Der Fluch der bösen Tat?

Da holt Papst Benedikt die Ultrakonservativen (für mich sind das eher die Knallchargen des Katholizismus, aber jedem das seine) zurück ins Boot, indem er die Exkommunikation deren Bischöfe aufhebt.

Was denen ganz gut gefällt, nun können sie ihre Rattenfängerflöten unter dem Deckmäntelchen der katholischen Kirche musizieren und sich Zulauf sichern. So ne Exkommunikation ist ja für eine katholische Organisation doch etwas hinderlich.

Er fordert gar nicht viel, der Papst. Nur einen Gehörsam gegenüber Rom.

Ob er sich jetzt wohl wundert, dass die Brüder vom FSSPX ihm einen großen Haufen scheißen und lustig weitermachen wie bisher?

Das ist das Problem mit verblendeten sturen Idioten wie der FSSPX. Die sehen ihren eigenen Tellerrand und fürchten sich zutiefst vor allem, was abseits ihres schmalen Blickwinkels ist.

Und weil dem so ist und weil sie in Dogmen denken (es darf nicht sein, was nicht sein kann), reagieren sie mit ausuferndem Hass und Starrsinn auf alles, was nicht so ist wie sie.

Sie sind den ultraorthodoxen Juden und Muslimen darin sehr ähnlich.

Man kann dies gut auf deren Webseite betrachten: www.kreuz.net.

Nicht nur die „Artikel“ auf der Seite spotten sämtlichen journalistischen Traditionen, auch die Kommentare da drunter zeigen häufig, wes Geistes Kind diese Leute sind.

Sie sind klein. Sehr klein. Und sehr engstirnig. Und fühlen sich dabei wie die Könige und Weltherrscher.

Was sie anstreben ist die Herrschaft der Einheitlichkeit. Keiner darf anders sein als sie. Und ob jemand anders ist, bestimmen nur sie alleine.

Wenns nicht so traurig wäre, wärs direkt lustig.

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4 thoughts on “Der Fluch der bösen Tat?

  1. Ich glaube, der Papst knallt eher den Kopf auf den Tisch. Ich nehme ihm tatsächlich ab, dass er nichts von der Holocaustleugnung gewusst hat. Was nicht viel heißt, weil er sich vor der Rücknahme der Exkommunikation ausführlichst hätte informieren lassen müssen. Dass er das versäumt hat oder dass sein „Stab“ nicht sauber gearbeitet hat, ist seine eigene Schuld.
    Jetzt hat er natürlich ein riesiges Problem: Die katholische Kirche verzeichnet in Deutschland eine Rekordaustrittswelle, die „einfachen“ Geistlichen können kaum mit den Beschwerden Schritt halten und der Papst hat wenig Optionen. Er kann versuchen, eine bessere Kommunikation zu den Menschen aufzubauen. Das wird wohl nicht mehr funktionieren, denn erklären kann er das Dilemma wohl ohnehin nicht. Zwar denke ich, dass die meisten Menschen die genauen kirchenrechtlichen Folgen der Exkommunikation nicht kennen und auch keine Ahnung davon haben, was die jüngsten Aktionen des Vatikans rechtlich bedeuten; Aber für Erklärungen ist es insbesondere nach den Äußerungen zum Holocaust einfach zu spät.
    Der Papst kann auch darauf hoffen, dass die Bruderschaft zur Vernunft kommt. Auch das wird nicht passieren, scheinbar ist sie ohnehin nicht mehr zu retten. Nach den Aussagen, die von dort kommen, darf man jedenfalls an deren Verstand zweifeln.
    Oder er kann die betreffenden Personen wieder exkommunizieren und hat damit ein fast noch größeres Desaster. Was macht es für einen Eindruck, wenn er Bischöfe erst in den Schoß der Kirche aufnimmt, diese dann aber wenige Tage später wieder exkommuniziert? Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Bruderschaft von der Kirche abspaltet.
    Die letzte Option ist eigentlich keine richtige: Der Papst kann es einfach aussitzen. Aber die Piusbruderschaft ist für die katholische Kirche extrem schädlich. So lange sie sich weiter so aufführen, wirkt sich das massiv auf das Image der Kirche aus. Lange kann der Papst das nicht erdulden.
    Letztenendes wird er wohl die erneute Exkommunikation ernsthaft in Erwägung ziehen müssen.

  2. Tja genauso siehts aus.
    Der Stab um Papst Benedikt arbeitet im besten Fall schlampig, im schlimmsten Fall waren da Sympathisanten der FSSPX drin, die dafür gesorgt haben, dass er so entschieden hat.
    Hinzu kommt, dass er die Welt wie er sie kannte, auf jeden Fall bewahren will – er will keine Veränderungen.

    Wir haben nach einem weltoffenen Papst jetzt genau das Gegenteil. Nicht gut.

    Und deine Einschätzung teile ich. Ich glaub, der FSSPX war die Rückkehr in den Schoß der Mutter Kirche nicht wirklich recht und sie tun alles, damit sie wieder exkommuniziert werden. Einfach, weil sie sich dann wieder als Kämpfer gegen alles zugunsten der Liturgie gerieren können.

    Märtyrertum halt.

  3. Vll ärgert sich der Papst auch mehr darüber, dass es so groß in den Medien raus kam als er seine alten Kumpels rehabillitieren wollte.

    Könnte ja sein, dass er gehofft hatte es merkt keiner.

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