Weltfrauentag die zweite

Sonst wäre der Text zu lange geworden.

Das, was ich eben geschrieben habe, galt eindeutig für unsere Welt hier. Für unser Leben. Doch es gibt Länder, in denen sieht es fundamental anders aus.

Indien ist inzwischen weithin dafür bekannt, dass aus irgendeinem Grund dort die Männer die Vergewaltigung als Hobby entdeckt haben. Es gibt ja nicht nur den Fall dieses armen Mädchens, dass da im Dezember so schlimm vergewaltigt wurde. Irgendwann flatterte die Meldung über den Ticker, dass eine zehnjährige vergewaltigt wurde. Und als sie das anzeigen wollte, landete sie im Gefängnis.

Die Vergewaltigung ist die schnellste und effektivste Methode, um einen Menschen zu brechen. Das gilt besonders in Krisengebieten, daher sind Vergewaltigungen auch immer Teil von kriegerischen Auseinandersetzungen.

Doch wenn man in Länder der Dritten Welt guckt oder auch der zweiten: Es gibt vielfältige Unterdrückungsformen und -mechanismen, um Frauen künstlich klein zu halten.
Malala Yousafzai wurde beinahe erschossen, weil sie für das Recht kämpfte, eine Schulbildung zu erhalten.

Rechte wie das Recht auf Bildung, das Recht auf die Unversehrtheit des Körpers, das Recht auf Freizügigkeit und Meinungsfreiheit – das alles sind Rechte, die in Ländern mit signifikanten Entwicklungsrückständen bei den Menschenrechten, wie zum Beispiel Somalia, Iran, Nordkorea oder den USA, nur dann gelten, wenn du auch die Macht und das Geld hast, diese Rechte zu verteidigen.

Wir müssen anfangen, diese Rechte allen zuzugestehen. Ungeachtet ihres Geschlechts, ihres Alters oder ihrer Herkunft oder ihrer Sexualität.

In Deutschland. In Indien. In den USA. In Russland und in der Ukraine. In Syrien, im Iran, in Uganda und Nigeria.

Überall. Denn niemand sollte fürchten, wegen Eigenschaften schwer verletzt oder getötet zu werden, für die er nichts kann.

Weil er damit geboren wird.

 

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Soziales

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2 thoughts on “Weltfrauentag die zweite

  1. Leider erleben wir derzeit eine Rolle rückwärts in vielerlei Hinsicht. Knallharte ökonomische Ausbeutung aller Ressourcen erlaubt keine sozialen Verbesserungen. Und da trifft es zuerst die Schwachen, und das sind die Frauen.

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