Point of no return

Klimaskeptiker sind ja immer schnell dabei, Forschungsergebnisse zu derailen und als „Unfug“ zu deklassieren.

Ich finde, wir sollten die alle in Küstenstädte zwangsumsiedeln.

Oder besser, so viele sinds ja nicht: Alle auf eine Insel stellen. Die nennen wir dann Atlantis West.

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Soziales

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14 thoughts on “Point of no return

  1. Dieser Bericht gibt den Klimaskeptikern auf paradoxe Weise Recht. Zwar nicht inhaltlich, aber in der Konsequenz. Denn wenn es sowieso unumkehrbar ist – wie der Bericht darlegt – warum sich dann sinnlos dagegen stemmen?

    Ich wäre jedenfalls nicht erstaunt, das demnächst so zu lesen. Von jenen, die die Erwärmung bisher für Gotteslästerung hielten.

  2. Wenn du alle wohlverdienten Kandidaten für solch eine Urlaubsinsel in einem Abwasch drauf packen willst, dann muss die schon ein wenig mehr Platz haben als Du skizzierst. Denn davon gibt derzeit massenhaft und man hat das Gefühl, es werden täglich mehr.

    • Werden notfalls gestapelt und wenn die Insel überspült wird, isses eh egal; muss nur weit genug vom Festland wech sein, sonst kommen die womöglich zurück…

  3. Verständnisfrage:

    Warum soll der Meeresspiegel steigen, wenn das Eis schmilzt, welches die Antarktis bildet?

    Ein Eiswürfel verdrängt seine eigene Masse an Wasser, in dem er schwimmt, weshalb auch kein Cocktailglas überläuft, wenn es zu lange in der Sonne steht.

    Ob sich das Wasser nun in flüssigem oder festem Zustand im „Weltozean“ befindet, ändert deshalb m. E. nichts am Meeresspiegel.

    Kann mir das jemand erklären?

    • Unter dem Eis der Antarktis befindet sich Land, das Eis schwimmt also zunächst nicht.
      Das Eis der Arktis schwimmt, da wäre (fast) egal.

    • Es schwimmt nur ein Teil und nur der kleinste Teil des antarktischen Eises, der Rest leigt bzw gleitet auf der darunterligenden Landmasse und verdrängt, solnage er da liegt kein Wasser. Wenn dieser Teil jedoch beschleunigt durch das Abschmelzen es bereits dem Wasser aufleigenden Teils in Richtung See gleitet, schwinmmt auch dieser Teil und verdrängt Wasser. Dass gleche Problem ergibt sich beim Grönlandeis. Es ist nicht nur das Wasser der abschmelzenden Gletscher, was problemtatisch werden wird, sindern auch die riesigen Eismassen die noch auf dem Land liegen, aber irgendwann und zwar mit zunehmender Geschwindikeit im Meer landen werden.

  4. @Kinki:

    Es handelt sich hierbei um die ANTarktis, im Gegensatzu zur Arktis (ohne ANT-), wo das Eis im Wasser schwimmt, befindet sich hier eine Landmasse drunter. Das heißt, alles Wasser, das als Eis in der Antarktis gebunden ist, kommt zusätzlich in die Ozeane. Da die Antarktis einen recht großen Eisschild hat(te), reicht das aus für katastrophale Überschwemmungen. Und davor wurde schon Jahrzehnte gewarnt.

  5. Wasser besitzt bei 4°C seine geringste Ausdehnung, wird es wärmer, dehnt es sich aus, nimmt also mehr Raum ein.

    • Nisha, das ist zwar richtig, aber Eis hat naturgemäß weniger als 4°C, hat also wieder ein geringeres Volumen als Wasser bei 4°C. Karls Erklärung trifft es richtig. Zudem sind die Eismassen, die auf der Antarktis liegen, das Ergebnis von Niederschlägen, dort sind also große Wassermengen aus der Atmosphäre quasi gebunden. Diese Mengen kehren nun in den Kreislauf zurück. Bei größerer Wassermenge wird nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die Regenmengen steigen. Das machts nicht besser. Angesichts der Hochwasserereignisse alleine in Deutschland in den letzten 20 Jahren sind das alles andere als beruhigende Aussichten… Es sind ja dann eben nicht „nur“ die Küstenregionen betroffen.

  6. Mich irritiert das Wort höchstwahrscheinlich. Ich bin mir sicher, dass sich der Mensch höchstwahrscheinlich überschätzt ; -)

  7. Vor 120000 Jahren war das Eis schon mal geschmolzen. Ist das also ein Zyklus den wir garnicht aufhalten können?

  8. > Nisha, das ist zwar richtig, aber Eis hat naturgemäß weniger als 4°C, hat also wieder ein geringeres Volumen als Wasser bei 4°C.

    Falsch, größeres Volumen (bei gleicher Masse natürlich). Sonst würde es nicht auf dem Wasser schwimmen, sondern untergehen.

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