Das Kreuz mit Studien

Medizinische Erkenntnisse werden im allgemeinen mit Studien untermauert. Im Idealfall hat man eine Theorie und die wird dann durch eine entsprechende Studie bestätigt oder widerlegt. Das heißt, wenn man eine Metastudie hat, dann ist man im Idealfall neutral eingestellt. „Könnte das sein? Lass ma kucken.“ – um es salopp auszudrücken.

Und dann gibt es die Studien, die wider alle Vernunft etwas belegen sollen, was bereits vom rein logischen Verstand *nicht sein kann*.

Wenden wir uns also *wieder mal* der männlichen Genitalverstümmelung zu.

Es gibt eine Menge Studien, die belegen sollen, dass Männer von der Desensibilisierung nicht betroffen sind – vor allem dann nicht, wenn die Genitalverstümmelung bereits im frühen Kindesalter vorgenommen wird.

Und an der Stelle gehen bei mir *alle* aber auch wirklich *alle Alarmglocken an und mein Nackenfell sträubt sich.

Ich will die Metastudie an sich jetzt nicht auseinandernehmen – das überlasse ich denen, die a) an die Studie kommen und b) rechnen können – ich kann das nicht.

Aber mich interessieren die Intentionen der Studienersteller.

Dr. Brian J. Morris aus Sydney, Australia ist ein Autor bei circinfo.net. Circinfo.net ist eine Pro-Circ-Seite, die für die frühestmögiche Beschneidung aller männlichen Kinder weltweit plädiert. Die Gründe? Ach, was soll ich sagen. Schutz vor HIV, Geschlechtskrankheiten…blabla… es wird ermüdend. Dr. Morris hat eine Pro-Circ-Infobroschüre entworfen, die Eltern über die „benefits“ aufklärt, die Risiken aber bequemerweise vergisst zu erwähnen.

So. Das ist der begleitende Autor.

Als erster Autor ist die School of Medical Sciences, University of Sydney, Sydney, New South Wales, Australia als erster Autor genannt. Dr. Brian Morris ist emeritierter Professor dieser Fakultät.

Zweiter Autor ist das Department of Urology, University of Washington School of Medicine, Seattle, WA, USA
Diese Fakultät hat zum Beispiel ein Lehrbuch über die männliche Genitalverstümmelung bei neugeborenen Jungen verfasst.

Und der dritte Autor? Das ist die Section of Urology, 112 GU, VA Puget Sound Health Care System, Seattle, WA, USA. Das ist das US Department for Veteran Affairs. Die kümmern sich im Regelfall nur um Erwachsene.

Es ist kein Zufall, dass sich gerade 2 große US-Regierungsorganisationen mit der Metastudie befaßt haben. In den USA wächst der Widerstand gegen die RIC – Routine Infant Circumcision, nahezu stündlich. Die Gruppierungen der „Intactivists“ werden mehr, und mehr und mehr Menschen engagieren sich gegen die grausame und unnötige Beschneidung von nicht einwilligungsfähigen Kindern. Die Rate der Neugeborenenbeschneidungen ist inzwischen unter 40% – und das bedroht dort etliche der Kinderurologen, die dort inzwischen zu Methoden greifen, die man wirklich nur mit Mafiamethoden umschreiben kann.

Es gibt auch immer mehr Männer, die aufstehen und sagen „Jawohl, es *hat* mich geschädigt“. Es gibt Eltern toter und fürs Leben gezeichneter Jungen, die aufstehen und sagen, dass sie mehr oder weniger zur Operation überredet wurden. Weil es „sauberer“ ist, weil es „schöner aussieht“ und…ach, ihr kennt die Argumente.

Es gibt Berichte über Mütter, die explizit gesagt haben, dass sie keine Beschneidung wollten. Die dann nur einen Mittagsschlaf gemacht haben und als sie aufwachten lag der frisch beschnittene Säugling fix und foxi neben ihnen. Es gibt inzwischen Mütter, die auf die Bäuche der Kinder mit einem Edding NO CIRC OR SUED schreiben. Auf die Bäuche – die Windel reicht nicht, weil die ja bei einer Beschneidung entfernt wird.

Die Leute in den USA wachen auf, sie glauben den Lügen immer weniger.

Es gibt immer mehr Männer, die aufstehen und erzählen, was die Beschneidung ihnen angetan hat. Was sie zum Teil erdulden müssen, was ich für Geschichten gehört habe – sie würden ein Buch füllen.

Diesen Männern wird in Zukunft diese Metastudie entgegengehalten werden mit den Worten, dass sie sich nicht so anstellen sollen, schließlich hätten die Studien ja gezeigt, dass dort keine Reduzierung der Empfindung vorherrscht.

Tja. Und nun?

1. Ein Mann, der als Kind beschnitten ist, wird erstmal keine Verringerung der Empfindsamkeit feststellen. Dennoch ist sie – von einem objektiven Standpunkt – vorhanden. Leute, ich WEISS, ich WEISS und ich WEISS. Lasst mich bitte weiterschreiben, ja? Danke.

Mit zunehmenden Alter und vor allem mit dem Umfang der Beschneidung kann sich das aber durchaus ändern. Die Eichel ist im Originalzustand von Schleimhaut bedeckt. Ausgetrocknete Schleimhaut keratinisiert und die Nervenenden, die noch in der Eichel vorhanden sind *müssen* weniger sensibel werden, sonst rennt Mann nämlich mit einer Dauerlatte rum. Das ist ein körperlicher Schutzreflex, der aber nicht aufhört. Der Körper stellt nicht eines Tages fest „oh nu is gut gebalanced“ – die Empfindsamkeit wird weniger. Und irgendwann muss man Viagra nehmen um das fast taube Genital noch benutzen zu können. Ist noch das Frenulum vorhanden, kann dieser Vorgang verlangsamt werden, ganz aufgehalten jedoch nicht.

Es hat einen Grund, warum Viagra in den USA erfunden wurde und warum der absolute Verbrauch in Israel 7x so hoch ist wie in Deutschland.

Das heißt, die Studie ist schon von der Ausgangslage her völlig unnütz und eigentlich nur ein Totschlagsargument. Subjektive Fallbeschreibungen sind nicht geeignet, um für alle eine Regel zu erstellen. Man fragt doch auch einen farbblinden Menschen nicht, wie er einen Gauguin findet nur um dann später zu sagen, dass jetzt bewiesen ist, dass Gauguin schwarzweiß malt.

2. Was sagt denn die Studie aus? Ein Mann, der Funktionseinbußen bei sich feststellt, wird doch kaum hingehen und sagen: „Och, wenn das so ist, hab ich mich wohl geirrt“. Ein Mann, der mit seiner Beschneidung zufrieden ist, wird vielleicht noch sagen: „Siehste.“

Es bleibt eins nach wie vor bestehen: Die Studie kann keine Antwort für alle bieten. Das will sie aber auch offensichtlich nicht. Sie will lediglich ein Totschlagsargument auf wissenschaftlicher Basis sein, dass es erlaubt, den Männern, die für sich reklamieren, dass sie durch die Beschneidung geschädigt wurden, zu sagen, dass sie sich gefälligst zusammenreißen sollen.

Es fehlen völlig sämtliche ethischen Erwägungen, sie werden nicht mal erwähnt. Es gibt keine Risikoanalyse, keine Kosten-/Nutzenabwägung, also: Wie oft bekommt ein Mann zum Beispiel Harnwegsinfektionen und ist das häufig genug, dass man eine solche Operation bei einem nicht einwilligungsfähigen Säugling durchführen sollte.

Nichts davon. Dafür wird sehr viel Wert auf die „Vorteile“ gelegt und die Ergebnisse der Studien großen Raum gegeben, dass eben keine negativen Auswirkungen erkennbar seien.

Nochmal:

Jeder Mann, der nach dieser Studie behauptet, dass er Probleme mit seiner Beschneidung hat, dass er unter der Beschneidung leidet: Jeder dieser Männer wird jetzt einen sehr viel schwereren Stand haben.

Jedes Elternpaar, dass sich gegen die Beschneidung entscheidet: Jedes Elternpaar, dass das Recht des Kindes auf die Unversehrtheit seines Körpers achtet, wird es gerade in den USA jetzt sehr viel schwerer haben, wenn ihnen die Ärzte sagen, dass „die Studie sagt, dass es keine Nebenwirkungen gibt, sondern nur Vorteile – und die wollen sie ihrem Sohn doch nicht vorenthalten, oder?“

DAS war das Ziel dieser Metastudie. Sie sollte keine neutrale Evaluation der Studien darstellen. Man hatte eine vorgefaßte Meinung und wollte die bestätigen.

Und DAS ist keine gute Ausgangslage für Studien.

Die Studie ist wertlos.

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10 thoughts on “Das Kreuz mit Studien

  1. Mich würde ja interessieren, ob die Befürworter nicht im Grunde ganz andere, nämlich finanzielle, Interessen haben. Gerade die Kosmetikindustrie hat einen hohen Bedarf daran, und da dürfte wohl des öfteren das ein oder andere Geldbündel den Besitzer gewechselt haben.
    http://voices.yahoo.com/human-foreskins-big-business-cosmetics-201840.html

    Und gerade bei Morris (Doktor will ich den nicht unbedingt nennen, denn Ärzten sollte in der Regel der Eid des Hippokrates bekannt sein, nach dem der Patient vor Schaden bewahrt werden soll, und kein neuer hinzugefügt) dürfte sich ein Blick in dessen Konten sicherlich als äusserst interessant erweisen.

  2. Die Studie ist nicht nur wissenschaftlich wertlos, sie ist nach Deinen Überlegungen geradezu gefährlich. Ich hoffe, dass genug Menschen die Autoren und Auftraggeber so hinterfragen wie Du und zum gleichen Ergebnis kommen. Diese Erkenntnisse sollten auch entsprechend publiziert werden.

    • Ich hab inzwischen mehr rausgefunden über diesen Doc Morris. 😉

      Der ist Circumfetishist – das heißt, der bekommt bei Bildern, Videos und den Schreien von Babies, die beschnitten werden, ne Latte. Wenn er die Beschneidung selbst durchführt, geht ihm wahrscheinlich einer ab.

      Der Mann ist krank – und die Ärztezeitung verbreitet den Mist auch noch weiter.

  3. Liebe Tante Jay,
    ich bin kein Mediziner, aber ich denke man muss das auch gar nicht sein. Man muss nur logisch denken können, um zu dem Schluss zu kommen, dass die Entfernung von tausenden Nervenenden zu einem sexuellen Empfindungsverlust führen MUSS, denn ihr Zweck ist wohl kaum die Temperaturmessung. Wenn ein Mensch als Baby auf einem Auge erblindet, wird er als Erwachsener mit dem gesunden Auge jeden Sehtest bestehen können und damit zufrieden sein. Dennoch fehlt ihm etwas – das räumliche Sehen. Und vielleicht fehlt den Beschnittenen beim Sex auch so etwas wie die 3.Dimension….

  4. aaaalso – fasssen wir mal noch mehr zusammen:
    1. ausgangslage im westl. kulturkreis: frauen leiden unter einer art patriachiat
    2. die frauen gehen berechtigt für ihre rechte auf die straße
    3. die frauen können ihre rechte durchsetzten, es wird aber hier nicht gestopt
    4. es beginnt, daß die jungs / männer eine immer schlechtere ausbildung bekommen / auf hochschulen plötzlich in der minderheit sind, weil schon allein der wunsch nach einem gemeinsamen kaffee oder treffen als sexuelle belästigung aufgefaßt werden kann
    5. nun sind die frauen an der macht…
    6. die kosmetik-industrie braucht die vorhäute entweder für plastisch-chirurgische implantate oder für kosmetika (die ja vornehmlich von frauen genutzt werden…)
    7. die pharmaindustrie hat eine neue cash-cow, genannt „erektionshilfsmittel“, gefunden und will das natürlich weiter vorantreiben, den markt stimmulieren
    8. ärzte bekommen in den usa noch für jede bescheidung und dabei anfallender vorhaut von der industrie noch geld…

    bitte nicht falschverstehen: frauen müssen auf augenhöhe neben den männern stehen können – im gegenzug aber gilt das gleiche. nur man kann nicht auf teufel komm raus erwarten, daß biologische unterschiede zwischen „männlichem“ und „weiblichem“ verhalten weggewischt werden können. genauso wenig kann man nur vom äußerlichen auf dieses typisch „männliche“ oder „weibliche“ verhalten schließen. (stichwort „transgender“)

    ich beobachte gerade mit sorge eine weitere parallelbewegung: im bestreben, die sexuelle präverenz endlich von den personen an sich zu lösen (gendermainstreaming), kommt es immer wieder zu übergriffen auf leute, die eine andere meinung vertreten. genauso wenig wie ich es ungerne sehe, wenn jemand ausgegrenzt wird, nur weil er „schwul“ ist, genauso will ich nicht sehen, daß leute, die „schwul sein“ unnormal finden, deswegen mundtot gamachte werden!

    „auch wenn mir deine meinung nicht gefällt, würde ich doch dafür sterben, daß du sie äußern darfst“… (Freie wiedergabe)

    • Ouuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhhhhhh….. da muss ich dir leider ein bisschen in die Parade fahren.

      Du kannst den Feminismus nicht mit Beschneidung gleichsetzen – du setzt ja auch Fische nicht mit Äpfeln gleich.

      Der Feminismus hat nach wie vor seine Berechtigung, es gibt noch viel zu tun, was die Gleichberechtigung angeht, aber die Beschneidung kannste da nicht primär reinmischen. Wo das geschieht, geht das regelmäßig nach hinten los, weil die Feministinnen entweder die Beschneidung der „kleinen Männer“ verteidigen, weil der Schwanz so weniger bedrohlich ist oder weil die Beschneidungsgegner auf einmal in Schwulitäten mit dem Feminismus kommen.

      Keine gute Sache – ist dir hier übrigens auch passiert. 😉

      Es ist auch nicht so, dass nur, weil die Frauen an der Macht sind, die Kosmetikindustrie die Vorhäute braucht. Die Forscher dort sind meist Männer und es ist denen völlig Hupe, mit welchem Ausgangsmaterial sie das gewünschte Ergebnis erzielen. Das ist kein Genderproblem, das ist ein deutliches Ethikproblem. Gerade die männliche Beschneidung ist erstaunlich frei von jeglichen Ethikfragen.

      Und dass du zum Schluß noch die Homosexualität reingebracht hast…Hasi. Homophobie ist der Hass auf eine andere Sexualität. Homophobie ist keine Meinung, die es zu verteidigen gilt. „Ich bin der Meinung, dass deine Sexualität unnormal ist“ ist ein direkter Angriff auf das Selbstverständnis jedes Homosexuellen/Bisexuellen und keine Meinungsäußerung. Diese Art Äußerungen werden zudem auch ausschließlich getätigt, um Homosexuelle als „Freaks“ zu kennzeichnen. Genauso wie Dicke, hässliche…

      Stell den Satz für dich mal um:

      „Ich bin der Meinung, dass deine Fettleibigkeit unnormal ist“
      „Ich bin der Meinung, dass dein Aussehen unnormal ist“ (am besten geäußert zu jemandem, der eine Brandverletzung überstanden hat)
      „Ich bin der Meinung, dass deine Haarfarbe unnnormal ist“
      „Ich bin der Meinung, dass deine Augenfarbe unnormal ist“

      Das ist Meinungsäußerung? Für diese Äußerungen würdest du – völlig zu Recht – richtig eins auf die Glocke bekommen. Mit Anlauf. Aber sobald du Haarfarbe mit Homosexualität ersetzt, ist das alles in Ordnung?

      Sicher?

      • :\ stimmt – unglückliche „beweißführung“ – eigentlich wollte ich einfach nur auf eines hinaus: behandelt endlich die anderen menschen wie menschen und nicht wie objekte…

          • Hi folks,

            das Problem ist weniger das Subjekt, das mit dem Prädikat „normal“, bzw. „nicht normal“ bedacht wird, sondern das Prädikat „normal“ an sich. Objektiv betrachtet heißt „normal“ ja eigentlich nur „der Norm entsprechend“, also im Sinne einer Eigenschaft, einem Attribut oder sonst etwas, welches von der Mehrheit der durch das soziale Umfeld definierten Gruppe geteilt wird.

            Insofern wäre es – wertungsneutral gesehen – ja nicht einmal verkehrt zu sagen, dass Homosexualität, Adipositas (= Fettleibigkeit) oder eine Haar-/Haut-/Augenfarbe nicht normal ist, wenn die Mehrheit eben nicht homosexuell oder fettleibig oder sonstwie ist.
            Ich selbst bin mit gut 125kg tatsächlich fettleibig und kann auch damit leben, wenn mir eine(r) sagt, dass das nicht normal ist… denn es IST ja nicht normal. Merke ich z. B. immer dann, wenn ich mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre und der eigene Hintern nicht so wirklich in die „normierten“ Sitze passen will ;-). Genausowenig „normal“ ist es, wenn ich afro-amerikanisch bin und die restlichen 99,9% um mich herum sind alle eurasisch. Oder ich ein Mann bin, der in einem Beruf arbeitet, der zu 99,9% von Frauen besetzt wird. Oder ich ein Hund bin, der im Katzenkörbchen neben zwölf Stubentigern liegt.

            Das Blöde dabei ist eben, dass mit dem „Nicht normal sein“ i.d.R. eine gleichzeitige Abwertung stattfindet. „Du bist nicht normal“, sagen die „Normalen“ und meinen gleichzeitig „Du bist deshalb weniger wert“! Leider eine menschliche Eigenschaft, denn den Katzen im o. g. Beispiel dürfte es wahrscheinlich schnuppe sein, solange Bello ihnen das Futter nicht wegfrisst ;-).

            Das ist das eigentliche Problem. Dagegen muss man etwas tun. Ehrlich gesagt ist es auch wenig hilfreich, die von der Norm abweichende Eigenschaft (keine Wertung!) den nicht von der Norm Abweichenden alle fünf Minuten unter die Nase zu reiben und den Spieß quasi umzudrehen, indem verlangt wird, dass sie das nicht nur zu tolerieren, sondern gefälligst gut und prima und supi zu finden und entsprechend zu feiern haben, denn sonst sind sie ja intolerant, rechtsradikal, spießbürgerlich und… weniger wert!
            Klaus Wowereit hat gesagt: „Ich bin schwul, und das ist gut so!“ Nein, ist es nicht! Es kann mir am Achterdeck vorbei gehen, ich kann höflich die Schultern zucken und „So what?“ zurückrufen, aber ich muss und will das nicht gut finden! Was ich gut oder schlecht zu finden habe, ist meine Angelegenheit, solange ich den/die andere(n) nicht benachteilige.

            Ich persönlich will gar nicht normal sein, denn normal kann ziemlich langweilig sein. Wenn jeder normal wäre, wären wir längst eine uniformierte Gesellschaft, wie sie in diversen Dystopien à la „1984“, „THX 1138“ oder „Fahrenheit 451“ beschrieben wird, wo jeder von der Norm abweichende Gedanke verfolgt, bestraft und vernichtet werden muss. Und das wäre wiederum gar nicht normal! (Jetzt ist es wertend :-))

            PS: Eine Phobie ist nicht der Hass auf irgendetwas, sondern die Angst davor. Ich habe Homophobie, wenn ich, warum auch immer, Angst vor Homosexualität habe. Diese Angst kann sich u. a. als Aggression äußern.

  5. Ich wusste es!
    Ich bin nicht normal!
    Ich arbeite als Mann in einem Beruf, den zum überwiegenden Teil Frauen ausüben!
    Ich fühle mich so, ja, so lebendig!

    😀

    PS: ansonsten bin ich (leider) erschreckend „normal“ – nicht übergewichtig, für Deutschland normale Hautfarbe, schwimmfähig, autofahrtauglich (mit zertikat), lese-, schreib- und rechnenfähig – wie langweilig…

    😉

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