Endlich

Er geht. Zeit wurde es längst.

Na-tür-lich ohne Schuld. Weil als Chef weiß man natürlich nicht alles was im Unternehmen vor sich geht.
Und der ganze Skandal keiner ist. Seiner Meinung nach.

Die Löschung von Streik-Emails? Wiederholte massivste Verstöße gegen sämtliche Datenschutzvorschriften? Die generelle Verdächtigung aller Bahnmitarbeiter als käufliche Diebe?

Alles kein Skandal, die Bahn hat ja „nur ihre Interessen“ gewahrt.

Weg mit Mehdorn. Der Mann ist kriminell und gehört abgeurteilt.

Aber danach auch die Bahn bitte umkrempeln. So wie jetzt darf es nicht weitergehen. Insbesondere das Streckennetz muss dringend vom Unternehmen abgekoppelt werden. Das liegt derzeit in der Hand einer 100% Bahn-Tochter. Das muss zwingend wieder zurück in staatliche Hand.

Ich mein, so unter uns: Es kommt doch auch kein Mensch auf die Idee, das deutsche Straßennetz in die Hand der DHL zu geben und dann noch zu hoffen, dass UPS noch drauf fahren darf ohne massive Einschränkungen?

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Soziales

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5 thoughts on “Endlich

  1. Anders gesagt: das Wegenetz auszubauen und zu unterhalten ist hoheitliche Aufgabe. Auch für Schienenwege.

  2. Offiziell ist die Bahn eben kein Staatsunternehmen mehr sondern privatwirtschaftlich. Das Streckennetz wurde in eine 100%-Tochter ausgegliedert. Diese bestimmt die Fahrpläne und Streckenzuteilungen. Dass die DB dabei bevorzugt wird, wundert nicht wirklich jemanden oder?

    Dass der Staat natürlich die Majorität in dem Laden hat, ist bekannt, trotzdem ist die Bahn privatisiert.

  3. Auch wenn das Thema so frisch wie der Service der Bahn ist, hat es mich gerade an folgende Geschichte erinnert (Quelle:http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?3,3429046,3429046#msg-3429046)

    LG la dau 😉
    _____________________________

    Die Idee zu folgendem Gedankenspiel kam mir, als ich heute in den News las, daß der Autoreisezugverkehr immer mehr vor die Wand gefahren wird, weil er angeblich wie auch der Nachtreiseverkehr unwirtschaftlich ist.

    Also hier nun das Gedankenspiel:

    Nehmen wir mal an, die Deutsche Bahn AG hätte es nicht mit dem Bahnverkehr zu tun sondern mit Erdbeerkuchen. Was wird gemacht?

    Zunächst wird das Produkt Erdbeerkuchen ganz genau untersucht und dann in seine verschiedenen Bestandteile aufgeteilt.

    Das Ergebnis: Primär gibt es den Boden und die Erdbeeren. Also wird ein Geschäftsbereich „Erdbeeren“ und ein Geschäftsbereich „Boden“ gegründet.

    Der Geschäftsbereich „Erdbeeren“ stellt fest, daß das geschmacksgebende eigentlich die Erdbeeren sind, die sich auch am besten vermarkten lassen. Der Tortenguß ist dagegen eher unbeliebt, weil er dick macht, also überlegt man rasch, ihn wegzulassen.

    Der Geschäftsbereich „Boden“ hat in der Zwischenzeit festgestellt, daß dieser primär wiederum aus Mehl, Backpulver, Eiern und einigen unwirtschaftlichen Bestandteilen besteht, die man möglichst weglassen sollte. Eier allein haben nicht viel mit Kuchen zu tun, es ist wirtschaftlicher, sie an die Mayonnaiseindustrie zu verkaufen, anstatt sie selbst zu verwenden. Dem Vorstand des Geschäftsbereiches „Boden“ gefällt die Idee, man kann es ja mal ohne Eier probieren, die Kunden werden sich schon dran gewöhnen. Backpulver allein betrachtet ist relativ teuer und der Anteil am Unternehmensgewinn ist minimal; man sollte also diesen Geschäftszweig einstellen. Bleibt noch das Mehl, das muß sein.

    Am Ende gibt es nur noch in Mehl gewälzte Erdbeeren, die sich sehr schlecht verkaufen lassen. Also widmet man sich einer neuen Geschäftsidee und gibt das Unternehmen Erdbeerkuchen auf, weil es erwiesenermaßen unwirtschaftlich ist.

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