Die Tragödie in Gaza

Ich kann nicht gut in Worte fassen, was ich zum Thema Gaza sagen will. Zuviel ist passiert, aufzulösen ist der Konflikt nicht mehr.

Und klar ist auch: Die Schuldfrage stellen – außer vielleicht im aktuellen Konflikt – hilft nicht weiter.

Wer es aber gut in Worte fassen kann und es getan hat, ist Misha Anouk vom Blog indub.io. Und es ist gut getan.

Mit einer Ergänzung meinerseits.

Die Schuldfrage hat seit 60 Jahren nicht weitergeführt. Die beiden von Misha angeführten Punkte sind die Grundbedingung für Frieden.

Und der muss, für mindestens 10 Jahre, von einer Blauhelmmission abgesichert werden, die ihren Namen zu Recht trägt.

Diese Blauhelmmission muss die Streithähne trennen, die UN muss die Rahmenbedingungen für einen unabhängigen palästinensischen Staat schaffen und für Israels Sicherheit garantieren UND die Wasserrechte aufteilen. Denn um die geht es in dem Konflikt eigentlich. Gaza ist eine Wüste. Wasser ist dort wichtiger als Gold.

So. Und wer erklärt das jetzt Ban-Ki Moon?

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Soziales

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5 thoughts on “Die Tragödie in Gaza

  1. Ich fürchte, es ist nicht nur an Ban-Ki Moon, hier eine entsprechende Mission zu starten. Solche Interventionen sind von einem Beschluss des Weltsicherheitsrates abhängig und zudem müssen die betroffenen Parteien diesen zustimmen. Beides ist ungefähr so wahrscheinlich wie Schnee im Juli – in der Sahara. Es gibt auf beiden Seiten anscheinend genug Kräfte, die eine Fortsetzung des Konfliktes wollen. Die UN ist – politisch gewollt – ein zahnloser Tiger.

    Ansonsten sehe ich das auch so: die Schuldfrage bringt nichts, ein Aufrechnen der Toten und des Leids sowieso nicht.

  2. Ein Staat, der aus dem Grauen des Holocaust und ähnlicher Tragödien entstand.
    Ein Staat, einem Volk endlich eine Heimat zu bieten…
    Ein Staat, der seit dessen Vernichtung durch Babylon immer in der Sehnsucht deses Volkes lag…
    „Next Year in Jerusalem“ ist der traditionelle Wunsch beim Pesach (Passah)…

    Wir haben es bei diesem Konflikt, neben der menschlichen Tragödie, leider auch mit einem Mindsetting in den „semitischen“ Völkern zu tun, das eine Lösung nahezu verhindert: „Wer hat die dicksten Eier in der Hose‽“ Gib im Nahen Osten nur einen Zentimeter nach und du giltst als feige und geradezu „weibisch“. Und jedesmal, wenn fast ein Friedensvertrag zustande gekommen wäre – kommt irgend ein Idiot um die Ecke. Hier sei an Jitzchak Rabins durch einen jüdischen Landsmann erinnert…

    „Roof knocking“ – das heißt es in der Realität: https://www.youtube.com/watch?v=waSPsI9-ge8#t=275 Erst eine SMS, dann eine „kleine“ Rakete und dann 2 Bomben, die Hausrat und u. U. die Leichen auf der Straße verteilen… Und wenn das in der Nacht oder in der Mittagsruhe passiert, sind Tote unvermeidlich…

    Gegenseite: https://www.youtube.com/watch?v=xrCkc1140Vk (Englisch!) Das Leben in Sderot, einer israelischen Stadt direkt an der Grenze zu Gaza…

    Ich weiß nicht, was ich schlimmer empfinden soll. Oder über was ich mehr weinen soll…

    • Anmerkung zum Roof-Knoking-Video:
      Das Video scheint NICHT die Realzeit wiederzugeben. Wenn Google mit der Übersetzung des arabischen Begleittextes recht hat, war der Zeitablauf wie folgt:
      t-20 min. = Anruf auf dem Handy des Hausbesitzers
      t-5 min = Einschlag der „Vorwarnrakete“
      t-0 min = Einschlag der 2 großen Raketen.

      Das Video ist geschickt geschnitten und wird dann im englischsprachigen Kontext als Realzeit-Video massenweise wiedergegeben unter dem Suchbegriff „Roof knocking“.

      Aber egal wie die Historie zu diesem Konflikt ist, sowohl die Raketen aus dem Gaza-Streifen, als auch die Dachklopfaktion der IDF – wenn es nicht endet, wird sich die Gewaltspirale noch schneller drehen. Ich wage es fast nicht zu denken, aber wenn den Israelis wirklich die Geduld reißt und die da ein paar Napalm-Bomben reinschmeißen…

      /me schüttelt sich bei dem Gedanken

  3. Pingback: Tante Jay und die Tragödie in Gaza | König von Haunstetten

  4. Weinen, ja, über die Toten auf beiden Seiten!

    Weinen, ja, über die Sturköpfigkeit auf beiden Seiten!

    Weinen, ja, über den jeden Tag neu gesäten Hass auf beiden Seiten!

    Wut, über die Unverständnis und den Nicht-Willen für Frieden!

    Der Weltsicherheitsrat, ich weiß nicht, ob der überhaupt Willens ist hier einzugreifen ……. gibt es hier Ressourcen, die für die „Welt“ wichtig genug sind *Sarkasmus off*

    Aber ja, hier kann nur Frieden geschaffen werden, in dem BEIDE Völker entwaffnet werden und langsam am Frieden gearbeitet wird. Das wird mehr als 100 Jahre dauern. Denn zusätzlich zum gesäten Hass kommt hier die „gegensätzliche“ Religion ins Soiel. „Ruhiger“ könnte es erst werden, wenn die „Altvorderen“ der Politik in beiden Ländern hier nichts mehr zu sagen haben. Denn deren beider Hass geht tief!

    Mir schaudert vor dem, was im Nahen Osten auf uns „lauert“, während unsere „Weltmächte“ sich um Ressourcen auf den nördlichen Kontinenten „prügeln“.

    Was man hier benötigt ist an Mahatma Ghandi und ein Nelson Mandela, die mit viel Geduld den Hass aus beiden Völkern tilgen.

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