Verschütteter Kaffee

Einer der bekanntesten Schadenersatzfälle in den USA, der Fall, der zu einem Synonym für überkandidelte Schadenersatzfälle geworden ist, ist der Fall von Stella Liebeck, die sich den Kaffee über den Schoß gekippt hat und dann McDonalds verklagt hat, weil sie sich verbrannt hat.

„Ein bisschen Kaffee verschüttet und dann Millionärin“? Ist es wirklich so einfach?

Nein. Ist es nicht. Seht selbst.



/update

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13 thoughts on “Verschütteter Kaffee

  1. Dass die Story anders war, als allgemein kolportiert wird, ist doch schon seit längerem bekannt.

    Damals™ nannten wir soetwas übrigens „Stille Post“…

    • JonySoft, mir waren diese Fakten bis jetzt nicht bekannt. (Ok, ich habe auch nicht danach gegraben *G*) Nur weil du etwas weißt, muß es nicht heißen, daß es andere tun. Aber keine Angst – ich stolper auch oft über genau diese Falle 😉

  2. Der Kaffee ist halt nicht zum sofortigen Verzehr geeignet, dafür ist der dann auch noch warm wenn man nach ner halben Stunde zuhause angekommen ist im Winter.

    Aber ich kannte das ja schon das das nicht so unkompliziert war, wie der Volksmund sich so denkt.

  3. Kaffee muß(!) heiß sein. Kalt wird er von alleine, vor allem wenn man grad am Computer Probleme löst. Aber kalten Kaffee bekommt man nich tmerh so warm, daß er dann noch schmeckt. Von daher finde ich McDonalds Standpunkt nicht unbedingt verkehrt.

    Außerdem ist die Dame imho immer noch selbst Schuld an Ihren Verbrühungen, denn jeder vernünftig denkende Mensch wird heißen Kaffee nicht zwischen die Beine nehmen. Auch wenn die Schandensersatzhöhe deulicht niedriger war, als ursprünglich verbreitet wurde – das ist Abzocke für die eigene Dummheit und Tollpatschigkeit. Die Dame war 81 und so wie sie aussieht, vermutlich motorisch nicht mehr so hundertprozentig fit. Wenn sie da den festsitzenden Deckel von so einem vollen Becher Kaffee abmacht, ist es naheliegend, daß da etwas danebengeht. Das passiert sogar jungen Menschen!

    Als vernünftiger Mensch hebt man den Becher von sich weg, wenn man den Deckel abmacht.

    Aber möge sie in Frieiden ruhn.

    • Nein, ganz so ist es wirklich nicht. Der Kaffee war nicht auf Normaltemperatur wie du es kennst und wie er aus der Kaffeemaschine kommt, sondern kurz vor kochend heiß, also *deutlich* heißer.

      Wenn du dir Kaffee aus der Kaffeemaschine über die Pfoten gießt, dann tut das weh, ja. Aber das gibt nicht innerhalb von 15 sek. Verbrennungen 3. Grades.

      Und genau darum ging es – das war das kleine Detail, was immer unter den Tisch fiel.

      • Ich brühe meine Kaffe direkt mit kochendem Wasser auf, der dürfte dann auch mehr als 80° haben, wenn er in der Tasse landet (muß ich mal demnächst nachmessen). Ich bin dann aber vorsichtig genug zu schauen, daß ich mir mein Maul oder andere Körperteile nicht damit verbrühe. Man muß ihn nur mit viel Luft schlürfen, dann passiert nichts. (Die Leute wundern sich, wie schnell ich heißen Kaffee trinken kann. :-)).

        Selbst wenn der zu heiß war. Selbst „normal“ heißer Kaffee hat nichts zwischen den Schenkeln zu suchen. Das sagt einem der gesunde Menschenverstand. udn vor allem versucht man den festsitzenden Deckel nicht abzunehmen, wenn der Becker zwischen den Beinen eingeklemmt ist. Ihre Tochter hat ja gesagt, daß sie das Zeug zwischen die Beine geklemmt hat, um dann versucht hat, den Deckel abzupfriemeln. Und das ist imho eindeutig Dummheit, egal wie kalt oder heiß der Kaffee ist. Klar, bei lauwarmem Kaffee hätte sie sich nur die Beine naß gemacht und nicht verletzt, aber als erwachsener Mensch mit 81 Jahren sollte man genug Erfahrung haben, daß man weiß, daß sowas danebengehen kann.

        • Das tust DU – aber in den USA wird der Kaffee schon sehr lange so nicht mehr aufgebrüht.
          Ich bezweifle, dass es da jemanden gibt, der den Kaffee noch ohne Automaten aufbrühen kann.

          Und die Automatenplörre ist nicht so heiß. Sie konnte also – von einem gewissen Standpunkt aus – erwarten, dass der eben NICHT so heiß ist, dass man derartige Verbrennungen bekommt.

          Und hand aufs Herz: Wie oft klemmst du dir im Auto was zwischen die Beine, weil die Pfoten gerade anderweitig beschäftigt sind? Das ist völlig normal, denn so hältst du den Kaffee gerade.

          Ein einigermaßen normal temperierter Automatenkaffee hätte zwar wehgetan – und das wäre auch unter Lehrgeld zu verbuchen gewesen.

          Aber Verbrennungen dritten Grades? Das ist deutlich übers Ziel hinausgeschossen.

          • Ich habe mir angewöhnt, im Auto nichts zwischen die beine zu kelmmen, weil das grantiert immer schiefgeht, Schon gar keine Kaffe oder sonstiges. Da gibts Kaffetassenhalter (nein, nicht die Ein- und Ausfahrbaren) die wunderbar funktionieren. bekommt man von McDonalds sogar kostenlos, wenn man will.

            Und wie ich schon sagte, egal wie kalt oder ei der Kaffee ist, wenn er „Aua machen“ kann, gehört er nicht zwischen die Beine.

            • Wie gesagt, grundsätzlich hast du recht, aber auch hier gibts Verordnungen, dass Getränke nicht so heiß sein dürfen, dass sie Menschen gefährden.

              Aussetzer hat jeder mal – und die dürfen einfach nicht zu derartigen Verletzungen führen.

              • Ich habe neulich in nem MC Donald’s Restaurant in Deutschland nen Kaffee gekauft, der heiß genug war, sich zu verbrühen.
                Ich weiß allerdings, dass Kaffee heiß sein muss, um genießbar zu sein, jedenfalls für mich, ich verabscheue kalten Kaffee, und bin daher vorsichtig.
                Ganz abgesehen davon konzentiere ich mich beim Autofahren auf den Verkehr und öffne ganz sicher keinen Becher oder ein anderes Gefäß, zumindest nicht während der Fahrt.
                Jemanden der sich während der Fahrt nen heißen Kaffee auf die Beine kippt oder ne Zigarette in den Schritt fallen lässt oder ähnliches, kann ich nur fragen, obs auch ordentlich weh tut 😉 ; und hoffen, dass nicht noch jemand anderes geschädigt wird.

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