Web“design“

Ähem.

Groß angekündigter CARTA relaunch. Übersichtlicher sollte das Design werden. Nicht mehr so „überladen“, „professioneller“.

Heute ist der Relaunch da.

Und das, liebe Kinder, kommt heraus, wenn man den Praktikanten mit einem Bonobo in den Keller sperrt.

Nich tun.

Gut, „Relaunch“ ist nicht zwingend immer besser. Das hat schon die Friedrich-Ebert-Stiftung bewiesen, mit dem fatalen „Relaunch“ von „sagwas.net“.

Aber was CARTA da gerade, ähem NICHT mehr bietet….ganz ehrlich.

Ich mach die Seite auf, und bekomme Augenschmerzen, weil der Artikel, der gerade „gefeatured“ wird, wie die von Omma geschwungene Bratpfanne daherkommt. Das erschlägt einen sofort und dermaßen übel…

Macht man die Artikel auf, fällt einem das Missverhältnis zwischen den Schriftartengrößen auf. Der Text ist so dermaßen klein und im Fließtext, dass ich KEINE LUST habe, mir auch nur einen einzigen Artikel anzugucken. Der Anreißertext ist offensichtlich von Amateuren zusammengezimmert – ich kenne das in der Form von CARTA nicht.

Die Optik wirkt kahl, lieblos, dahingerotzt.

Spätestens jetzt kann selbst ich Robin Meyer-Lucht im Grab rotieren sehen.

Schade um ein Portal, wo gute Leute Lebenszeit und Herzblut letztendlich offiziell verschwendet haben. Empfehlen kann ich DAS CARTA nicht mehr. Fliegt auch sofort aus meiner Blogroll.

Disclaimer:

Das *mein* Webseiten-Design nicht annähernd professionell ist, weiß ich selbst. Aber das solls auch gar nicht sein. Die Grabbelkiste ist meine persönliche Spielwiese, das Design hab ich mit Hilfe von einigen Lesern weitgehend selbst geschraubt, die Bilder hab ich von Tom bekommen.

Das ist kein professioneller Anspruch. Und wenn ich den haben wollte, müsste ich hier anders vorgehen – was ich nicht möchte. Ich mag mein Blog so wie es ist.

Aber CARTA will eindeutig mehr. Und versagt dabei gerade kläglich menschlich, professionell und leider auch journalistisch.

 

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4 thoughts on “Web“design“

  1. Hmmm – nicht wesentlich liebloser hingerotzt, als Dein Blog…

    *portalnachsonstwohinstelltundsichwechportiert*

    • Schlecht bei der NY times geklaut. Kein Farbe und kein Spiel mit Formen .. ich finde es nur Trist. Wenn man das Blogformat behalten wollte dann sollte man sich bei Boingboing eine Scheibe abschneiden (minus das Artickelranking) und einen Infinityscroll einbauen. Ich finde das Müllautoorange ist falsch gewählt, das macht das ganze etwas Aggressive. Ein türkis hätte ich akzeptieren können .. wenn es mehr genutzt würde. Und Farbphotos, selbst Tom der Undertaker hat ja mehr Farbe und er Hat einen BESTATTERBLOG.

  2. Nicht nur das Design – auch die Technik scheint denen nicht so recht zu liegen. Jedenfalls konnte ich keinen Kommentar veröffentlichen. Falls eine Ansprechpartner-Email-Adresse existiert, haben sie dieser erfolgreich vor mir versteckt.

    Liebe Tante Jay, ich missbrauche jetzt deine Kommentarseite für eine Kritik, die an die Gestalter von Charta gerichtet ist:

    Liebe Webseiten-Gestalter,

    dass sich der Teaser vom Fließtext typografisch abhebt, ist richtig. Dass der typografische Kontrast über die Schriftgröße erfolgt, ist falsch! Er verletzt auf schädliche Weise Gewohnheiten des Lesers, den ihr ansprechen wollt.

    Darüber hinaus ist die zusätzliche, zu kleine, Schriftgröße des Fließtextes nicht nur ein Kopfschmerzen induzierendes Ärgernis. Sondern es erhöht auch die Zahl der Schriftgrade auf der Webseite um Eins. Was von dieser Eins zu halten ist, dazu befragen Sie einen beliebigen kompetenten Typografen.

    Gruß Wolf-Dieter Busch

    Danke für die Gelegenheit, Tante Jay.

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