Zeit. Zuwenig Zeit.

Wir alle kommen irgendwann in ein Alter, wo wir uns fragen, warum wir eigentlich hier sind. Warum wir so sind wie wir sind. Warum uns Dinge widerfahren, warum das Leben im allgemeinen so ist, wie es ist.

Und manche müssen sich diesen Fragen in einem Alter stellen, wo sie noch durch nichts darauf vorbereitet sind. Und wieder andere sind zu jung, um überhaupt die Frage zu verstehen 🙁

Aber wenn das Leben eins nicht ist, dann fair.

Das heißt nicht, dass es unfair ist. Es ist wie es ist. Und man kann eigentlich nur die Schläge hinnehmen und das beste draus machen.

Einer, der in seinem verdammt kurzen Leben verdammt viel draus gemacht hat, war Zach Sobiech. Er wusste, er wird nicht alt. Die Diagnose und der Weg war klar. Es konnte nur noch ein Umgehen mit den Tatsachen geben. Heilung war unmöglich.

Und weil er überdies ein ziemlich talentierter Musiker war, hat er seine Form des Verarbeitens in der Musik gefunden.

Und ich frage mich, was aus dem Jungen möglicherweise geworden wäre, wenn er noch Zeit gehabt hätte.

Aber wie auch immer man es dreht: Dieser junge Mann hat in seinem kurzen Leben unglaublich viele Menschen erreicht. Ein kleiner Song, aber so schlicht und einfach, dass er nur schön ist.

Vielleicht, nur vielleicht, braucht man diese Einschläge, um aus dem Trott gerissen zu werden.

Und dieser Gedanke holt mich wiederum sehr oft zurück, wenn ich mal wieder ein wenig abdrifte. Denn letztlich ist es auch immer eine Gelegenheit zur Selbstreflexion, wenn man auf solche Biographien stößt: Wie hätte ich mich entwickelt, wäre alles normal weitergelaufen.

 

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