Linksammlung

Sam hat Progeria, das heißt er altert rapide. Bei der Geburt wurde gesagt, dass er nur 13, 14 Jahre alt wird. Er hat die Vorhersagen alle geschlagen.

Was mich beeindruckt hat? Ein Satz, ein einziger Satz:
„Don’t feel bad for me. You don’t need to feel bad for me. … Because this is my life.“

Chapeau. Und wenn jemand die komplette Doku hat, wäre ich für einen Link dankbar.

***
„Heal the gays“. Es gibt immer noch Idioten, die glauben, dass Jungen und Mädchen aufgrund frühkindlicher Traumata homosexuell werden. „Reparative Therapy“ nennt sich die Therapie, die diese Jungen und Mädchen sich oft auf Wunsch der Eltern, unterziehen müssen.

Die Folgen sind oft dramatisch – Exodus war eine dieser Einrichtungen, die diese Form der Therapie genutzt hat, um Schwule und Lesben zu „heilen“. Sie haben nicht zuletzt aufgrund der exorbitant hohen Suizidrate schließen müssen.

Es gibt auch in Deutschland Institute, die diese Therapieform anbieten. Und natürlich hat auch der unsägliche Ryke Geerd Hamer etwas zu Homosexualität geäußert (vorsicht, an dem Link macht man sich die Maus dreckig).

Video angucken. Es lohnt sich immer, Stephen Fry zuzuhören.

Ich kenne aktuell 2 US-amerikanische Schwule die sehr konkret von einer derartigen Zwangstherapie bedroht sind. Ich kann nur hoffen, dass die vorsichtig sind.

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Soziales

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23 thoughts on “Linksammlung

  1. mir gefällt nicht der druck, der hier offensichtlich von der mutter ausgeht… okay, aus (fundamental)christlicher sicht mag homosexualität als solche nicht unbedingt natürlich sein (paulus konnte da gut wetter) – aber herrgottnochmal – das STEHT DOCH EIN MENSCH DAHINTER!

    • Tja. Aber frag doch mal die Amis da drüben. Einige der Mütter sind mit dem Begriff „Furie“ nur unzureichend umschrieben.

        • Genau.

          Wobei ich nicht sicher bin, ob du jetzt nen Verständnisfehler hast oder ich. Sie war am Anfang „heartbroken“ – also völlig verzweifelt, weil ihr Sohn schwul ist. Nicht weil er schwul ist, sondern weil er damit sein Leben mit einem Schlag sehr viel schwieriger gemacht hat als eine Mutter sich das für ihr Kind wünschen kann.

          Da sehe ich eher keinen Druck?

          • tantchen, ich erlebe es gerade selbst in kleiner form – ich bin ja wegen nachbarschaftsstreitigkeiten „mal eben“ 20 km weiter weg gezogen. meine „olle“ hat nen halben weinkrampf bekommen deswegen, weil ich nun nicht mehr ein paar blocks weg wohne. der druck kann auch indirekt erfolgen… und wenn man sowieso schon unter einem feindlichen umfeld leidet (sei mal schwul im Bible belt, den mormonen oder amischen… – viel spaß), kann diese „Traurigkeit“ der mutter das quäntchen sein, das einem zum brechen bringt…

            • Dann muss man demjenigen sagen, dass man schließlich erwachsen ist. Und wenn dann immer noch geklammert wird (sorry, das Verhalten deiner Mutter ist klammern), dann muss man mal den kalten Entzug machen.

              Kann ich echt nur empfehlen, hat bei mir prima geklappt.

    • Ich meine, dass den Menschen sehr wohl bewusst ist, dass hinter der Homosexualität andere Menschen stehen. Speziell für gläubige Menschen kann das einfach auch zuviel werden – zu wissen, dass das eigene Kind in die Hölle kommen wird, weil man als Elternteil versagt hat, da ja sonst die psychische Krankheit Homosexualität nicht aufgetreten wäre. Und dann die Lösung der Therapie als Angebot – wer würde da nicht zugreifen, wenn dadurch das Kind vor der ewigen Verdammnis gerettet wird?
      Eine Lösung gibt es anscheinend nur durch Aufklärung – nein, Homosexualität ist keine Krankheit, nein, Eltern haben nichts damit zu tun und nein, man kann einen Homosexuellen nicht erfolgreich umerziehen.
      Vielleicht hat die katholische Kirche sich gerade auf einen Weg gemacht, der in die richtige Richtung führen kann – und vielleicht laufen die Evangelikalen irgendwann auch diesen Weg entlang. Aktuell sehe ich da nur geringe Chancen.

      • Katholische Kirche möglicherweise, wenn Franziskus den aktuellen Machtkampf rund um Tebartz-van Elst gewinnt und lange genug lebt.

        Evangelikalen? Die aus dem Bible belt?

        No way. Die lernen erst, wenn du denen das Hirn mit nem .45er polierst.

      • Anke, ich komme selbst auf dem evangelikalen Umfeld. Aber genauso wie das mit meiner Mom gerade „etwas“ aus dem Ruder läuft, so müssen eben auch andere Eltern lernen, daß die Kinder irgend wann Erwachsene sind. So lange diese Eltern zumindest alles (in Grenzen und da zähle ich Prügel und Zwang sicher nicht mehr dazu!) getan haben, um das Kind „vor der Hölle zu bewahren“, so hört doch dieses Sorgerecht spätestens an dem Tag auf, wenn das Kind vor dem Gesetz Volljährig ist. Eigentlich hört diese Zeit bereits dann auf, wenn das Kind sagt: und jetzt ist Schluß, ich bin selbst groß… (Nicht um sonst ist man mit 14 in Deutschland Religionsmündig!)

        Ich habe gerade bei Evangelikalen jeglicher Coleur immer wieder beobachtet, wie Jugendliche gegen ihren Willen in den Gottesdienst geschleift wurden – und diese jungen Menschen brachen dann relativ gewaltsam aus. Gerade die „Sünde“, die mit aller Macht verhindert werden sollte, wurde dann um so mehr „zelebriert“. Ich selbst bin erst relativ spät aus diesem Umfeld ausgebrochen bzw. rausgeschlittert. Okay, ich hatte „weltliche“ Freunde, die mich vor dem gröbsten bewahrten, aber das war eben nicht diese Ideologie! Und ich kann nicht verhelen: Ich kämpfe immer noch um ein Weltbild, das sich an Menschlichkeit / Humanität orientiert, den Mensch hinter allem sehen. Und glaub mir, wenn ich nicht aufpasse kann ich sehr selbstgerecht sein…

        Was aber eben hier stattfindet ist eben ein Überstülpen, ein „in Form pressen“. „Hach, mein Junge geht in die Hölle“… und dabei merken die Erwachsenen nicht, das der Jugendliche ab einer gewissen Grenze den Weg selbst finden muß. Im Gegenteil: Erst wenn der Jugendliche mal kräftig in die Scheiße gelangt hat, hat er die Chance, dies zu erkennen und evtl. zurückzukehren – zurück zu einem normalen Leben – ob nun mit Jesus und Religion oder als Atheist ist in diesem Fall egal, aber zurück zu einem Leben, das er bewälltigen kann und in eigener Verantwortung!

      • Ich frage mich, was die Kirchen damit zu tun haben. Ich habe den Verdacht, ihr pauschalisiert. Wenigstens in der evangelischen Kirche gibt es nicht „die einzige Wahrheit“ zu diesem Thema. Und selbst Katholiken kann man – bei allen Dogmen -. Verstand nicht einfach so absprechen. Das wäre unlogisch, gerade genau so ein Glaube, wie das was der Atheist ablehnt.

        Wenigstens für die Evangelische Kirche steht etwa hier eine gut begründete Meinung: http://www2.evangelisch.de/themen/religion/bibelauslegung-homosexualit%C3%A4t-ein-gr%C3%A4uel32885

        Man mag diese Bibeluntersuchung für unsinnig halten, doch das Ergebnis ist besser als hier unterstellt. Für einige Menschen ist das sogar sehr wichtig. Und Wahrheitsgehalt hängt nicht davon ab, wie es zu einer Aussage kommt.

        Ich finde, die Sicht von Menschen und auch von Glaubensgemeinschaften ist zu respektieren, gerade auch wenn die nicht der eigenen Meinung entspricht. Wer nun den Kirchen ihre Verfehlungen vorwirft, der macht es sich vielleicht etwas zu leicht. Gegen Unsinn ist logisch und klar am Thema(!!) zu argumentieren.

        Schwulenfeindlichkeit ist nicht Unsinn, weil der Papst Homosexualität verbietet. Das wäre weniger ein Problem und höchstens ein Problem für eine Glaubensgemeinschaft.

        Schwulenfeindlichkeit ist Unsinn, weil sie Menschenrechte verletzt, diskreditiert und mit der Ablehnung durch weite Teile der Gesellschaft, bis hin zur Bundeskanzlerin selbst, unauflösbare Konflikte hervor ruft. Das schadet der Gesellschaft, sicher auch indem dieses falsche denken auf alle möglichen Bereiche übertragen wird.

        Überspitzt gesagt: das macht uns nur noch dümmer.

        Der erwähnte Jürgen Ebach schließt jedenfalls damit: „Christinnen und Christen steht es gut an, sich und andere daran zu erinnern, dass die Menschenrechte in der Geschichte weithin gegen die Kirchen erkämpft wurden. Gott sei Dank!“

  2. Zur Schwulentherapie: Soviel Blödheit regt mich echt auf.

    Etwa bei Plattitüden wie:
    „Wiederholt man etwas hinreichend lange und ausreichend laut, dann wird es mit der Zeit als Faktum akzeptiert.“

    Das sagt eine von „transzendenten Dimension“ überzeugte, dem „christliche Menschenbild“ verpflichtete „Nachrichtenorganisation“ ohne „Ideologien“, die Wert darauf legt „Person in ihrer Ganzheit und Würde“ zu betrachten.

    Um sofort diese Personen in andauernder Wiederholung zu diskreditieren. Kein einziger Beleg, nur Wiederholung von Blödsinn und pseudowissenschaftlichem Quatsch. Ganz ohne rot zu werden! Was ist das Anderes als ideolotisches Geblubber?

    Der Hammer aber ist detlefnolde. Zitat:
    „Möglich ist auch ein Zusammenhang zwischen der (durch impfbedingte Spiegelneuronen-Hirnnervenschädigung hervorgerufenen) Asperger-Symtomatik (zum Autismus-Syndrom gehörig) und der zeitgleich zugenommenen homosexuellen Ausrichtung bei jungen Menschen…“

    Gleich zwei Gruppen zu diskreditieren ist schon toll. Der Typ hat ganz offensichtlich selbst defekte Spiegelneuronen, mithin in Konsequenz der eigenen Aussage eine Hirnnervenschädigung. Denn Spiegelneuronen wird ein Zusammenhang zur Empathie unterstellt. Empathie, die er eindeutig vermissen läßt. Die Autismus-These Vilayanur S. Ramachandran und auch Brittons ist jedenfalls unbelegt und mehr als zweifelhaft.

    Das wirkliche Problem mit der Homosexualität (oder mit beliebigen anderen Gruppen) sind wir. Die Gesellschaft, die alles Unbekannte als Krankheit abstempeln muss und damit Menschen aktiv schädigt. Dies allerdings ist ein eindeutig nachweisbarer psychologischer Effekt. Und so fragt sich, wer hier der Heilung bedarf.

    • Tante Jay, „t’schuldigung“, dass ich versehentlich die Sockenpuppe spielte. Mein Name ist zwar unwichtig, doch das macht Dir unnötige Arbeit. Kommt nicht mehr vor. Danke für die manuelle Veröffentlichung.

    • Ich weiß gar nicht wie man darauf kommt man würde jemanden „diskredieren“, wenn man der Meinung ist, daß diese oder jene Verhaltensweise eine Störung darstellt und darauf verweist, daß es genug Betroffene gibt, die das genauso sehen und sich dafür entschieden haben, diese ihre Störung zu überwinden und das auch geschafft haben. Wenn hier jemand diskrediert wird, dann sind es diese Betroffenen und jene, die ihnen Hilfe anbieten und zwar durch die Homo-Lobby, die für sich selbst Toleranz und Akzeptanz einfordert aber in diesem Fall genau das Gegenteil praktiziert. Ein souveräner, offener Umgang wäre angebracht, denkt mal drüber nach.

      • War klar, dass du hier aufschlägst. *g*
        Es ist genau diese Art Gehirnwäsche, die Schwulen einredet, dass ihre Sexualität ein Problem darstellt, die hier gezeigt wird. Was ihr macht, ist keine Hilfe. Was ihr tut, ist nicht, den Leuten in irgendeiner Form zu „helfen“. Sexualität ist keine anerzogene Verhaltensweise, die man einfach so umpolen kann – Sexualität ist etwas, womit du geboren wirst und damit ist das festgelegt.
        Der Rest sind die typischen Nebelkerzen, a la „alle Schuld und doof außer ich“.

        Ich habe die „Ergebnisse“ dieser Therapie gesehen. Ich kenne das, was sie anrichten kann. Das Opfer dieser „Heilungsversuche“ kann leider nicht mehr sprechen. Es ist tot. Suizid mit 25, weil er ums Verrecken nicht mehr seine Gefühle und das, was ihm eingeredet wurde, in Einklang bringen konnte. Die Verbrecher, die ihm das angetan haben, leben lustig weiter.

        Gott, wie ich Menschen wie dich verabscheue. Nächstenliebe ist für Typen wie dich nur ein Fremdwort. Du machst Nächstenliebe von Bedingungen abhängig, und zwar: „funktioniere so wie ich mir Menschen vorstelle, dann bist du ein Christ“.

        Warum sind denn viele tiefgläubige Schwule/Lesben/transgender so im Konflikt mit ihrer Sexualität? Weil Verbrecher wie du ihnen einreden, dass sie in die Hölle kommen, wenn sie leben wie es für sie vorgesehen ist.

        warum mischen sich Flitzpiepen wie du eigentlich in das Sexleben wildfremder Leute ein? Das findet im Schlafzimmer von genau 2 Leuten statt und nur die zwei geht das was an. Alle anderen haben gefälligst ihre Nasen da rauszuhalten.

        Darüber hinaus: Und selbst WENN LGBT-Menschen in die Hölle kommen – was gehts dich an? Es ist *deren* Hölle. Nicht deine. Also leg dich gehackt und lass die Leute mit deinen überflüssigen Therapieversuchen in Ruhe.

        Das ist reine Machtausübung. Du geilst dich daran auf, dass du Leuten erzählen kannst, wie schlecht sie sind. Und das ist sehr sehr armselig.

        • @Tante Jay
          Ich wüßte gerne wie Du darauf kommst, ich wäre ein Christ. Daß es auch Christen gibt, die therapiewilligen Betroffenen Hilfe anbieten, heißt nicht, daß alle Therapiewilligen oder jene die Hilfe anbieten aus einem christlichen Kontext heraus argumentieren, den ich zumindest ablehne. Ich weiß auch nicht wie Du darauf kommst, daß ich irgendjemanden einrede, wie schlecht er ist, was ich nirgends tue. Und nun unzähligen Betroffenen, die ihre homosexuelle Neigung als Störung gesehen und Hilfe wie Heilung gefunden haben zu unterstellen, sie wären Opfer einer Gehirnwäsche, ist ebenso unverständlich und diskreditiert all diese Menschen. Die Krönung der Unredlichkeit liegt vor, wenn ein Todesfall gemäß der eigenen Ideologie gedeutet und zur Propagierung derselben ausgeschlachtet wird.

          • „Unzählige Betroffene“ – wenn man mal nach Namen, konkreten Beispielen fragt, wirst du dich auf Datenschutz zurückziehen? *abwink* lass es.

            Deine Argumentation ist christlich. Und nein, die Leute haben *keine* dauerhafte Hilfe gefunden. Deine „Heilung“ der „Störung“ baut weitere Konflikte auf, die lange Zeit unterdrückt werden, aber irgendwann gehts nicht mehr und es knallt.

            Exodus hat eine beeindruckende Liste an Suiziden, ich selbst habe einen Suizid genau deswegen miterleben dürfen. Ich deute da „nichts aus“ – ich habe live und in Farbe völlig hilflos danebenstehen und der systematischen Zerstörung eines Menschen zusehen müssen. Von Leuten, die behauptet haben, diesen Menschen zu lieben. Pfui Deibel. Und wenn DU von unredlich sprichst, ist das ein Adelsprädikat. Denn was DU als unredlich empfindest, kann nicht falsch sein.

            Psychiatrisierung der Schwulen mit dem Ziel der Heilung hat bereits in der Vergangenheit viel Elend hervorgebracht und es hört einfach nicht auf, weil Menschen wie du, die von Spiegelneuronen soviel Ahnung haben wie die Kuh vom Eierlegen, weiter fröhlich rumpostulieren, wie die „Störung“ ausgelöst wird.

            Was kommt als nächstes? Leute werden schwul, weil sie geimpft werden? Quasi als Impffolge, wie die berühmt-berüchtigte Studie, die Autismus als Impffolge angesehen hat (die solltest du an der Stelle nicht rechtfertigen, der Studienersteller ist im Knast, genau wegen der Studie)?

            • Leute, ich fürchte, das ist vergebens. Es ist hinreichend nach der Qualifikation des Herrn Nolde zu fragen. Die sehe ich nicht. Mit einem Gesprächspartner ohne Kompetenz kann man kaum vernünftig diskutieren. Das führt nur zur Schlammschlacht.

              Einmal ein Zitat von ihm um seine Kompetenz und Toleranz als Ex(?)-Nazi, in jedem Fall als (nun ohne Wertung, er war auch extrem Links!) Extremisten darzustellen:

              <> Detlef Nolde

              Oder seine Meinung: <> Detlef Nolde

              Ich könnte den ganzen Blog mit solchen (natürlich aus dem Zusammenhang gerissenen! Seht lieber selbst – oder eben auch nicht. Zeitverschwendung) Zitaten füllen. Wundert noch irgend etwas?

              • Gut, an meiner Kompetenz muss ich noch arbeiten. Hier die wg. Klammern verschluckten willkürlich ausgewählten Zitate:

                Ausländer, die “schon lange hier leben, sich nichts haben zuschulden kommen lassen und sich angepasst haben” und ich ergänze eine Bereicherung für die deutsche Gesellschaft darstellen, nicht den Islam praktizieren also einfach zu uns passen und sich als Deutsche bekennen sind bei mir auch keine Rückführungskandidaten.
                .Detlef Nolde

                oder

                Erst unter der Parteiführung von Deckert kappte die NPD ihre Abgrenzung zum Neonazismus, worauf sich das Bild dieser Partei wie ihrer Jugendorganisation völlig wandelte.
                Detlef Nolde

      • Es ist vollkommen irrelevant, ob man der „Meinung ist, daß diese oder jene Verhaltensweise eine Störung darstellt“. Mehr noch, Meinungen sind, wenn es um Psyche geht, unangebracht. Es gibt nur wenig, mit dem man vorsichtiger umzugehen muss, als mit der Psyche eines Menschen.

        – Wenn diese Meinung falsch ist, dann ist die „Therapie“ fatal. Falsche Annahmen führen zu falschen Maßnahmen mit unvorhersehbaren Folgen.

        – Ist die Meinung aber richtig (was sie nicht ist), dann braucht es eine vernünftige Begründung. Und dann gehört der „Gestörte“ in fachkundige Hände.

        So ich wäre fertig. Es dürfte klar sein, dass Deine Meinung mehr als problematisch ist. Meine Meinung aber ist:

        Sachkunde ist auf Deiner Webseite nicht auszumachen. Deine Aussagen sind bestenfalls Vermutungen. Wissenschaftliche Nachweise, die es erlauben Handlungen zu begründen – es geht um Menschen! – sind nicht vorhanden. Das Gegenteil ist der Fall. So zum Beispiel die Aussage, Autismus sei durch Impfungen bedingt und es gäbe einen Zusammenhang mit Homosexualität. Fehlt nur noch, dass Du mit Handauflegen „heilen“ möchtest.

        Ich denke: dem Menschen seine Natur entreißen zu wollen, ist verantwortungslos. Denn das zerstört, nimmt jede Grundlage, hinterlässt eine leere Hülle. Es ist seelischer Mord. Das hat übrigens nichts damit zu tun, dass Depressionen sachkundig behandelt werden müssen. Nur haben Depressionen nichts mit Sexualität an sich zu tun. Sie haben vielleicht mit unterdrückter Sexualität zu tun – also deshalb genau mit dem, was Du propagierst. Ohne Zweifel gibt es Menschen, die ihre Sexualität überwinden können. Doch ob Dein Bild so erstrebenswert ist, das ist mehr als zweifelhaft.

        Deine „Meinung“ ist eine Gefahr für Menschen. Sie stürzt sie in vollkommen überflüssige Konflikte, degradiert sie zu Störfällen der Gesellschaft. Diese Meinung generiert Störfälle. Die Probleme der homosexuellen Menschen liegen all zu oft an der Gesellschaft, die ihnen einredet es sei „falsch“ ihr Sein leben zu wollen. Das Problem sind also wir.

        Und die Gefahr für die Hetros, die von Schwulen angeblich ausgeht? Natürlich gibt es die. Es gibt sie genau so, wie die Gefahr die von Heterosexuellen ausgeht. Es gibt da keinerlei Unterschied.

        Ich sehe das so:

        An die Schwulen und Lesben: Ich oute mich mal als Hetro. Tut mir Leid, ist so – ich kann wirklich nichts dafür. Aber ich kann die Gelegenheit wahrnehmen, mich bei den paar von „Euch“, die ich kennenlernen durfte, herzlich zu bedanken.

        Bedanken für den Einblick in eine bizarre (aus meiner Sicht) Welt, die Gefühle ausstrahlte, Kunst, Musik, Lust und Liebe. Eine Welt die nicht diskriminiert, nicht ausgrenzt und einfach menschlich ist. Nein, perfekt ist diese Welt nicht. Ich glaube, den Anspruch habt ihr gar nicht. Diese Welt ist nicht mal eindeutig zu auszumachen – und zugegeben, deshalb pauschalisiere ich hier etwas. Jedenfalls gab es auch Traurigkeit – ich erinnere mich an Lachen unter Tränen. Ihr hattet keine Angst mich daran teilhaben zu lassen. Ihr habt mir meine eigene Beschränktheit gezeigt, ohne jeden Zeigefinger. Es gibt nicht nur meine Welt. Es gibt weit mehr. Das nennt man Leben. Danke dafür.

    • ROTFL 🙂

      Da sieht man mal, wohin unterdrückte Sexualität führt
      Ne ne, meine (Kinder) bekommst Du aber nicht!

      • Ich meinte natürlich keine Menschenkinder, ich dachte mehr an Rinderkinder oder Schweinekinder oder so…

        😀

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