Der künstliche ESC-Skandal

Jedes Jahr hat der ESC auch den programmäßigen Eklat. Ein Sänger, der irgendwie ganz doll schlimm ist. Lena wars mal, weil sie so böse zu dem Wetten, dass…?-Erfinder Frank Elstner war.

Dieses Jahr ist es Conchita Wurst.

Und schwupps bricht alles raus, was irgendwie an Homophobie und Transgenderophobie und Dragqueenophobie vorhanden ist.

Ieeeeeeh, ein Mann, der sich anzieht wie ne Frau und nen Bart trägt. Pfui Deibel, so ein Schwein.

Och kommts Leute, kriegt euch wieder ein. Das wird eine der schillernderen Figuren auf dem ESC sein. Und da ist schon Guildo Horn aufgetreten – der ESC wirds überleben.

Dass die Russen bei einem offen schwulen Sänger in Frauenklamotten Amok laufen, war bei deren pathologischer Homophobie doch absehbar. Ich fürchte, die Russen wird man auch nicht mehr ändern – die EU sollte mal einmal was gescheites machen und ein automatisches Asylrecht für russische Schwule, Lesben und transgender etablieren. Verdient hätten sies.

Das gilt übrigens auch für Lukaschenkos Weißrussland, dass sogar eine Petition gestartet hat, weil der „schwule Lebensstil nicht in die weißrussische Gesellschaft passt“ – okay, kein Problem: Weißrussische Sänger müssen jetzt nicht zwingend teilnehmen. Wirklich nicht. Wenns euch nicht passt, bleibt doch draußen.

Man muss den Jungs und Mädels da drüben übrigens noch mal Nachhilfe geben. Die haben Homosexualität mit Sodomie gleichgesetzt und sich buchstäblich zum Affen gemacht.

*seufz*

Leute, isses denn so schwer: Was gehen euch die Sexpraktiken euch fremder Menschen an? Bleibt aus dem Schlafzimmer raus, ihr werdet ja auch nicht gefragt, ob ihr lieber Hündchen oder Mönch mögt.

Lasst Conchita Wurst doch Conchita Wurst sein. Freut euch auf einen schillernden Auftritt und wischt euch den Schaum vorm Mund ab. Die Welt wird sich weiterdrehen, auch mit bärtiger Dragqueen beim ESC.

Achsoja: Ulf? Oliver? Seid ihr noch im Boot? Sorry, ich war hier bis über die Nasenspitze dicht und konnte mich nicht drum kümmern 🙁

 

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Soziales

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7 thoughts on “Der künstliche ESC-Skandal

    • Ich freu mich drauf 🙂 hab jetzt ordentlich Internet. Kamera und Mikro fehlen mir leider noch.

      Ich bin gespannt was Conchita anziehen wird. Sie hat im Interview gesagt das sie gern ein modisch schickes Kleid tragen will und keine Showfummel wie z.B. Olivia Jones (Olivia wenn du das liest: Ich liebe deine Schow-fummel).

      Generell würde ich mir eine buntere Mischung beim Contest wünschen – Personel und Musikalisch.

      SWR3 hat vor ein paar Wochen mal ein paar andere Elaisa Songs gebracht … wir habens in der Werkstatt gehört (SWR3 kleinster gemeinsamer Nenner hier) und fanden das die Mädels durchaus was drauf haben aber man irgendwie den schlechtesten Song gewählt hat für den Contest.

      Der Ukraine Konflikt …. *hust* Krieg *hust* … und die Homophoben aussagen werden sicher bei der Show auch ein Thema werden. Zumindest denke ich das die Moderatoren darauf eingehen werden.

  1. Yeah… geschafft… tom und conchita sind im Finale… und es interessiert mich das erste mal seit den Haserln mit den zarten Naserln wieder wie Österreich beim ESC abschneidet…
    Ich würd ja gerne hören und lesen was all die Homophoben Empörer sagen würden wenn sie gewinnt… insbesondere die meiner Landsleute… wären die dann auf einmal doch stolz auf sie?
    Nur so für die die ohne den österr. Kommentar bei der Übertragung heute leben mussten: „Schon wieder Männer in Röcken, aber bei dennen regt sich keiner auf.“ nach dem Beitrag von Irland. *lach*

  2. „Und schwupps bricht alles raus, was irgendwie an Homophobie und Transgenderophobie und Dragqueenophobie vorhanden ist.“
    Was, wenn sie am Ende gewinnt? Ich freu mich jetzt schon auf das nächste Treffen der Familie meines Freundes.^^

  3. Pingback: Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

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