Blackfacing

Wetten, dass…? und das Blackfacing. Alles nicht so schlimm? Doch, leider noch viel schlimmer. Und nur weil man die Probleme nicht wahrnimmt, heißt das nicht, dass die nicht existieren. Lesebefehl für das Ephemera-Blog an der Stelle, Anatol Stefanowitsch hat sehr sachlich und sehr herausragend erklärt, warum die Sendung des ZDF rassistisch war und warum es kein Zufall war, dass so gehandelt wurde.

Aber man hört oft das Argument: „Darf denn jetzt auch kein Schauspieler mehr den Othello spielen?“ – weil der Othello klassisch mit schwarz geschminkter Haut gespielt wird. Der Mohr von Venedig. Und ich glaube, es ist hier mal an der Zeit, ein bisschen mit Mythen aufzuräumen und vielleicht den Artikel Ephemeras um einen Punkt zu erweitern.

„Der Mohr von Venedig“ – der Untertitel alleine ist schon irreführend. Denn der „Mohr“ ist eigentlich nicht „schwarz“. Sondern Mohr ist eine Ableitung des Wortes „Maure“ und bezeichnet Menschen mit dunklerer Hautfarbe als die doch recht hellen Mittel- und Nordeuropäer.

Das heißt, alles ab Südfrankreich hat zu Zeiten als „Mohr“ gegolten, waren sie doch von dunklerer Hautfarbe. Die Grenzen sind hier fließend.

Im Zuge der Kolonialisierung wurden, um die gigantischen Landdiebstähle in Afrika sowie die menschenverachtenden Genozide zu rechtfertigen, afrikanische Menschen grundsätzlich als nicht menschliche Humanoide ohne menschliche Bindungen und ohne menschliche Gefühle dargestellt. Afrikaner waren weniger wert als Hunde, denn die konnte man zur Jagd benutzen. Afrikaner waren „unnütz“, bestenfalls Herdenvieh, dass es zu „disziplinieren“ galt.

Es muss in dieser Zeit gewesen sein, dass die Darstellung des Othellos, der sich in die venezianische Desideria verliebte, sich änderte. Aus dem „Mohren“, also dem maurischen Feldherrn, der bestenfalls etwas fremdartig wirkte, wurde der „Neger“ – die schwarzgeschminkte Gestalt, als die wir Othello heute kennen.

Die Hauptgeschichte ist die „verbotene Liebe“ zwischen dem Fremdling Othello und der einheimischen Desdemona. Verboten war sie bei Shakespeare ursprünglich nicht deshalb, weil Othello ein Mohr war und Desdemona weiß – sondern weil Othello ein muslimischer Maure (Mauretanier) war und Desdemona eine christliche Europäerin. Eine solche Liaison – muslimischer Mann heiratet christliche Ehefrau – wird ja selbst heute noch argwöhnisch beäugt. Wie oft hören Frauen, denen ihr Mann nach der Scheidung die Kinder entzieht: „Selbst schuld, hätteste keinen Moslem geheiratet.“

Damals (zu Shakespeares Zeit, also 1649) war das ein veritabler Skandal, der die Gesellschaft wahrscheinlich auf Monate beschäftigt hätte. Das Stück war ein Skandalstück, nicht die klassische Tragödie, als die es heute angesehen wird.

Dieser Skandal hatte sich zur Kolonialzeit längst abgenutzt, das Stück hatte seinen Reiz verloren und brauchte einen neuen Aufreger.

Und hier musste ein findiger Regisseur die Umdeutung des Mohrs vom Mauren zum Schwarzafrikaner vorgenommen haben. Denn eines dieser afrikanischen Halbtiere, dass eine kostbare weiße Frau heiratet – das geht nun wirklich nicht.

Skandal perfekt, Vorstellung gerettet.

Wenn also das nächstemal jemand sagt: „Dann darf also den Othello also kein weißer mehr spielen“ kann man mit Fug und Recht sagen: „Nicht so, wie er bisher gespielt wurde, denn das ist in jedweder Konnotation rassistisch.“

Und um mal den Realitycheck an der Stelle zu machen:

Überlegt euch doch mal bitte, was ihr sagen würdet, wenn die Desdemona plötzlich von einer weiß geschminkten schwarzen Schauspielerin gespielt wird. Wirkt unnatürlich?

Klar – aber ein schwarz geschminkter weißer Othello is da auch nicht authentischer.

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27 thoughts on “Blackfacing

  1. Ich muss gestehen, dass ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht habe, wohl weil das „typische“ Othello-Bild so fest verwurzelt ist – die gleiche unselige Tradition ist dann spätestens wieder zu Dreikönig zu sehen, auch da ist das selbstverständlich. Nach der Lektüre der verlinkten Artikel dazu kann ich die Kritik allerdings absolut nachvollziehen. Die Hintergründe des Blackfacing waren mir nicht bewusst. Jetzt wo ich das weiß, kann ich mich der Einschätzung „ist rassistisch“ allerdings nur anschließen.

  2. Ich bin sicher, wenn man gesucht hätte, hätte man auch genügend Leute mit dunkler Hautfarbe in Augsburg gefunden, die ohne Weiteres den Jim Knopf hätten geben können, ohne sich „black zu facen“ 😉

    Ich muss allerdings gestehen, das mir das „black facing“ auch erst heuer als rassistisch untergekommen ist. 🙁 (Gewöhnung halt)

  3. Liegt der Unterschied nicht darin, dass blackfacing verwendet wurde um schwarze Menschen als minderwertig, dumm und unfähig darzustellen, während es beim Verkleiden nur um das Verkleiden geht?
    Oder anders gefragt: Wenn das Kind sich als Jim Knopf verkleiden möchte, mit schwarzem Gesicht, weil Jim Knopf sein absoluter Held ist – sag ich dann „Hey, geht nicht, weil das rassistisch ist, weil woanders vor etlichen Jahrzehnten Menschen sich in Minstrel Shows über schwarze Menschen lustig gemacht haben?“ Oder sage ich „Hey, fein, hier ist die Schminke“ und überlege mir wo ich eine Lokomotivführermütze her bekomme. Ich denke mal, dass letzteres angebracht ist.

    • Nochmal: Es geht nicht darum, dass Jim Knopf rassistisch ist: Ist er nicht.

      Jim Knopf ist im Gegenteil von Michael Ende so konzipiert worden, wie er ist, weil er zeigen wollte, dass eine gleichberechtigte Freundschaft zwischen Schwarz und Weiß möglich ist – als Gegenentwurf zum Nazi-Regime.

      Das hat auch niemand behauptet. Was jedoch zutiefst rassistisch war, war die Ansage, und wie sie getroffen wurden:

      Das eben die Menschen aufgefordert wurden, sich mit „Schuhcreme“ schwarz anzumalen. Der ganze Text den Lanz und die Puppen da abgespielt hatten, triefte vor white pride und eben dem Blackfacing-Gedankengut.

      Und dafür haben die zu Recht auf die Schnauze bekommen. Und wo ist das Problem: Jim Knopf kann man auch als weißer Junge darstellen. Wenn man den Kids das kindgerecht erklärt (das geht auch bei Sechsjährigen), dann sollte es kein Problem sein, als weißer Jim Knopf rumzulaufen.

  4. @Anke: wie willst Du das trennen? Der Schminke sieht man es nicht an, ob sie rassistisch gemeint ist oder nicht. Fürs Verkleiden ist die Schminke glaube ich gar nicht so wichtig.

  5. Also mir geht dieses Gutmenschengetue auf den Keks. Da werden Kinderbücher umgeschriegen, Gerichte auf der Speisekarte geändert usw. weil es politisch inkorrekt ist. Ich bestelle auf jeden Fall weiter ein Zigeunerschnitzel in der Gaststätte , einen Eisneger in der Eisdiele und werde meine Kinder weiterhin schwarz schminken wenn es zu dem Kostüm passt.
    Diese Blackfacing Debatte ist meiner Meinung so scheinheilig und genauso überflüssig wie ein Kropf.

    • Ist sie nicht. Und du hast den Artikel bei Ephemera gelesen und verstanden?

      Er hat ausdrücklich gesagt, dass Jim Knopf NICHT rassistisch ist, aber dass der Bezug, wie das ZDF ihn hergestellt ist, sehr wohl äußerst rassistisch ist.

    • Achsoja, mit „Gutmensch“ hast du dich eigentlich perfekt geoutet, woher du kommst.
      Regelmäßiger Leser von Politically Incorrect?

      • Nein ich habe mich nicht geoutet. Ich bin auch kein Leser dieser Seiten. Aber dieses ganze Gutmenschengeschwafel was in den letzten Jahren überhand nimmt, forciert durch die gescheiterte 68 Generation und Grünwählerschaft, geht mir gehörig auf den Keks.

        • Gutmenschengeschwafel
          gescheiterte 68 Generation
          Grünwählerschaft

          Fehlt eigentlich nur noch der Klassiker “ich bin kein Rassist, aber das wird man doch noch mal sagen dürfen.”

          Alleine durch die Äußerung hast du dich als tiefbraun geoutet. NPD-nah sozusagen. Und DAS Gedankengut ist doch mal so grandios gescheitert, dass man sich mal wirklich fragen muss, wie dumm jemand sein kann, dass er auf sowas überhaupt noch reinfällt.

          Was du hier rausläßt ist ein Haufen lauwarmer Luft – so leicht, dass es nicht mal für ein Gedankenfürzchen reicht.

          Hohle Phrasen ohne irgendwelche Fakten, die das untermauern. Und das ist wirklich arm – vor allem: Wie willst du damit einen fundierten und begründeten Artikel widerlegen?

          Achsoja, gar nicht. Denn das willst du nicht. Du arbeitest mit den Hohlphrasen um billige Zustimmung zu erheischen.

          Und die, mein brauner Freund, wirst du hier nicht bekommen.

          scheiße bleibt scheiße und wird nicht besser, weil ein Apfel drin ist und NPD heißt.

    • Gerade solche Kommentare zeigen, wie wichtig die Debatte ist. Wenn Du kein Rassist bist, bist Du von erschreckender Unsensibilität. Denn es sollte doch eigentlich VÖLLIG ausreichen, dass andere Menschen Dich bitten, etwas sein zu lassen, was sie diskriminiert und verletzt. Wenn jemand sagt: „Bitte benennt das Zigeunerschnitzel wieder in Paprikaschnitzel um, „Zigeuner“ ist diffamierend und gibt uns ein schlechtes Gefühl“, dann erkläre mir bitte, mit welchem Recht Du Dich über die Bitte dieses anderen Menschen hinwegsetzt. Und dann bitte noch, warum das nicht rassistisch ist. Es ist genau dies: Ein Überhöhen des Eigenen über die Wünsche und Bedürfnisse von anderen Menschen, weil jemand denkt, seine Geburt, Hautfarbe, Geschlecht, was auch immer gäben ihm oder ihr das Recht dazu. Wenn Du nicht rassistisch handeln willst, denk doch einfach mal drüber nach. Es ist so leicht, diesen Bitten nachzukommen. Es tut nicht einmal weh, verspreche ich Dir. Es sei denn, Du bist, was die meisten hier jetzt denken. 🙂

      • Ja, ich würde auch der Bitte nachkommen, ein Zigeunerschnitzel Paprikaschnitzel zu nennen, wenn denn die Bitte von jemandem kommt, den ich damit verletzt haben könnte.

        Wenn jetzt aber mein Nachbar von Nebenan (Grünwähler oder nicht 😉 ) mich darum bittet, weil es doch sein könnte, daß ein Zigeuner sich dadurch diffamiert fühlen könnte, dann möchte ich doch bitte nur einen Zigeuner sehen, hören oder lesen, der sich angegriffen fühlt. Einer würde mir reichen. Aber jemand, der meint, ich muss jetzt alles ändern, jemand könnte dadurchbeleidigt werden, ist meiner Meinung nach nicht qualifiziert genug, diese Bitte zu äußern.

        Ich sage dazu: es nutzt nichts, etwas ändern zu wollen, wenn ich nicht betroffen bin. Ich kann nur Betroffene unterstützen!

  6. -Alleine durch die Äußerung hast du dich als tiefbraun geoutet. NPD-nah sozusagen.-
    Es ist schon witzig das jemanden sofort ein brauner Hintergrund unterstellt wird wenn er nicht der ins selbe Horn stößt wie die die Gutmenschen der 68er Generation und Grünwählerschaft.

    -Wie willst du damit einen fundierten und begründeten Artikel widerlegen?
    Achsoja, gar nicht. Denn das willst du nicht. Du arbeitest mit den Hohlphrasen um billige Zustimmung zu erheischen.-

    Genau ich will keinen Artikel wiederlegen sondern einfach nur meine Meinung kundtun. Und die weicht von ihrer ab. Habe ich sie beschimpft und z.b. Kommunistenschlampe bezeichnet? Nein habe ich nicht. Würde ich auch nicht denn ihr politischer Hintergrund geht mich nichts an und werde ich auch nicht werten. Also lassen sie die Unterstellungen das ich ein Nazi bin.

      • @JoyntSoft
        –“Also lassen sie die Unterstellungen das ich ein Nazi bin.”
        *, dass—

        Ach da ist er ja wieder. Der allgegenwärtige Rechtschreibverbesserer.

    • Wenn du nicht als Nazi bezeichnet werden willst, dann bedien dich nicht ihrer Sprache.

      Ich habe die Begriffe nicht umsonst in meinem Kommentar zitiert, das waren alles Begriffe, die die Neo-Braunen nutzen, um missliebige Personen zu diskreditieren. „Gutmensch“ ist so ein Begriff der hohlen Phrase, „gescheiterter 68er“ ein andere, „Grünwähler“ der dritte.
      Du hast dir das Bett selbst gemacht und erklärst uns jetzt, dass die Bettwäsche doch gar nicht so ist wie sie ist.
      Was ist denn ein gescheiterter 68er? Was ist denn an einem „Grünwähler“ so schlimm? Wie krank muss man sein, um den „guten Menschen“, also „Gutmensch“ als Vollidioten dastehen zu lassen und was bist DU dann, wenn du selbst kein guter Mensch bist? Denn du willst dich von den guten Menschen ja abgrenzen.

      Rassismus ist Rassismus ist Rassismus. Und der wird nicht besser durch „Ich bin kein Nazi, aber das wird man ja noch mal sagen dürfen.“

      In 100% aller Fälle ist das, was man für sich in Anspruch nimmt, sagen zu dürfen, nämlich rassistisch, sonst hätte man diese vorauseilende Rechtfertigung nicht nötig.

  7. Um der Tante mal beizupflichten. Es geht nicht um Gutbürgertum. Das liegt an dem größartigem Michael Ende.

    Michael Ende schrieb den Jim Knopf…, um Rassismus und Apartheit bei seinen Lesern auf eine schöne und sanfte Weise ganz eindeutig etwas entgegenzustellen. Das ist kein einfaches Kinderbuch.

    Es gibt ein echtes farbiges Vorbild für Jim Knopf. Lukas bekommt die Farbe nicht umsonst aus dem Gesicht. Die Darstellung von Frau Mahlzahn mit ihrem Apartheids-Schild, dass nicht reinrassige Drachen bei Todesstrafe den Zutritt versperrt, spricht Bände. Das sie sich zum Goldenen Drachen der Weisheit wandelte drückt die Hoffnung aus, dass sich eine ganze Gesellschaft wandelt. So sehe und hoffe ich das jedenfalls.

    Dieses Buch ist klar gegen Rassismus und genau mit diesem Hintergrund geschrieben worden.

    Deshalb ist das doppelt peinlich für die ARD. Sie können sich:

    a) nicht vorstellen, dass sich jemand keine Farbe in das Gesicht schmieren muss um gut auszusehen (bzw. den Jim Knopf zu geben)

    b) nicht vorstellen, dass es Farbige in Deutschland gibt.

    c) Sicher wollten sie nicht diskriminieren. Aber dumm sind sie. Sie verstehen nicht einmal ein Kinderbuch.

    Peinlicher geht es nimmer. Oder doch? Ja. Ich vermute sie werden das aussitzen und damit Menschen zum zweiten mal ignorieren und diskriminieren.

    Nun, ich finde man sollte Wetten das… einmal ignorieren. Nicht wegen Böswilligkeit. Aber wegen Dummheit und Ignoranz dieser Medienfachleute(!).

    • Ahem – „Wetten dass…?“ läuft im ZDF 😉

      Im Übrigen bin ich auch der Ansicht, die Verantwortlichen sollten klar Stellung beziehen und sich ausführlich zu dieser Sache äußern.

      • Ähm, natürlich ZDF. Ist lange her, dass ich das gesehen hatte. TV interessiert mich nicht. Jedenfalls nicht so, wie die Sender sich das vorstellen.

        Deshalb ist mir auch klar, dass sie nicht eindeutig „Stellung beziehen“ werden. Das gilt heute als „medienpolitisch“ unklug. Heute sitzt man so was aus. Und das wiederum ist sehr bedenklich.

        Übrigens (mein weiterer Fehler): Lukas kann sich natürlich _NICHT_ die Farbe aus dem Gesicht wischen. Michael Ende meinte eben: Ruß oder Pigmente, Drache oder Nilpferd, das ist egal. Es kommt auf ganz andere Dinge an.

        Selbstverständlich? Nicht ganz. Michael Ende wurde als „weltfremd“ bezeichnet. Das ist ganz ähnlich, wie Steffen Ks Argumentation mit dem Gutbürgertum. Sie lassen dabei die Empathie vermissen. „Man“ versteht nicht wirklich (eine der möglichen Ursachen für Diskriminierung).

        Nur wenn es einen selbst trifft, dann ist die Aufregung groß. „Ich bin kein Nazi“. Natürlich nicht. Genau so sagt der Typ im TV garantiert: „Ich wollte doch nicht diskriminieren“

        Da sieht man mal ein ganz klein wenig davon, wie es einem so gehen kann wenn man sich mal selbst „diskriminiert“ fühlt. Nur, Stefan und die TV-Leute sind selbst Schuld, haben wenigstens die „Missverständnisse“ „ermöglicht“.

        Das aber kann man (nur zum Beispiel!) von Farbigen nicht behaupten. Die können (und wollen nicht und sollen natürlich nicht!) nicht einfach sagen „aber ich bin doch gar nicht schwarz“. Stefan, Deine Rechtfertigung ist aus dieser Sicht einfach Quatsch. Natürlich bist Du kein Nazi (hoffentlich). Aber Deine Aussagen können problematisch verstanden werden. Sie fördern Rassismus und Pauschaldenken. Ich sehe das jedenfalls so.

        Ehrlich, langsam finde ich es als gerechtfertigt bei solchen Dingen heftiger zu reagieren. Denn „Ideale“ (ein stark vereinfachender Begriff hier – Intelligenz und Hirn wäre besser?) existieren offensichtlich nicht mehr.

        Womit sich der Kreis zur den Kommerz-Medienfachleuten schließt. Hint: Intelligenz, „Ideale“ und Kommerz… So „weltfremd“, sich wirklich entschuldigen zu können, sind die einfach nicht.

        Und ich hoffe, sie strafen mich nun Lügen. Denn das kann doch alles gar nicht wahr sein….

        • Hmmm – ich fürchte, du hast Recht damit, dass sie’s aussitzen werden, denn Sendung war am Samstag und heute ist Mittwoch, genügend Zeit also, sich eine Entschuldigung aus den Fingern zu saugen.

  8. Hm. Entweder ist mein erster Kommentar verrutscht, oder das CMS .. wie auch immer, falls irgendein Zweifel aufkommen sollte: Mein obiger Kommentar geht an Dich, @Steffen K. Mit den besten Wünschen für hoffentlich zukünftiges Überdenken Deinerseits.

    Und wenn ich mich sowieso nochmal melde: Danke für den schönen Artikel über die Shakespeare-Rezeption. Othello ist ein Stück, das ich sehr liebe, wegen seiner Vielschichtigkeit. Interessanterweise habe ich noch nie eine Inszenierung mit einem schwarz angemalten Othello gesehen, sondern immer mit einem afroamerikanischen Schauspieler. Und zu Shakespeares Zeiten stand eben, wie Du schön herausgestellt hast, der religiöse Gedanke im Vordergrund. Es gibt übrigens eine Inszenierung/Film(?) mit Patrick Stewart als Othello, mit umgedrehten Hautfarbeverhältnissen. Auch eine Möglichkeit, heute an das Stück heranzugehen. Und das ohne Blackfacing!

    • Mir ist nur eine Inszenierung hier mit einem afroamerikanischen Schauspieler bekannt – und auch dies nur aus einem Radio Interview. Dieser Schauspieler ist allerdings mit seinem zusätzlichem kulturellem Hintergrund und Ansichten zum Theater sehr interessant. Das der sich nicht so sehr schminken braucht, das ist mir dagegen ziemlich egal…

      Könntest Du sagen, wo und vielleicht ca. wann Du diesen Othello gesehen hast?
      Das wäre doch eine tolle Alternative zum ZDF (sorry, konnte hier nicht widerstehen…)

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