FSA13 – und ich so?

Hajo. Und wie gings mir da?

Ich fands toll – allerdings nicht nur wegen der Demo 😉

Ich hab ein paar Mitblogger getroffen. Und, Gott sind die alle jung. *g*

Ich bin an einem Wochenende mehr gelatscht als sonst in einem Jahr – ich merke das heute. Muskelkater deluxe. Aber immerhin: Ich habe noch Muskeln, die verkatern können. *g*

Freitag die Ankunft war schon spitze. 🙂 Angekommen eine Stunde später als der Reiseplan ausgeworfen hat, aber: Ich war da. Und auch eine supernette Mone, die sich auf die 22.22 Uhr verlassen hatte, die eigentlich drinstanden, aus denen dann aber ein 23.22 Uhr wurde. Sie hat mich abgeholt und zuverlässig ins Hotel kutschiert. Danke an der Stelle <3 🙂

Das Hotel selbst: einfach, aber sauber. Das Frühstücksbuffet war gut und lecker. Kann man empfehlen: Hotel Transit Loft.

Ich Dorfdepp hatte – natürlich – das Ladegerät fürs Handy vergessen. Super. Klar, irgendwas ist immer. Machte aber nix, das Hotel hatte eine beeindruckende Sammlung von Ladegeräten. Gesucht, gefunden und festgestellt: Mist britisches Ladegerät. Doch auch dafür gabs nen Adapter. Draufgesteckt und ich hatte ein kostenfreies Leih-Ladegerät. \o/

Den Demo-Samstag hab ich ja schon beschrieben, da gibts aus persönlicher Sicht nur hinzuzufügen: Sonnenbrand ist doof und Berliner Taxifahrer sind…besonders. *g*

Der pakistanische Taxifahrer, mit dem ich mich über Syrien unterhalten habe. Und dem ich gesagt hatte, dass ich es für ein Verbrechen halte, da jetzt Bomben zu werfen. Am Hotel angekommen, weigerte der sich strikt, auch nur einen Cent anzunehmen. Heftige Diskussion, dann: „Die Leute sehen Bomben als selbstverständlich an, ich freue mich über jeden, der dagegen kämpft. Gehen sie. Gehen sie. Es ist in Ordnung. Und machen Sie weiter.“ Mehr dazu im Laufe des Tages. Es sind kleine Dinge, die einen plötzlich zum Schlucken bringen.

Auf der Demo selbst saß ich plötzlich einem Piraten gegenüber. Irgendwann lächelte der mich ganz verträumt an. „Weißt du was toll mit dir ist?“ Ich: „Nö, wasn?“ „Mit dir kann man so richtig schön schweigen“. *g* Okaaay, im Skype oder Teamspeak krieg ich dafür immer auf die Mütze *g*

Er hat mir dann noch die Kopie eines Textes gegeben. Sobald ich den verstanden habe (das ist ne Menge Stoff), blogge ich mal darüber. Hannah Arendt – über Vorurteile und politische Vorurteile. Da muss ich echt drüber nachdenken.

Gestern dann zwei Kumpels getroffen die man sonst „nur“ übers Internet kennt. Mann hab ich mich gefreut, wir haben viel gequatscht, lauter dummes Zeug, aber auch viel Kluges. Und Basti musste ja unbedingt Fotos von mir machen. Bastimausi? Seh ich die irgendwo, klau ich deine Cam (hab ich wenigstens nen Grund *g*).

Überhaupt, die Bahn. Die Rückfahrt war.. OH MANN. *grummel*

Ich kopier mal den Inhalt aus einer Mail rein, brauch ich das nicht nochmal schreiben. Bitte das alles vor dem Neoliberalen Hintergrund „Der Markt richtet das schon“ sehen.

Um 17.05 Uhr sollte der Zug ja losfahren. Um 16.15 Uhr stellten wir (ich hab den Tag heute dazu genutzt, Freunde zu treffen, die in Berlin wohnen und die ich ewig lang nicht mehr gesehen habe) fest, dass der Zug überhaupt nicht aufgeführt war.
Höh?

Also zum Infopoint gedackelt, der informierte mich dann etwas verdutzt, dass es den Zug seit gut 4 Wochen nicht mehr gibt, grinste dann süffisant und meinte: „So lange im voraus bucht man ja auch nicht.“ Arschloch. Auf meine freundliche Anfrage, was denn nu mit der Platzreservierung wäre und obs einen Preisnachlass gäbe, meinte er, ich könnte mein Glück ja im Reisezentrum versuchen, aber das Ding wär voll und ich würde den Zug um 16.48 (statt 17.05) nicht bekommen. „Gute Reise auch“ *kicher*

Kurzer Check, der Mann hatte leider recht. Also in den Zug um 16.48 Uhr eingestiegen und losgefahren. Sitzplatz? Nada, der Zug war voll. JEDER, aber auch JEDER Sitzplatz belegt. Umbuchung auf Erster Klasse? Sah er sich auch angesichts meines Schwerbehindertenausweises leider leider nicht in der Lage zu. Also dann von Berlin Hbf bis Magdeburg auf dem Boden gesessen, mal gelegen, mal gehockt. Bequem ist anders und ich dachte mit Grauen an die 4 Stunden Fahrt. Egal. Würde ich auch überstehen.

Magdeburg gingen die Türen auf, es machte *RUMMS* und dann war jeder (JEDER) Stehplatz doppelt belegt. „Nönö, wir können noch fahren, wir sind noch nicht zu 200% überbelegt“. Ansage des Schaffners. Naja, was man so fahren nennt – der ist dann nicht mehr schneller als 100 km/h gefahren. Was war passiert? Ein anderer ICE in Magdeburg hatte Maschinenschaden, die Leute sind dann in „meinen“ umgestiegen. 150 Leute.

Hannover dasselbe Spielchen, weitere gut 120 Leute stiegen zu. Und da war dann Ende. Ansage des Schaffners: „Die Leute, die schon mal mit uns gefahren sind, werden das Spielchen kennen. Wir sind zu mehr als 200% überbelegt und dürfen nicht weiterfahren.“ Gegenüber stand ein IC. Kurze Frage an den Schaffner: „Hält der In Dortmund?“ „Jau.“ – umgestiegen. Der erste Waggon war auch schon rappelvoll. Durchgekämpft bis zum vierten, alles voll. In der Ersten Klasse hab ich mich dann auf den Boden gesetzt, Schnauze voll. Würde ich eben Erster Klasse auf dem Boden sitzen, an der Stelle hätte ich jeden, der meinte, das ich nur in der zweiten Klasse auf dem Boden sitzen dürfte, wahrscheinlich aus dem Zug geworfen. Bei 120 km/h. Mindestgeschwindigkeit.

Schaffner kommt, meinte: „Gehnse mal nach hinten durch, alles frei. Hoffnung. Kann es sein? Und ja, zwei Waggons weiter ein Sitzplatz. Ich hätte heulen können. Schaffner gefragt: „Krieg ich den Anschlußzug nach Werne eigentlich noch? Der geht um 21:35 Uhr“  Schaffner guckt auf die Uhr und meint: „Ne, wir kommen erst 10 min. später an.“ *heul* Eine Stunde Aufenthalt auf dem Dortmunder HBF. Kurz mein Schwagertaxi informiert, ein wenig in der SMS geweint und dann gepennt. Hatte ja Zeit und ich war echt platt.

21:32 Uhr Ankunft Dortmund HBF. Von Gleis 11 nach Gleis 21 in unter 100 sek. Zug um 21:35 Uhr bekommen (locker, ich hätt nicht rennen müssen), Schwagertaxi hat mich abgeholt und dann endlich zu Hause.

Genießen Sie die Fahrt in vollen Zügen 🙂

Alles in allem vielen Dank an alle, die mir das ermöglicht haben. Ich weiß nicht, ob ich das je wieder gutmachen kann, aber ich versuchs 😉

 

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8 thoughts on “FSA13 – und ich so?

  1. Sonntags von Bärlin zurück, irgendwann nach dem Mittagessen ist NIE spaßig. Auch nicht MIT gültiger Reservierung im richtigen Zug. In Berlin Ost ist noch alles heiter, ab HBf wird’s eng und danach ist nur noch Elend.

    Durchsage: Versuchen sie bitte nicht in den Speisewagen zu kommen, der ist überfüllt und es gibt nix mehr. Es kommt ein Kaffeewägelchen durch. Na sicher. Wenn man zum Klo schon ungeführ eine Stunde braucht, nur um dahin zu gelangen wohlgemerkt, wird sicher auch ein Kaffeewagen innerhalb der nächsten 4 Stunden durch 4 vollgepackte Waggons durchkommen. Die Durchsage war nur, um einen Volksaufstand zu verhindern.

    Den Ausstieg muss man sorgfältig planen, damit man nicht am Zielbahnhof vorbeifährt, während man verzweifelt versucht den Ausstieg zu erreichen.

    Ich freu mich schon auf’s nächste Mal, Anfang November.

  2. Oh mein Gott.
    Jetzt bin ich irgendwie froh, dass ich in Bruchsal versauert bin und nicht selbst fahren konnte.
    Tut mir ja irgendwie leid für dich, aber besser so, als nicht dabei, hoffe ich, oder, noch ein Komma?

    • Du, ich bin ewig dankbar dafür. Das war ja auch nur der kleinste Teil. Nämlich die Rückfahrt. 😉

      Ich habs überlebt, heute hab ich ein wenig Alte-Frauen-Aua, aber auch das geht wieder weg.

      Alles im grünen Bereich und heute kann ich schon wieder drüber lachen *g*

  3. Hannover Döhren, Freitag, 14:00h:

    Straßenbahn: älteres Modell, voll

    Ankunft Hannover Hbf 10 min später, weil es einige Herrschaften nicht schafften, den Türbereich mit Klapptrittstufen freizugeben

    Hannover Hbf, 14:30h: Untergrundstation, Bahnsteig voll, noch keiner ausgestiegen,
    beim Aussteigen Probleme, da einige Leute die „Räume eng machen“ – shice Fußballer…
    nach Aussteigen ist der Bahnsteig noch voller, die Rolltreppe röchelt förmlich unter der zu tragenden Last, die Treppe ist, obwohl recht breit, zu eng, die Menschenmassen, welche nach oben drängen, fassen, da einige Zuspätkommer noch runter wollen – viel Vergnügen, die nächste Bahn kommt ja gleich

    Hannover Hbf, 14:40h: Bahnhofsgalerie voll, man muss mit dem Strom „schwimmen“, ansonsten man „unter die Hufe kommt“

    Hannover Hbf, 14:50h: Bahnhofsvorplatz voll, Baustelle, alles rennt rein, alles rennt raus, überall stehen Raucher, der Schnee ist inzwischen bräunlich verfärbt, in unmittelbarer Nähe der Ein-/Ausgänge eher flüssig denn fest

    Hannover Hbf, 15:00h: Zigarette zuende, kurz in die Galeria Kaufhof – aufs Klo

    Hannover, Galeria Kaufhof, Untergeschoss, Toilette, 15:15h: endlich ist der druck von der Blase, jetzt aber schnell, der zug fährt schon in etwa 43 min ab

    Hannover, Bahnhofsvorplatz, 15:30h: voll, eng, Gestank, rutschig

    Hannover Hbf, Bahnhofsgalerie, 15:45h: nur noch 13 min, um zum richtigen Gleis zu gelangen, glücklicherweise ganz vorne, ist ne S-Bahn

    Hannover Hbf, Gleis 2, 15:55h: endlich am Bahnsteig angekommen, Anzeigetafel zeigt an, dass der Zug „wenige Minuten“ verspätet ankommen wird, der Bahnsteig ist so voll, dass die ersten Reisenden ins Gleisbett fallen

    Hannover Hbf, Gleis2, 16:05h: mit nur sieben Minuten Verspätung fährt die S-Bahn Richtung Nienburg ab, habe einen Sitzplatz ergattert, feucht vom Vorsitzer, Rucksack eines Mitreisenden im Gesicht, aber immer noch besser, als im Eingangsbereich zu liegen, um überhaupt mitfahren zu können – ganz zu schweigen von den armen Schweinen, die entweder gar nicht oder nur auf dem Dach mitfahren konnten – bei -5°C

    Wunstorf, Gleis 1, 16:30h: die S-Bahn leert sich langsam – auch das Dach ist inzwischen von Reisenden geräumt worden und auch der Eingangsbereich ist wieder frei, zur Toilette kommt nicht durch, diese befindet sich im anderen Wagen, in diesem gibt es nur eine, die defekt ist

    Neustadt, Gleis 1, 16:50h: die S-Bahn hat auf Grund der Wetterbedingungen nur etwa 20 min Verspätung -Glück gehabt

    Nienburg, Gleis 6, 17:15: die S-Bahn ist so verspätet, dass sie eigentlich vor 3 min hätte abfahren müssen

    Und das war ein normaler Freitag, wehe dem, der an einem Bundesligaspieltag fahren muss…

    😀

    • Was, in Döhren gibt es Arbeitsplätze? Dachte bisher, das sei der Vorhof zur Messe 😉

      Aber du hast Recht, ein ganz normaler Wochentag. Donnerstags (oder war es freitags) kommt ja noch der Bauernmarkt vorm HBF dazu. Und die üstra patzt nicht nur bei Bundesligaspielen. Eigentlich so jede Veranstaltung kommt für die üstra ganz, ganz plötzlich und so schnell,, dass man sich nicth mal drauf vorbereiten konnte. Da könnte man mit Messen anfangen, die Bundesligaspiele nehmen und dann noch das Maschseefest dazu packen. Nur bei den Fahrpreiserhöhungen sind die pünktlich – schließlich müssen die Hochbahnsteige ja irgendwie finanziert werden o.O

      Und zur Bahn würde mir soviel einfallen, das würde wahrscheinlich die Zeichenbegrenzung des Kommentars sprengen …

  4. Ich hatte ja mal wieder zuviel um die Ohren für zuwenig Geld, dafür netten Berliner Besuch bei mir. Aber schön, dass es soweit ansonsten ganz großartig war in meiner alten Heimat.

    Als Exil-Berlinerin habe ich im ersten halben Jahr im schönen Münsterland udn Westfalen – Sie wissen schon, man muss immer in Hamm umsteigen – gelernt Freitag und Sonntag nur extrem früh zur Familie zu fahren. da hat man nur ein paar Irre im Zug, aber viel Platz. 🙂
    Und Samstags nie.

  5. Da war meine Fahrt nach Wolfsburg ja eine direkte Luxusverbindung.. Aber das eine Problem hatte ich exakt genau so: Die Verbindung, für die ich ein bezahltes Ticket in der Hand hielt, gab es einfach nicht mehr…

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