Krieg in Palästina

Es sagt sich so leicht „Da ist Krieg“. Man sieht keine Toten. Man sieht kein Leid, man weiß nicht, was das für die Betroffenen bedeutet, der Krieg ist „klinisch rein“. Und das unabhängig von der Schuldfrage.

Was bedeutet Krieg?

Leid

Darauf kann man alle Kriege reduzieren.

Die Schuldfrage stellt sich mir bei solchen Aufnahmen nicht. Denn die ist hinter dem Ausmaß des Unglückes der Betroffenen bedeutungslos. Die Frage nach der Schuld löst auch keine Probleme, sie beendet auch den Krieg nicht.

Wie sollte sie auch lauten? „Du hast 20.000 getötet, dafür habe ich nur 10.000, du schuldest mir noch 10.000 Menschenleben“?

Gerade dieser Krieg muss beendet werden. So schnell wie möglich.

Ohne Schuldzuweisungen. Und ohne den allfälligen Vorwurf der „zionistischen Verschwörung“

Israel ist ein Land mit dem Rücken zur Wand. Die Palästinenser sind ein Volk mit dem Rücken zur Wand.

Es wird Zeit für ein bisschen Verständnis auf beiden Seiten.

Aber: Die armen Opfer dieses Krieges. Die Erwachsenen genauso wie die Kinder 🙁

Gefunden bei annalist

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Soziales

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2 thoughts on “Krieg in Palästina

  1. Der Gedanke ist zwar konsequent. Die Frage stellt sich aber immer nach dem „wie“.

    Ich denke, jeder wird mit dir übereinstimmen, dass der Krieg beendet werden muss. Politiker in Deutschland genauso wie die Zivilbevölkerung in Palästina, radikale Hamas-Anhänger genauso wie konservative Israelis. Allerdings verfolgt jeder unterschiedliche Ziele. Es ist klar, dass bei einer Beendigung des Konflikts keiner das Gesicht verlieren will. Israel kann daher der Beendigung nur zustimmen, wenn die Hamas den Raketenbeschuss israelischer Siedlungen in Zukunft effektiv unterbindet. Die Hamas muss aber einen Weg finden, zwischen den radikalen Muslimen im Land und der Zivilbevölkerung einen Kompromiss zu finden. Für die radikalen Muslime dort kommt aber eine Beendigung des Krieges ohne massive Zugeständnisse Israels nicht in Frage, was wiederum Israel nicht gut finden dürfte.

    Wie man es dreht und wendet: Der Konflikt wird wohl in absehbarer Zukunft nicht gelöst werden. Das höchste der Gefühle ist vermutlich ein vorübergehender Waffenstillstand, von dem wieder einmal keiner sagen kann, wie lange er andauern wird.

  2. Dabei müsste nur jeder ein bisschen über den Schatten springen. Nicht mal viel. Und eine Menge aufgestauter Hass müsste der Erkenntnis weichen, dass man die Gegend nun mal zusammen besiedelt und man sich entweder gegenseitig ausrotten kann oder aber in Frieden miteinander leben.

    So leicht. Und doch so schwer 🙁

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