Hotlines….

manchmal….echt mal….

gerade bei einem großen Softwarekonzern angerufen. Der, der seit Jahren die Nutzer mit seltsamen Fehlermeldungen hervorragend nerven kann.

Dieser Softwarekonzern hat eine eigene Abteilung für die sog. Volumenlizenzen. Die Betriebssysteme aus diesen Lizenzen lassen sich nicht mit den normalen Installationsmedien installieren, sondern man benötigt einen speziellen Datenträger. Den man sich auf einer Webseite herunterladen kann.

Klein Tantchen Jay dackelte also frohen Mutes auf die dazugehörige Webseite und musste feststellen:
Allet nur auf Englisch.

Noja, und englische Betriebssysteme sind für kleine Kinderhände nix.

Also verzweifelt ein Multilanguage-Pack oder irgendwas gesucht, was man auf deutsch finden kann. Da gabs nur ein komisches Interface-Pack.

Das war aber zu klein. Und nicht bootfähig. Und kein Betriebssystem. Sämtliche Hauptarchive waren _alle_ auf englisch.

Ich denke, die meisten wissen schon wie es weitergeht, aber: Ich war ein wenig vernagelt.

Also munter die oben beschriebene Hotline angerufen. Und mal nachgefragt, was das soll.

„Wir haben die Dateien nur als .exe-Dateien hinterlegt. Die können sie mit einem Programm in eine ISO-Datei umwandeln. Ich kann ihnen aber nicht sagen, wie das geht, weil das mit Nicht-Firmen-Produkten geschieht und die supporten wir nicht. Aber wir schicken ihnen gerne gegen Kostenerstattung ein deutschsprachiges Installationsmedium zu.“



Also die kurze Nachfrage: „Äh, hab ich das jetzt richtig verstanden? Sie haben keine deutschsprachigen ISO-Dateien zum Download bereitstehen. Sondern nur irgendwelche ominösen .exe-Dateien. Die kann ich mit einem Fremdprodukt in ISO-Dateien umwandeln, sie sagen mir aber nicht welche. Sie können mir aber kostenpflichtig Installationsdateien zuschicken, die das alles können?“

„Ja, wo ist ihr Problem?“

„Äh, tschuldigen sie bitte, aber hackts? Wenn ich bei euch Kunde bin, erwarte ich einfach, dass ich die Dateien ohne irgendwelche Klimmzüge laden kann. Und nicht erst eine komische Datei in eine andere umwandeln…“

„Was genau ist jetzt ihr Problem?“

„SIE sind das Problem. Ich schlage noch einmal eine Schulung vor und beende jetzt besser das Gespräch“

Was ich dann auch tat.

Auflösung kam dann 2 min. bei einem Gespräch mit einem Arbeitskollegen. Der Schlüssel ist das Interface-Pack.

Man installiert ein englisches Betriebssystem und installiert dann via Interface-Pack die deutsche Benutzeroberfläche. That’s all.

Warum das so ist?
Nach alledem, was ich verstanden habe, ist das ein lizenzrechtliches Problem. Nicht alle haben eine Lizenz für das Multilanguagepack gekauft. Und die müssen dann halt Klimmzüge machen.

Wieso hab ich eigentlich nicht das Talent, aus Scheiße Geld zu machen? oO

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