Das gute im Menschen

Wisst ihr, wann immer ich über Stories stolper, wo Menschen gequält werden von engstirnigen Menschen, von anderen Menschen – weil sie anders sind oder als „anders“ stigmatisiert werden (man darf nicht vergessen, dass man sehr sehr schnell selbst der „andere“ sein kann, der ausgegrenzt wird), wenn ich wieder mitbekomme, wie es jemandem, den ich mag, gerade schlecht geht und ich kann nichts tun, außer die Hand zu reichen, was manchmal so verdammt wenig ist, dann stolper ich auch über Videos wie das unten verlinkte.

Es sind Dinge wie diese hier, die kleinen Nettigkeiten des Alltags, die kleinen Hilfestellungen, die man von völlig Fremden bekommt, einfach, weil jemand Hilfe braucht und man nicht 2x fragt, ob man „dem da“ helfen soll: Man tut es einfach, die mir den Glauben daran zurückgeben, das nicht alles schlecht ist.

Auch nicht in einem Russland, dass derzeit eine furchtbare Entwicklung durchmacht. Nein, auch da nicht.

Danke an Beremor fürs rüberschicken.

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Soziales

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10 thoughts on “Das gute im Menschen

  1. Wenn man so etwas zeigen muss, dann ist es mit der Menschheit nicht weit her.
    Autos aus dem Schnee ziehen, das habe ich im letzten Winter alleine schon vier mal gemacht. Ich habe halt ein starkes Auto und ein Abschleppseil dabei.
    So etwas sollte absolut selbstverständlich sein, genau so wie das Anhalten bei einem Pannenfahrzeug oder das Anbieten von Sitzplätzen im Zug.

    • Tja, gerade aus Russland würde ich solche Bilder erstmal nicht erwarten, das ist wohl das besondere daran. Darüber hinaus sind mir solche Bilder tausendmal lieber als noch ein Bericht über Gewalt, Korruption und Ungerechtigkeit (nicht nur in Russland). Geschickt mit Musik verknüpft, kann sich wohl kaum jemand der Wirkung entziehen. So kann man Menschen auch beeinflussen, und zwar positiv. Wenn man den Menschen ständig nur Bilder und Meldungen um die Ohren haut, wie egoistisch, grausam, kaputt, gemein und niederträchtig die Menschheit doch ist, kann man ja nur verzweifeln und verbittern. Ich finde, auch in der Tagesschau sollte „Die gute Nachricht des Tages“ Pflicht sein – und wenn es nur eine gerettete Entenfamilie in Moskau ist. Den täglichen Todesticker will doch keiner mehr sehen – wieviele Menschen gerade wieder im MIttelmeer ertrunken, in Bagdad weggebombt, in Afrika verhungert, in den USA erschossen wurden (um nur mal ein paar Klischees zu nehmen), das hält man doch auf Dauer nicht aus.

      • Warum nicht aus Russland?
        Die einfachen Leute sind überall gleich, viele gucken weg, viele andere helfen; ist hier schließlich genauso.
        Ich finds ganz nett, mal was anderes zu sehen, als immer nur die Pannen-, Bomben- oder Unfallvideos.

        😀

        • JonySoft, aber gerade mit Rußland verbinden wir eher Gewalt, Eigennutz, eben das Personifizierte schlechte. Ich kann mich da vielleicht nicht wirklich entziehen, weil mein Opa bei den Rußen sehr lange einbehalten wurde nach dem WK2. Glaub mir, ich war letztens sehr unangenehm überrascht, als ich meinen Ollen sprechen hörte. Ich habe im Moment ein Problem mit einem Polen / Rußen und bin deswegen ausgezogen. Holla – so fluchen habe ich meinen Vater noch nie gehört! Und er ist an sonsten ein sehr friedlicher und feiner Mann, der derartige Worte nicht so schnell in den Mund nimmt…

          Um so mehr hatte mich dieses Video überrascht, als ich es zum ersten Mal gesehen habe – eben, daß die „einfachen Leute“ überall gleich sind: Sie wollen nur in Frieden gelassen ihr Leben führen können, die Kinder groß bekommen und vielleicht einen bescheidenen Luxus haben… Statt dessen bekommen wir … okay, hier stope ich besser, sonst lauf ich warm…

          • Joa – die Polen (oder: Polski-Klauski), die Russen (manchmal: Vodka-Deutsche), die Engländer (hier nennen wir sie Tommies), die Türken (auch Kanaken genannt), die Amerikaner (lecker als Gebäck, als Leute: Amis), die Deutschen (man sagt auch: Krauts), …

            Gibt immer so’ne und solche.

            😉

  2. Was Dustbin sagt: aus Russland erwarten wir (also ich, und wohl auch andere) eigentlich nur schlechtes. Da ist es doch schön, wenn die eigenen Vorurteile mal in Frage gestellt werden, und das noch in einer Art, die ans Herz geht. Gerne mehr positives, das kommt wie gesagt eh zu kurz.

    • Eigentlich erwarte ich eher aus USA Übles, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden…

      😀

      • ich nehme an, du bist auch jemand aus den 70ern (mind.) – dann wird dir auch „USA unser freund“ bzw. „Sowjetunon, unser großer bruder“ eingehämmert worden.

        Egal wie – ich erwarte von keiner seite mehr etwas gutes für die deutschen – oder besser: für das deutsche volk.

        1. Unsere Politiker belügen und betrügen uns und wir sind so dämlich und lassen sie damit davon kommen.
        2. Kenne ich es nicht anders als daß deutschland mit dem cheque-buch politik macht
        3. deutschland primär „nur“ wegen des dicken cheque-buchs akzeptiert wurde – so lange wir als volk nur das maul halten…
        4. deutschland (oder besser unsere politische klasse) zu dämlich ist, die uns gegebene macht zum wohl des deutschen volkes und der welt richtig einzusetzten…

        und dabei will ich nur an eines erinnern, das unsere vorfahren nach dem WK2 mit den anderen völkern sehr stark verband: Nie wieder Krieg…

  3. Oder um es kurz zu sagen: alle anderen sind schlecht, und die Deutschen sind auch nicht toll 😉

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