Ganz genau so

/update: Bitte hört auf, den Truthern zu folgen. Im ernst jetzt. Die sind schlechtes Karma.
/nochn update: Kalkofe ist sauer

Update zu meinem Charlie Hebdo-Artikel.

Ich wollte eine stahlharte Ablehnung des Massakers.

Und hier sind die Reaktionen (danke für die Links, Leute):

Der DITIB hat sich mit sehr deutlichen Worten distanziert.

Dem Zentralrat der Muslime konnte man das Entsetzen an den Formulierungen ziemlich deutlich ansehen.

Die Türkische Gemeinde Deutschland hat die Kinder beim Namen genannt: Verbrecher.

Beide haben kein Wischiwaschi gebracht, sondern genau die Distanzierung, die notwendig ist.

Und dann, die Kirsche auf der Torte. Ich habe den Aufstand der Anständigen gesucht. Die, die für die Freiheitsrechte und die Meinungsfreiheit auf die Straße gehen.

Hier ist er. Und keinen Moment zu früh. Pegida, friss das

Solidarität mit spitzem Stift hat die Zeit eine Sammlung von Karikaturen genannt, von denen ich nicht wenige brillant nennen möchte.

Und ich möchte hinzufügen: Mit spitzer Feder..

Und die Deutschen?

Charles M. Huber, CSU-Bundestags-Abgeordneter, meinte nur trocken: „Da muss sich keiner mehr wundern, wie eine Bewegung wie Pegida entstehen kann“.

Die Polizei fordert Reflexartig weitere Befugnisse zur „Erhöhung der Sicherheit“ und Alice Schwarzer… oooh nein, die heb ich mir für nen eigenen Artikel auf.

Es war ein Anschlag in einem anderen Land, in Frankreich. Und hier sollen die Barrieren hochgefahren werden, solidarisieren sich die Leute plötzlich mit Pegida und alles in allem drehen sie wie gewohnt am Rad.

Manchmal wünsche ich mir, Norweger zu sein. Muss man sich nicht so schämen. Denn DAS ist die einzige Antwort, die es von der Politik auf diese feigen Anschläge geben darf.

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Soziales

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5 thoughts on “Ganz genau so

  1. Na, hat ja nicht lang gedauert bis Hans-Peter „Vorratsdatenspeicherung“ Uhl wieder aus seiner Kiste gesprungen kam wie der Teufel. Sehr schön auch seine subtile Fremdenfeindlichkeit: „Wollen wir wirklich die Daten von Terroristen und Kriminellen schützen, oder wollen wir die Bürger in Deutschland schützen?“ Terroristen und Kriminelle können also für Herrn Uhl offenbar keine Deutschen sein. Bravo, Herr Uhl! Stehen Sie schon auf der Rednerliste für Montag hier in Dresden, wissenschonwo? Mannmann, da kann man schon wieder gar nicht so viel essen…

  2. So erfreulich deutlich die Statements auch ausfallen, in einem Punkt irrt der Zentralrat der Muslime meines Erachtens: dass es in keiner Religion der Welt eine Rechtfertigung für solche Taten gebe. Denn die Todesstrafe für die Verunglimpfung des Propheten und die Anfertigung von Bildnissen ist sehr wohl einwandfrei und zwanglos aus dem Koran und den offiziellen Lehren des Islam abzuleiten und somit zu rechtfertigen.

    Eine schon vor einer Weile veröffentlichte Studie des amerikanischen Pew Center (hier) zeigt zusätzlich sehr deutlich, dass eine erschreckende Anzahl von Moslems in aller Welt überzeugt sind, derartige Gräueltaten seien gerechtfertigt. Man beachte z.B. die Unterstützung für die Sharia (auf S. 15 und 46 der Studie) und die Einstellung der Gläubigen zu körperlichen Strafen wie der Steinigung für Ehebruch (S. 54), zur Todesstrafe für Abtrünnige und Ungläubige (S. 55) und zu Ehrenmorden (S. 89). Wenn also jemand erklärt, Morde wie die von Paris seien unislamisch, gibt es m.E. drei Möglichkeiten: er weiß es entweder nicht besser oder will sich selbst etwas vormachen – oder anderen.

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