Meanwhile in Eppenbrunn

Du willst aus der Kirche austreten damit du keine Kirchensteuer mehr zahlst? Aber nicht mit der Gemeinde Eppenbrunn.

Wohnt jemand da in der Ecke und kann mir die Hintergründe sagen? Ich steh hier gerade und suche meinen Kiefer, der mir runtergefallen ist. Oo

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Soziales

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11 thoughts on “Meanwhile in Eppenbrunn

  1. Ich habe zwar auch nur den Artikel an sich gelesen, die Grundidee erinnert an bißchen an die bayrische Variante mit Kirchensteuer (8 statt 9%) + Kirchgeld (1%, direkt von der Kirchengemeinde erhoben). Allerdings zahlt dort jeder diese 1% von der Lohnsteuer, der Kirchenmitglied ist (dass viele Kirchen das Geld nicht einziehen, steht auf dem anderen Blatt – die Kosten-Nutzen-Rechnung ist meist zu schlecht).

    Was ich aber bedenklich finde:
    Grundsteuer etc. kann vom Vermieter auf die Miete umgelegt werden – dann ja wohl diese Steuer auch (zumindest werden es genügend viele versuchen). Toll. Dann zahlen auch Nichtmitglieder (egal, ob keiner oder anderen Kirche angehörig) diese Steuer mit. Na toll.

    • Ich denke, du liest ganz richtig. Aus dem Artikel:

      „Ortskirchensteuerpflichtig in der Ortsgemeinde Eppenbrunn sind alle Mitglieder der Kath. Kirchengemeinde, die in der Ortsgemeinde Eppenbrunn wohnen und grundsteuerpflichtig sind.“

      Betrifft also nur die Katholen, alle anderen zahlen nix extra.

  2. Was wollt ihr eigentlich? Die kath. Kirche nimmt endlich mal von den Reichen, und ihr mosert rum. Weiß doch jeder, dass jeder Grundeigentümer richtig dicke Kohle hat, davon können die ja mal was abgeben !1einself!!
    Außerdem treiben die nur den Kirchenzehnt ein, das steht bestimmt irgendwo in der Bibel so.
    Mannomann, die Popen gehen mir allmählich richtig auf den Kranz. Was ich dabei so richtig geil finde, ist ja diese „Logik“ (ja, geht mit Glauben nie zusammen): Wenn Du keine Steuer mehr zahlst, gehörst Du nicht mehr dazu und bist verdammt. Lolwhut? Die Taufe ist das Ritual der Aufnahme in den Glauben, dieser wird aber wieder aberkannt, wenn Du nicht mehr zahlst? So weit sind die vom Ablaßhandel ja nicht weggekommen…

  3. Ich denk, da fehlt ein wichtiges Datum an der – wah, ich hab grad ne neue Funktion in Firefox gefunden – Meldung: 1.4.2013 😉

    Dann würd ich den Satz

    Die Kirchengemeinden sind berechtigt, zur Deckung ihres Finanzbedarfs von den Mitgliedern, die der Kirchengemeinde durch Wohnsitz oder Aufenthalt angehören, Ortskirchensteuer zu erheben.

    auch so interpretieren, dass das nur die katholischen Kirchenmitglieder betrifft. Und bzgl. der Umlegung als Vermieter: die Steuer wird ja sicher ncht als Grundsteuer tituliert. Also dürfte sie nicht umlegbar sein Wobei es sicherlich einige versuchen werden – kann man ja mal übersehen, dass da „Kirchenzehnt“ dransteht.

  4. „Ortskirchensteuerpflichtig in der Ortsgemeinde Eppenbrunn sind alle Mitglieder der Kath. Kirchengemeinde, die in der Ortsgemeinde Eppenbrunn wohnen und grundsteuerpflichtig sind.“

    Ich les das jetzt so, solang du Mitglied der Katholischen Kirche bist, zahlst du. Niemand hindert dich jedoch am Austritt aus dieser Katholischen Kirche, dann bist du kein MItglieder Kirchengemeinde mehr und fertig. Sobald man aus der Kirche austritt ist man „OB“ (ohne Bekenntnis) und dann dürften sich die Pfaffen alles mögliche aus den Fingern saugen, aber ans Geld kommen sie nicht mehr!

  5. Wenn man Spitzfindig (oder geldgeil) wäre, könnte man das auch so interpretieren, daß man automtatisch durch Wohnen oder Grundstücksbesitz dort Mitglied der katholischen Gemeinde Deppenbrunn wird und damit den Zehnten entrichten muß.

  6. Die Kirchen berufen sich immer noch auf die Säkularisation, die hier in Deutschland in unterschiedlichen Zeiträumen stattfand (so Ende 16. bis Anfang 19. Jahrhundert n.u.Z.).
    Da gibts wohl noch diverse Schwierigkeiten, so staatskirchenrechtlich (oder wie das heißt).

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