I was an NFL Player

Was Feigheit, Bigotterie und menschliche Niedertracht anrichten können, sieht man plakativ am Beispiel Chris Kluwe.

Der NFL Punter hat sich für die Gleichstellung der Ehe ausgesprochen. „Gay marriage“. Sein Trainer, offenbar latent homophob, hat mehrfach versucht, ihn davon abzuhalten – nett ausgedrückt. In Deutschland wäre da schnell der Verdacht der Nötigung aufgekommen.

Als das nichts fruchtete, griff er auf Mobbing zurück, isolierte Chris Kluwe gezielt im Team und hat ihn dann gefeuert, weil er die „Leistung nicht mehr bringen konnte“.

Solche Beispiele sind – leider – wichtig. Denn an ihnen sieht man recht gut, wie einfach es ist, jemanden der einem nicht in den Kram passt, mit kleinen Kniffen aus der Gruppe zu trennen und dann loszuwerden.

Doch am Ende steht dann meist eine Herde Schafe und keine Individuen mehr.

Rückgrat ist manchmal eben doch keine Frage der Moral sondern eine Frage, die einen selbst viel tiefer berührt:

„Was macht es aus mir, wenn ich schweige?“

Und die Antwort, die viele sich dann ehrlicherweise geben müssten, ist nicht sehr bequem.

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Soziales

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2 thoughts on “I was an NFL Player

  1. Da bin ich ein guter Kandidat für ein Schaf: Mein Abtl.-Leiter ist (vermutlich) schwul… Sprachduktus, Verhalten, etc… soweit ich weiß halt keine offizielle Aussage dazu.
    Auf den Weihnachtsfeiern (nach genügend Alk-Enthemmung) fallen dann natürlich gern mal ein paar Witze der anderen in diese Richtung: Und ich weiß nie, wie ich da vernünftig reagieren soll.
    Auch einer der Gründe, warum ich mir die Veranstaltung die letzten zwei Jahre gespart hab

    • Auch auf einer Weihnachtsfeier rechtfertigt das nicht solche blöden Witze. Ich würde da wahrscheinlich gegenangehen.

      Aber je nachdem wie die Leute drauf sind, haste danach ne waschechte Mobbingsituation 🙁

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