Schlandnet

Die Reaktion der Telekom zum Spähskandal der NSA?

„Wir machen ein Schlandnet und routen nur noch in Deutschland bzw. EU“

Yay, das ist DIE Lösung.

Oder?
ODER?

Nein, natürlich nicht.

Denn damit wird doch nix gelöst. Mit der Lösung werden die Geheimdienste ja nicht unter eine effektive Kontrolle gestellt (die politisch offenbar auch überhaupt nicht gewollt ist, die Geheimdienste haben inzwischen zuviel Kompromat angehäufelt).

Das geht auch an der Tatsache vorbei, dass man mit GCHQ und unseren diversen Geheimdiensten ja auch Schnüffelnasen haben, die bis zu den Schultern in unseren Privatsachen drinstecken.

Ein Schlandnet würde nicht sicherer sein, es wäre nicht besser und vor allem wird damit nicht weniger abgelauscht. Eher mehr.

Warum?

Weil das alles über die Telekom gehen würde, die sich damit einen einzigartigen Posten sichern würde. Die Spinne im zentralen Schlandnetz. Alle Daten würden über Telekomserver geroutet – und genau das will man nicht in Zeiten dieser allumfassenden Überwachung.

Denn damit würde man es den Schnüfflern viel zu leicht mache, Daten abzugreifen, die sie nichts angehen.

Wenn dieses Schlandnetz tatsächlich jetzt etabliert wird – oder sogar in ein EU-Netz umgewandelt wird, dann gute Nacht, Madame. Denn erstens würden sich die Telekom-Bosse alle ins Höschen machen vor Freude, dicht gefolgt von sämtlichen Geheimdiensten. Das Nine-Eyes wäre dann ein Ten-Eyes, die deutschen Geheimdienste wären endlich wettbewerbsfähig.

Will man nicht.

Also gehet hin in Scharen und verhindert dieses Schlandnetz.

 

Send to Kindle
Soziales

Flattr this!

4 thoughts on “Schlandnet

  1. Aber China hat doch auch eine eigene stark kontroliierte Variante des Internets.

    China ist doch jetzt unser Vorbild, oder?

    • China als Vorbild?
      Sag das lieber nicht zu laut, sonst führen die hier womöglich die Todesstrafe wieder ein…

bestellt folgenden Kaffee