones so lesenswert den Frust in Pixel geformt hat.
    Aus $Gründen ist das Lesenswerte geblieben, weshalb ich hier alle Nase lang vorbeischaue.
    Alles andere ist mir völlig egal, da es nicht zur Bewertung der Lesenswertigkeit beiträgt.
    (Was seltsam klingen mag, betrachtet man die sehr persönlichen Beiträge mitunter, aber den Inhalt beleuchte ich ja auch nicht.)

    Aber vielleicht bin ich ja nur Oldskool…

  6. Bitte schön, Du „privilegiertes cis-weibchen, dass keine Ahnung von den Problemen der LGBT-Community“ hat:

    Tante, was Du geschrieben hast, „wenn ich Schwulen und Lesben“, das in dem Kontext, ist das heute wirklich noch notwendig? Irgendwie neu? Okay, ich habe ja keine Ahnung. Aber gab es hier nicht schon schwierigere Themen in diesem Dunstkreis?

    Wenn das nicht so bescheuert wäre, ich hätte Lust, eine Fete zu machen mit den „verquersten“ irgendwie Orientierungen oder Selbstverständnissen oder Biologie, what ever. Dummerweise würde ich nicht verstehen, wen ich einladen sollte… Reicht ein bischen homosexuell? Oder genderfluid? Oder darf es auch krass sein? Aber „krass“ ist ja auch schon Wertung. Hetos oder bi gehen gar nicht, schon klar. Machen wir es wissenschaftlich. Einen Zoo der Klasseneinteilungen, ein echtes wissenschaftliches „Monsterkabinett“ der Abweichungen.

    Ups. Deshalb steht da „bescheuert“ und diesmal fällt es mir echt schwer, so einen ironischen Vorschlag zu machen. Wer auch immer wie ist, den bitte ich ehrlich um Verzeihung. Auch darum, dass mir sein „wie auch immer“ im Grunde vollkommen egal ist. Sei einfach wie Du bist. Das ist schon schwer genug.

    He, wie wäre es, besser mit einer Fete gegen Diskriminierung? Ja Kids, das dürft ihr jetzt mal zuhause machen.

  7. Du kannst so cis und hetero sei wie du willst, du bist schwer in Ordnung!
    Auch wenn’s vieleicht nicht hierher gehört, meine eigene Mutter ist ein Nazi (sie hasst Homosexuelle, Trans und auch sonst alles was nicht normal ist. Und sie ist für Trump unf will die AfD wählen)
    Lieber die grünen Menschhasser oder die Deutschenhasser als eine Partei die uns in die Gaskammer steckt

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