Worthless and bigotry

A woman claims that she has THE cure and prevention for Ebola. Because, you know, those two cases in the high security quarantaine for sure will wipe out the US if you are not bracing yourself.

So, she discovered the solution, big Pharma failed to provide. Homeopathy. A powerful remedy who will heal all Ebola cases.

A pity that she didn’t show my comment. Because, you know, somebody who is that full with knowledge surely will ship himself to Africa to heal all those Ebola patients. The doctors and nurses who are risking their lives are already at their limits and so they will appreciate every helping hand.

This is my comment, she didn’t show:

Tante Jay says:
Your comment is awaiting moderation.
August 9, 2014 at 6:07 am

Hey Joette,

I assume that you will now fly to Africa and work in the hospital to heal all the Ebola-patients?
Reply

And since she gets a pingback I really know that she WILL see this entry and hopefully it will embarrass her enough to take her own disgusting article down.

But it’s a thin hope. Most homeopaths are cruel and reckless bastards who care only for their own wallet but not for the wellbeing of those they sent to a painful death by giving water and sugar pills.

*********

Kurz nochmal auf deutsch, mit ein bisschen mehr Hintergrund-Infos.

Big Pharma hat ja keine Antwort auf die Ebola-Fälle die gerade in Afrika ausgebrochen ist. Ebola ist ein Virus, Antibiotika helfen da nicht. Derzeit ist nur eine symptomatische Behandlung möglich, die aber gut funktioniert, wenn die Umgebung stimmt.

Was in Afrika nicht der Fall ist. Quarantäne wird nicht eingehalten – die Verwandten holen die Erkrankten teils mit Gewalt aus den Isolierstationen heraus, um sie zu Hause zu pflegen. So gehen ganze Dörfer drauf. Isolierung der Kranken in den Buschkrankenhäusern ist auch so eine Sache. Funktioniert nicht wirklich.

Hinzu kommt der mangelhafte Bildungsstand der Leute die in den Gebieten wohnen. Teilweise glauben die nicht, dass Ebola überhaupt existiert, und wenn, dass das schon nicht so schlimm ist. Und den Krankenhäusern und den westlich ausgebildeten Medizinern wird weniger getraut als dem dorfeigenen Hexenpriester. Diese Gebiete sind noch fast in der Steinzeit, was Mentalität und Traditionen angeht.

Aber gut, dass wir Homöopathen haben. Die haben die Antwort. Der Link oben führt auf einen Artikel einer Homöopathin, die bestimmte „Medizinen“ bei Ebola-Erkrankungen empfiehlt. Sehr wahrscheinlich wird demnächst auch ein einfacher Durchfall als eine Ebola-Erkrankung, die durch Homöopathie geheilt wurde, ausgegeben. Eine Ebola-Erkrankung, die durch einen Outbreak aus dem Hochsicherheitstrakt des Klinikums, wo die beiden Ebola-Fälle liegen, verursacht wurden.

Ich hab die Autorin gefragt, ob sie denn wohl jetzt nach Afrika fliegt, um mit ihrer Homöopathie den Menschen dort Erleichterung und Heilung zu bringen. Denn die Ärzte und das Pflegepersonal arbeiten dort bereits übers Limit hinaus. Wie immer bei Seuchen. Ein helfend Händchen, dass zudem noch Heilung bringen kann, wäre dort sicher gern gesehen.

Ich mach, glaube ich, was falsch. Irgendwie wird mein Kommentar nicht freigeschaltet. Darum kassiert sie jetzt hier einen Pingback. 😉

 

Send to Kindle
Soziales

Flattr this!

11 thoughts on “Worthless and bigotry

  1. Autch! Auntie on warpath – seek quickly cover!

    Without jokes: You’re [unfortunately] right. It would be a great thing, if this sugar-water-whatEverThing would work in the descripted way.

    But so? So many people set there last hope on this shit and croak in the worst way on cancer or other seriously sicknesses… So I’ve to say to you, Joette: Move your damn ass to Africa and help these people, when you really able to cure Ebola! Or shut the f*ck off and keep silence…

    And the other homeopathics in addition, too…

    Friend of mine has a dying mother and set his hopes on this bull shit and nobody can discuss this out of him…

  2. An Malaria sterben pro Jahr mehr als 1 MIO Menschen. An Ebola bislang seit dem ersten auftreten ein paar Tausend. Wenn man liest wie oft Ebola in der Presse erwähnt wird scheint das Verhältnis anders rum zu sein. Nicht das mich jemand falsch versteht. Ebola und Malaria sind beide Mist.

      • Und es bräuchte drastische klimatische Veränderungen, damit Malaria nach Europa kommt. Wir wissen, dass sich Malaria kaum ausbreiten kann. Und ist ja zwischen Mensch und Mensch nur durch Blutspenden ansteckend.

        Während Ebola noch die Krankheit ist, die aus dem schwarzen, dunklen, unbekannten, bedrohlichen Teil Afrikas zu uns kommen *könnte*, vorausgesetzt man setzt die Hygienestandards bei der Krankenpflege viel tiefer an…

      • Aber tot ist tot. Egal ob dies oder weniger fies. Wie gesagt. Ebola bis letztes Jahr 2500 Tote. Malaria jedes Jahr eine Mio. Aber Ebola ist spektakulär genug um in den Medien zu sein.

  3. Es gibt noch mehrere andere Infektionskrankheiten, die hier bei uns ausgerottet sind, aber in Afrika und Asien immer wieder Opfer fordern, egal ob Pocken, Pest, Cholera oder sonst was. Ganz zu schweigen von Leuten, die schlicht verhungern. Ebola wird auch deswegen so gehyped, weil es scheinbar eine extrem hohe Letalität hat, was aber offenbar von den Umgebungsbedingungen der Pflege mit abhängt. Die anderen Infektionskrankheiten hat man in Europa mehr oder weniger im Griff, aber Ebola ist „neu“, deswegen kann man so gut eine Geschichte davon machen – binnen kurzer Zeit sterben viele Menschen. Ist ja so: Zu Hause reicht ein ungewöhnlicher Todesfall für ne Meldung, in Deutschland müssen es dann schon mehrere bis dutzende sein, im Rest Europas fängt man bei dutzenden erst an, und im Rest der Welt müssen sie sterben wie die Fliegen, und das binnen Tagen, damit es eine Nachricht wird. Afrika ist für Europa und die USA gut genug, um massenhaft Waffen zu kaufen, aber Geld für Gesundheitsversorgung ist offenbar kein Thema – gibt ja genug Neger, wenn die zu hunderten krepieren, störts ja keinen. (Disclaimer: der letzte Satz ist zynische Ironie, jedenfalls von mir.)

    Was die Hygienestandards angeht: Da könnte man jetzt wieder einen bösen Kommentar zu privatisierten Krankenhäusern in Deutschland abgeben, aber das wäre nicht angemessen. Dazwischhen liegen Welten.

    • „Ebola wird auch deswegen so gehyped, weil es scheinbar eine extrem hohe Letalität hat, was aber offenbar von den Umgebungsbedingungen der Pflege mit abhängt. “

      Da hätteich dann gern mal eine Quelle zu.

      Die Letalität hat wenig mit der Infektionsrate zu tun und auch nicht unbedingt mit den Pflegebedingungen. Wenn es keine kausale Therapie gibt, sind die im wesentlichen sekundär. Der Stamm der derzeitigen Epidemie ist extrem aggressiv. Hinzu kommt, dass es auch keine wirklich vernünftige symptomatische Therapie gibt. Man kann nur versuchen die Betroffenen gut hydriert zu halten und ansonsten im wesentlichen darauf hffen, dass sie nicht verbluten oder es zum Mulitorganversagen kommt. Die Chancen eine Infektion mit dem derzeitgen Keim unter den hiesigen Bedinungen zu überleben, sind zwar vermutlich etwas höher als in den derzeit betroffenen Ländern, aber mit Sicherheit nicht besonders gut.

      Und mal ganz allgemein: Die infektionsrate ist vor allem so hoch, weil die Betroffenen so wenig aufgeklärt sind. Und dazu trägt tragischerweise genau so etwas, wie diese elende Homöopahtengeschichte bei. Die hygiensichen Bedingungen in den *Behandlungszentren* sind zwar nicht mit denen in unseren Kliniken vergleichbar, abar das sind auch nicht irgendwelche dreckigen Hütten, in denen Patienten mit bloßen Händen angefasst werden. Das medizinische Personal schützt sich schon recht aufwändig. Aber die Infektionsrate bei eben diesem Personal ist bedenklich hoch, und das unterscheidet Ebola, insbesondere diesen Ausbruch, schon deutlich von anderen Infektionskrankheiten.

      Vergleiche mit der Grippe hinsichtlich Opferzahlen sind da alles andere als angebracht. Auch und vor allem, was Zahlen betrifft. Damit Vergleiche anzustellen ist IMMER ein perfides Spiel. Bei solchen Vergleichen, was z.B. Tote in irgenwelchen Konflikten betrifft, regt sich auch berechtigerweise immer sofort der Widerstand. Nur in diesem Falle stellen die selben Leute eben solche Vergleiche an. Man könnte jetzt zynisch entgegnen, dass der Hype um AIDS bei uns doch auch völlig unangebracht sei, weil die Anzahl der Toten und die Inzidenz von gut 3000 Fällen im Jahr sie hierzulande ganz eindeutig zu einer seltenen Krankheit macht. Auch DAS ist ganz sicher völlig unangebracht.

      Die Berichterstattung über Ebola ist ohne Frage ziemlich fragwürdig. Aber das ist sie auch bei anderen Krankheiten und eher die Regel als die Ausnahme.

      Sicher ist, dass hier erstmal überhaupt kein Grund zur Panik besteht. Aber wenn hier die ersten Fälle auftreten, ist das ganz sicher ein Grund SEHR wachsam zu sein und keineswegs harmlos. Auch in „zivilisierten“ Gesellschaften kann sich eine solche Infektion sehr schnell ausbereiten, wenn man einige wenige Betroffene nur lang genug übersieht. Hier sind zwar die hygienischen Bedingungen besser und ein Teil der Bevölkerung, aber beileibe nicht die Mehrheit, aufgeklärter als in Westafrika, aber hier sind die Leute auch viel mobiler, und auch hier gibt es Prallelgesellschaften, die teilweise nur schwer errechbar sind.

bestellt folgenden Kaffee