Das Tablett

Tjoooo. Ich war ja schwer sparsam und konnte leider trotzdem nicht abnehmen *seufz* egal. 😉

Aber dank meiner Sparauflagen hatte ich zuletzt genug Geld zusammen, um mir entweder ein Laptop (gebraucht) oder ein Tablet (neu) zuzulegen. Budget waren maximal 200 Euro (eigentlich nur 150, aber das hab ich dann wieder wettgemacht).

Die Laptops die ich mir bei ebay angeguckt habe, waren alle nix. Echt.

„Streifen am Display“, „herausgebrochene Vorderfront“, „funktionsfähig aber ohne Festplatte“, „kein Arbeitsspeicher“, „funktioniert hervorragend, aber eins der Scharniere ist gebrochen…*laber*“ – die paar guten, die dazwischen waren, gingen für Preise jenseits von gut und böse weg.

Mein Favorit: ein Win2000-Laptop von IBM, knapp 15 Jahre alt für den sportlichen Sofortkaufpreis von 300 Euro (Neupreis 1500 „Euro“ – eher D-Mark).

War nix. Die ganzen refurbished-Anbieter waren auch jenseits meiner Preis-/Leistungsvorstellungen, also gucken wir doch mal nach Tablet-PCs.

Bei Amazon bin ich dann mal vorstellig geworden und hab mich so durch die Tablets geklickt. Android war recht schnell klar als Betriebssystem. Größe? Mhm. 7″ – zu klein. 8″…konnt man schon mit leben. Lass doch mal Spaßeshalber bei den 10″ kucken.

Ich bin dann fix auf das Odys Noon gekommen. Die Reviews sahen gut aus, mein persönlicher Kummerkasten meinte, das wär kein schlechtes – noja. Versuchen wirs.

Das kam dann auch passend an. Ausgepackt und erstmal von der Verpackung beeindruckt gewesen. Schick. Das Tablet selbst ist kein Leichtgewicht, es liegt aber zumindest bei mir gut in der Hand, auch ohne Schutzhülle, die ich aber dringend empfehlen würde (wird wahrscheinlich mein Geburtstagsgeschenk *g*).

Einloggen ins heimische W-LAN war nur deshalb ein Problem, weil ich – natürlich – die Passcodes vergessen hatte. Guten Morgen Tante Jay. Jemand zu Hause? Okay, alles resettet, neu eingerichtet, gemerkt, dass admin nicht gleich Admin ist und alles war gut.

Die Installation von Apps kennt jeder, der bereits mit Tablets gearbeitet hat. Ist aus dem Playstore heraus einfach. Odys selbst bietet noch einen zusätzlichen Store an, der aber a)teuer und b)dünn besiedelt ist.

Die Auslieferungssprache war englisch, kann aber sehr einfach in den Einstellungen umgestellt werden. Das Sprachpaket wird notfalls runtergeladen und schon hat man das Tablet in der Muttersprache. Das Display reagiert ab und an was träge, was das Starten der Apps betrifft, aber irgendwas ist ja immer.

Der Hauptgrund, warum ich mir ein kleines Teil anschaffen wollte, war, dass ich endlich auch mal flexibel woanders schreiben kann als „nur“ am PC. Am Sofa sitzend, Anlage laufen lassen und vor mich hin tippen. Im Sommer am Fluß oder Balkon. Google drive ist aufgespielt, mit USB und Tethering geht das Tablet auch ohne WLAN online.

Große Sorgen machte ich mir um die Tipperei. Ich bin kein Fan davon, längere Texte mit Swype oder – Gott bewahre – der Original Android-Tastatur zu tippen. Das ist echt meist ein veritabler Schmerz im Hintern. Und genauso war es auch hier. Ich hab versucht, ein Kapitel zu schreiben – funktionierte niht, ich hab nach 10 min. frustriert aufgegeben. Jedes Wort 3x nacharbeiten, damit es richtig da steht ist echt übel. Und ja, das trotz korrekter Spracheinstellungen. Hinzu kommt, dass die Swype-Tastatur auch massive Probleme machte. Mit der App auf dem Tablet kam es zu unvermittelten Abstürzen und Bootschleifen, die sich nur mittels Reset-Knopfes wieder aufheben ließen. Seit ich das deinstalliert habe, gibts hier keine Probleme mehr 🙂

Also aufgeben und doch ein Laptop?

Nö 🙂

Der USB-Port schluckt auch eine Tastatur, die da angeschlossen wird. Adapter für Mini-USB habe ich beiliegen, es funktioniert. Die Tastatur wird einwandfrei erkannt, das Touchscreen funktioniert trotzdem und mit einer Free-Office-Version brauche ich auch kein Internet-Anschluß, um im Park tippen zu können. Yay.

Alles in allem ist das gute Stück *genau* das, was ich brauche, um auch mal unterwegs was machen zu können. Ob ich jetzt im Café sitze (dann aber ohne Tastatur *g*), ob ich am Flüßchen sitze im Sommer oder auf dem Balkon: Egal. Es geht alles. Ich bin um einiges flexibler und ich kann endlich schreiben, ohne ständig auf dem mistigen, Rückenfiesen Stuhl sitzen zu müssen, den ich hier habe *g*

Und ein absolutes Plus: Das Tablet hat einen HDMI-Anschluß. Das heißt: Filme gucken via HDMI problemlos möglich. Doof: Der Adapter lag nicht dabei. Aber irgendwas ist ja immer *g*

Jupp. Sparen hat sich gelohnt. 😉

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15 thoughts on “Das Tablett

  1. Hi Tantchen,

    Das da hab´ ich gekauft:
    http://www.cect-shop.com/de/pipo-m6-pro-quad-core-16gb-schwarz.html#.UuE3r_mIUz4

    Wirklich Super-Display (vom IPad3), bestes WLAN-Modul im Haus, Blauzahn, und Lederhülle gratis (weil das Weiße nicht lieferbar war). Mit der Lederhülle kann man das auch gut auf dem Schoß balancieren und tippen (selbst mit der Android-Tastatur). Der Screen reagiert auch sehr gut. Damit hab´ ich auch schon Einiges geschrieben.

    Zwar kamen noch 18 Euro Zoll und 20 Euro Versand) Aber der Support (in Deutsch) war gut.

    Gruß,

    Matti12

  2. Ist aber schon klar, dass Android ziemlich viel an Google und die Apps oftmals an die Hersteller verpetzen? Kalender, Adressbuch, Crome usw. nutze ich deshalb nicht. Na ja, trotzdem ist ein Tablet für mich „ein muss“.

    Für die Tastatur habe ich eine „App“ mit Wörterbuch. Das geht einigermaßen, sogar mit SSH. Ich werde Deinen Tipp mit der echten Tastatur mal probieren.

    Übrigens: meine Tochter hat mir eine gefütterte Schutzhülle selbst „geschneidert“. Super – und gar nicht „hausbacken“. Für mich ist vollkommen unklar, wie sie das geschafft hat 🙂

    • Das machen *alle* Tablets. Egal ob Windows, Android oder MacOS – die petzen *alle*. Das muss man wissen, wenn man eins der nützlichen kleinen Mistdinger hat.

      Wobei „Kalender“ ja auch noch sinnvoll ist. Wenn ich einen Termin auf dem Phone eintrage, eins am PC und eins aufm Tablet möchte ich schon alles hübsch beisammen haben. Stichwort Synchronisation.

      Und dann muss man eben damit leben, dass Google weiß, wann ich mal wieder beim Gyn bin.

      • Praktisch hast Du natürlich Recht. Vollständig! Erbsen gezählt aber ist es das aber nicht das Tablet, das schnüffelt. Es ist die Software. Warum Erbsen zählen? Weil mir das Verhalten der Softwarefirmen mächtig auf den Zeiger geht.

        Übrigens Kalender, Adressbuch (und einige „Programme“) usw. gehen prima mit Firefox und HTTPS auf meinen Server. Da brauche ich keine (doofe Schnüffel-) App

        was nun einzig beweisen soll, dass da künstlich ein Hype um Apps aufgebaut wird, der Jedem, nur nicht mir, dient. Ja, es nervt mächtig.

        • Tut es. Und es gibt auch irgendwo schon Apps, mit denen du anderen de Saft abdrehen kannst. Nebenwirkungen sind dann halt „funzt nich“ 😉

          • Saft abdrehen? Vielleicht mit dem Ping of death? Ach nee, das ist ja keine App. Also „früher“ (oh, werde ich alt?), also früher mussten die Script-Kiddies den Batch wenigstens aus dem Netz laden oder gar selbst abschreiben. Etwa wie
            hier. Ja ja, das geht so nicht mehr.

            Heute geht: „Ping of death“ für nur 1EUR50 – finanziert mit den Daten aus Deinem Adressbuch?

            Okay, schluss mit Ironie und Paranoia. Viel Spaß mit dem Tablet.

  3. Fein,
    jetzt wissen wir wenigstens, was du dir angeschafft hast. 😉

    GoogleDrive, Kalender etc. kannste auch prima mit eigener Cloud wuppen. Sind ja für die Syncro alles Standardprotokolle. Mach ich dir auch gern ein Angebot für 😉

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