Störfälle

Störfälle in AKWs sind bedrohlich. Sie haben das Potenzial zu einem GAU – der Reaktor geht durch und explodiert.

Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima stehen für durchgegangene Reaktoren, die weiträumige Verwüstungen angerichtet und die Umwelt für viele Jahrhunderte unbewohnbar gemacht haben.

Aktuell findet eine Pressekonferenz statt, weil ein Reaktor notabgeschaltet werden musste. Jazenjuk als Regierungschef hält eine Pressekonferenz ab, um zu sagen, dass der Unfall nicht so schlimm war.

Das hab ich zuletzt in Japan so gesehen, als man erklärt hat, dass die Explosionen im Kraftwerk nicht so schlimm waren.

Die Abschaltung erfolgte schnell genug, dass andere Kraftwerke den Ausfall nicht übernehmen konnten. Die Folge: Die Stromversorgung brach in vielen Landesteilen zusammen.

Wenn ich das korrekt sehe (Inschnenjöre mögen mich bestätigen), dann hängt jetzt alles davon ab, ob die Regelstäbe die Kernschmelze unterbrechen konnten und ob die Kühlung weiter funktioniert.

Imho hängt das da in der Ukraine am seidenen Faden, dass wir den vierten Super-GAU bekommen.

Unabhängig davon: Reichts nicht langsam? Kernkraft ist nicht beherrschbar. Die Abfälle sind eine langfristige Belastung.

Hören wir doch auf damit, ja?

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18 thoughts on “Störfälle

  1. Angeblich ist alles in Ordnung. Angeblich war es nur die Elektronik. Angeblich kann man sich nicht erklären, warum das als Notfall deklariert wurde.

    Also alles in Butter. Angeblich. Bis es wieder rummst.

    Mit dem Aufhören stimme ich dir zu – nur müssen die Alternativen erst einmal da sein. Die hat man ja bisher vernächlässigt, weil die Atomkraft ja angeblich so billig ist. Klar, wenn den Abfall dann auch noch mal der Steuerzahler zahlt, wie er bei diesen Dingen sowieso immer die Zeche zahlt.

    Erst geködert mit superbilligem Strom, an dem sich nur die Unternehmer eine goldene Nase verdienen (aufgrund der vielen Subventionen), dann Entsorgung des Abfalls, den der Steuerzahler wieder abdrückt und dann noch mal den sicheren Abriß dieser Kraftwerke, die – wie nicht anders zu erwarten – der Steuerzahler zahlt. Die ach so armen Unternehmen wissen gar nicht wohin mit dem vielen Geld und fangen dann teilweise unter anderem Namen an, in erneuerbare Energien zu investieren.

    Und du als Verbraucher bist dann von denen abhängig. Man sollte genug Geld für ein eigenes Blockheizkraftwerk besitzen. Man, man.

  2. Wenn ich jetzt ein sarkastisches Arschloch wäre würde ich fast sagen das ist der perfekte Zeitpunkt! Wenn der Wind jetzt nordwärts weht hat man die perfekte Strahlenwüste als Puffer um die Konfliktparteien in der Ostukraine zu trennen.

    Aber zum Glück bin ich keins … allerdings kann ich mir bei der Lage durchaus vorstellen das ein paar Idioten sich dachten „hey so ein AKW sabotieren das wärs“ aber das wäre auch eine VT die ich selbst nicht glauben würde.

    Zu einer Notausschaltung kann es auch kommen wenn gewisse Sensoren spinnen / ausfallen es ist zwar alles doppelt und dreifach vorhanden aber wenn ein Kritischer Sensor sagt das was nicht stimmt fährt man lieber mal runter.
    Andererseits les ich bei dem von Fefe verlinkten Artickel was über einen Brand im Reaktorblock, das ist auch hier bei unseren AKW vorgekommen u.a. in Krümmel und Tihange (Belgien) da alles mehrfach vorhanden sein sollte ist der schaden zwar größer aber die Sicherheit sollte trotzdem gegeben sein.

    Trotzdem bin ich für ein abschaffen von AKW nicht nur in Deutschland, die Gefahr im vergleich zum Nutzen ist einfach zu groß.

  3. Sellafield/Windscale ist auch noch ein schönes Beispiel…
    Davon ab, stimme ich Dir zu. Die Technologie ist letztlich offenbar nicht beherrschbar, bzw. die Folgen einer Katastrophe so schwerwiegend, dass das Risiko einfach zu hoch ist. Ich habe irgendwo gelesen, dass selbst bei einer sofortigen (also kurzfristigen) Abschaltung aller deutschen AKWs keine Versorgungsengpässe zu befürchten wären, weil es genug Kohlekraftwerke gibt.

  4. ach was, den ist nur der Brennstab ausgegangen und die Russen Wollen keine neuen auf pump raus rücken.

    Ne Scherz bei Seite was ich schlecht an subventioniertem Strom, das müssen vor allem die Steuerzahler zahlen die die meisten steuern zahlen, also die besser Verdiener.
    Alle normalen Bürger können sich über billigeren Strom freuen der teils von den reichen berappt werden muss.

    😀

    • Wo lebst Du denn?*
      Seit wann müssen Arme keine Steuern zahlen?
      Und wieso ist der subventionierte Strom, trotz sinkender Preise an der Strombörse, für den Endverbraucher in den letzten Jahren immer teurer geworden?

      Also vom billigen Strom, den die reichen berappen kann nicht mal ansatzweise ausgegangen werden.

      *das ist natürlich nur eine rethorische Frage 😀

      • Wo lebst Du denn?
        Seit wann müssen Arme gleich viel Steuern zahlen wie reicht?
        Schon mal was von der Steuerprogression gehört?

        Staatliche Subventionen für Sachen die auch arme kaufen ist eines der letzten Umverteilungsmechanismen von oben nach unten was es in der BRD noch gibt.

        • Also ich habe noch nicht davon gehört, dass der Strom für Ärmere verbilligt wird – eher ist es so, dass besonders energieintensive Betriebe weniger löhnen müssen.
          Die Mehrwert-, Tabak-, Branntwein- oder Mineralölsteuer, um nur einige zu nennen, jedenfalls sind für nicht so wohlhabende ebenfalls nicht geringer. Das einzige, das niegriger ist, nennt sich Einkommenssteuer, wobei diese durch diverse Maßnahmen gesenkt werden kann und wird. Der Einkommenssteuersatz ist übrigens gedeckelt.

          • Schau mal der reale preis der Stromes ist umgekehrt proportional zu der menge an Geld die man selber für die Einkommenssteuer ausgibt.

            Wer die meisten steuern zahl zahlt den meisten teil der Strom Subvention.
            Wer zu wenig Einkommen hat um Einkommenssteuer zahlen zu müssen kriegt den Strom am billigsten.

            Ist doch eigentlich ganz einfach.

            • Dir ist schon klar, dass das Bullshit ist, denn die Ökosteuer z.B. wird mit dem Strompreis erhoben.
              Die Einkommensteuer hat einen Anteil von etwa einem Drittel am gesamten Steueraufkommen.
              Das was Du da anstellst ist ne Milchmädchenrechnung.

  5. Die Ammis haben ja eine sehr praktische Lösung: DU-Munition, ab in selbstgemachte Krisengebiete und schon hat man das Problem im eigenen Land gelöst.
    >Sarkasmus off“<
    Davon abgesehen, meine Schwägerin arbeitet als Umwelt- und Strahlenschützerin am Rückbau von AKW´s mit. Die Kraftwerke der neusten Generation sind schon sehr sicher. Sowas wie Tschernobyl oder Fukushima wäre da nicht passiert. Leider sind die eher selten. Die Alten sind deutlich in der Überzahl. Allerdings bleibt natürlich das Problem des Abfalls.
    Aber mit ausreichend Forschungsgeldern könnte man den Abfall mindestens noch einmal aufbereiten und für eine weitere exothermische Reaktion nutzen. Zwar nicht mehr ganz so effektiv, aber dann entstehen Abfallprodukte, die längst nicht so lange strahlen.

    Gruß,

    Matti12

  6. Es geht nur ums Geld. Solange mit Atomreaktoren viel Geld zu verdienen ist, werden sie auch weiter betrieben werden. Die Gier und die Dummheit der Menschen ist grenzenlos.

  7. Puuh.
    Also rigoroses Abschalten für immer und alle kann ich so nicht unterstützen.

    Zum aktuellen Zeitpunkt wird von der Menschheit doch recht viel Elektrizität verwurstet. Das wird ja in den nächsten Jahren nicht unbedingt weniger auch wenn Stromsparen für den Verbraucher angesagt ist.

    Großabnehmer sind immer noch die Industrie z.B. Metallbetriebe, die würden sicher auch gerne weniger Strom verbrauchen (aka Kosten) aber irgendwie wird Metall sonst nicht so schön warm. Auch die allgemeine Elektrowahn geht ja weiter: immer mehr wird vernetzt und brauch dann auch Strom, Bahnverkehr brauch auch ordentlich Strom und Elektroauto sind auch irgendwann praktikabel.

    Ökostrom ist großflächig relativ instabil (Sonne, Wind und Co.) und wenn mehr Bedarf ist kann man die Sonne nicht zum mehr scheinen zwingen.
    Ebenso brauch es wohl Grundlastbetrieb, die halt immer an sind, sich „kontroliiert“ steigern/senken können und so auch das Netz relativ stabil halten. Wenn das Stromnetz, irgendwann nicht mehr mit seinen 50 Hz zappelt, fangen die Verbraucher (Menschen und Maschinen) an zu zappeln.

    Kohle, Gas und Öl sind ja perspektivisch auch finit und dann die ganze Umweltsauereien durch Abbau und das ganze CO2 was dem Kreislauf wieder zugeführt wird.

    Uran und Co. sind zwar auch finit aber dafür steckt halt ordentlich Power drin. Ist relativ vorhersagbar von der Erzeugung und mit Technik eigentlich „zu beherrschen“.
    Wenn da nicht der Mensch oder die Umwelt wäre, Tschernobyl war wenn ich mich recht entsinne ja durch irgendeinen Test bei dem was vergessen wurde, Fukushima halt lecker Erdbeeren und Tsunami-lite.
    Bei dem menschlichen Versagen kommt natürlich Geiz und Profit hinzu, ach wir bauen die Teile die nicht überschwemmt werden dürfen in Küstennähe, Ausbildung und Sicherheit sind teuer das wird schon.

    Natürlich ist Atommüll ein Problem was nicht geklärt ist.

    Aber weltweiter Verzicht auf Kernkraft ohne Auswirkungen auf den aktuellen Technik-, Komfort-, … -Level ist fraglich.

    Man kann zwar sagen „Ui Deutschland nutzt keine Atomkraftwerke“ dann aber nur weil wir den Strom halt aus den KKWs anderer Länder auch kaufen können.

    Schöne und „sauberer“ Fusionskraftwerke sind ja ebenso wie das Schwinden der Ölvorräte seit 30 Jahren jeweils 30 Jahre in der Zukunft.

    • Du hättest Recht, wenn wir nicht an einem Punkt angelangt wären, wo die Stromerzeugung globalisiert werden muss.

      Die Stromerzeugung mit Solarpanels, also Sonnenkollektoren, bekommt man am besten in der Wüste hin. Stromerzeugung mit Windkraft in Gebieten mit viel Wind. Steppe z.b.

      Das Richtige wäre, den Strombedarf für jeden Kontinent herauszufinden und dann gezielt die Kraftwerke dort aufzubauen, wo sie am besten stehen.

      Für Europa z.b. in den spanischen Wüstengebieten. In der Russischen Steppe. Da, wo hohe Gezeiten sind kann man Gezeitenkraftwerke bauen.

      Der Strom wird dann nach einem Gesamtkonzept europaweit verteilt. Also statt auf nationaler Ebene auf Internationaler Ebene. Funktioniert ja in Ansätzen jetzt schon.

      Gleichzeitig müssen Kleinstproduzenten gefördert werden. Die ihren eigenen Strom erzeugen.

      Energiewende? Ja. Aber das funktioniert nicht im nationalen Alleingang.

      • > Der Strom wird dann nach einem Gesamtkonzept europaweit verteilt.
        > Also statt auf nationaler Ebene auf Internationaler Ebene.
        > Funktioniert ja in Ansätzen jetzt schon.

        Funktioniert eben nicht, weil keienr der Konzerne in die Infrastruktur investiert.

        Das funktioniert nur, wenn man die gesamte Infrastruktur wieder unter (multi-)staatliche Kontrolel stellt und den Konzernen wegnimmt, wegen mir auch enteignen.

    • „aber nur weil wir den Strom halt aus den KKWs anderer Länder auch kaufen können.“

      ist falsch. Wir verkaufen Strom nach Europa, nicht umgekehrt.

      „weltweiter Verzicht auf Kernkraft ohne Auswirkungen auf den aktuellen Technik-, Komfort-, … -Level ist fraglich.“

      Weil? Okay okay, die Frage ist, was Level bedeutet. Ich meine, komfortabel verstrahlt zu werden hat auch was.

      „Schöne und “sauberer” Fusionskraftwerke“

      So ganz hast Du den Energieerhaltungssatz noch nicht verstanden. Energie aus dem Nichts geht wo hin? Na, was wird aufgeheizt? Welches Eis schmilzt und welches Meer steigt an? Wo verdunstet Wasser und wo fällt es nieder? Welche Stürme entstehen und was reißen die nieder? Ich denke, dieses Jahr war das Wärmste überhaupt. Und das Wetter war trotzdem, sagen wir mal: nicht optimal…

      Das mit dem Komfort dürfte mächtig daneben gehen.

      Also ernsthaft, abgesehen davon, dass dieses Endlagerproblem unlösbar ist und deshalb der Verursacher das gar nicht zahlen kann, abgesehen davon, dass AKWs im Störfall potentielle Massenvernichtungswaffen sind:

      Wir müssen den Energieverbrauch drastisch reduzieren. Es gibt auf die Dauer keine andere Möglichkeit.

      • Naja, wir „verkaufen“ Strom nach Europa( vieleicht noch mit einem Basta), stimmt vieleicht im Allgemeinen, aber das ist eine stetes Geben und Nehmen.
        (Siehe: http://www.agora-energiewende.de/service/aktuelle-stromdaten/?tx_agoragraphs_agoragraphs%5BinitialGraph%5D=powerImportExport&tx_agoragraphs_agoragraphs%5Bcontroller%5D=Graph)
        Es ist nicht so das Deutschland vor Strom aus allen Nähten platzt und gar nicht weiß wohin damit.
        Bedarfsabhängig wird auch von da importiert wo halt mehr günstig zu haben ist und wo es auch zum Verbraucher kommt.
        Bspsweise: Bayern wirft mal 10 Alu-Schmelzwerke an und es ist windstill und stark bewölkt, dann wird halt versucht hier konventionelle Kraftwerke hochzufahren oder dann halt tschechischer Strom zugekauft, der kann dann auch wieder lustig nuklear sein.

        Level: Kerzenschein mag ja sehr atmosphärisch sein aber bei wachsender Bevölkerung ist das auch nicht das Wahre. Licht und Strom und Wärme sind schon tolle Sachen ohne Kohlen zu schleppen oder seinen eigenen Ofen haben zu müssen. Auch brauch ja immer mehr Technik dann auch mehr Strom.
        Und wenn der Rest der Welt auch mal mit dem Westen aufholt wollen die auch Licht und moderne Technik und Co. überall haben. Dann auch noch natürlich mit Klimaanlagen die auch ihren Strom brauchen.

        Auch sehe ich die Verteufelung von Kerntechnik auch immer so mit einer Abkehr von Forschungsvorhaben in diesem Bereich. „Atom ist böse und unrentabel, darum lassen wir das liegen und forschen auch nicht mehr mit toter Technologie“.

        Willst du mir jetzt unterstellen ich wünsche mir Energie aus dem Nichts?
        Und schere mich nicht um Energieerhaltung??

        Aber zum Glück wirkt sich ja Kohle, Gas und Öl auch nicht aufs Klima aus….

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