Professionell

Ich bekomme ja jetzt Unterstützung von einer professionellen Firma mit professionellen Arbeitskräften, die ihr Handwerk verstehen.

Und gleich in der ersten Email, die ich von dem professionellen Teamleiter bekommen habe, fand ich das folgende als Footer:

Diese Mail ist ausschließlich für den genannten Empfänger bestimmt. Sie enthält streng vertrauliche Informationen. Jede Verbreitung des Inhalts, auch teilweise, ist untersagt. Falls Sie diese Mail versehentlich erhielten, informieren Sie bitte unverzüglich den Absender und löschen Sie diese Mail endgültig von jedem Rechner, auch von Ihrem Mailserver.

This mail contains strictly confidential information and is intended only for the person to which it is addressed. Any dissemination, even partly, is prohibited. If you receive this mail in error, please contact the sender and delete this mail finally from your computer, including your mail server.

Aha aha aha. Die Email erhält streng vertrauliche Inhalte und der Empfänger soll sie sofort vergessen, wenn ich nicht ich bin.

Erstmal stellt sich bei mir die Frage, wieso dieser Text UNTER der eigentlich vertraulichen Email steht. Also liest man als Falschempfänger fröhlich den Text und stellt danach fest, das man den gar nicht hätte lesen dürfen und gerade ein Verbrechen begangen hat, das mindestens nach dem Terrorparagrafen von der Bundesanwaltschaft sofort zu verfolgen ist. Mit dem kompletten Überwachungsszenario.

Und das zweite was ich mich genau danach gefragt habe: Wenn der Inhalt so hochgeheim ist, warum hab ich keinen Email-Client, der PGP-Verschlüsselung beherrscht und die Emails werden unverschlüsselt verschickt.

Ob ich das die professionelle Firma mal frage? Oder wird mir einfach nur übel, wenn ich dran denke, dass diese Vollpfosten meine Arbeit erleichtern sollen?

Send to Kindle
Soziales

Flattr this!

2 thoughts on “Professionell

  1. Ich hab noch nen schöneren:

    http://www.angstklauseln.de

    und da steht der Disclaimer von meinem Supporter auch drin mit folgender Wertung:

    Nutzer von Disclaimern, die in der Welt der Computer noch nicht angekommen sind, verwenden die Nr. 125. Dort werden E-Mails behandelt, als seien es Briefe aus Papier.

    Ich kriege Angst *g*

bestellt folgenden Kaffee