Konsequenzen

Gerade mal über alles nachgedacht. Mal ein bisschen in Wikipedia gestöbert und mal ein bisschen Definitionsschau betrieben.

Zitat:
Die privaten und familiären Auswirkungen von Mobbing auf die Betroffenen sind vielschichtig. Zu den häufigsten Folgen gehören laut Mobbing-Report Unausgeglichenheit (23,7 %), soziale Isolation (21,6 %), Streit in der Familie beziehungsweise Partnerschaft (19,7 %), allgemeine Belastung (16,6 %), finanzielle Probleme (15,4 %), Antriebslosigkeit (13,9 %), Aggressivität (9,6 %), Überschattung des Privatlebens (9,6 %) und Depressionen (9,3 %).[12]

Unausgeglichen? Ja, ganz sicher. Sozial isoliert? Nichts weniger als das. Streit in der Familie? Und wie. allgemeine Belastung? Siehe unten. Finanzielle Probleme? Ist ja bekannt. Antriebslos? Kann man so sagen. Aggressiv? Fragt mal im Bekanntenkreis rum. Überschattung des Privatlebens? Welches jetzt genau? Depressionen? Werden gerade behandelt.

Tja, eigentlich steht fest, dass ich in einer Mobbingsituation stecke. Die Auswirkungen sind schon enorm. Ich bin derzeit sprunghaft, völlig unkonzentriert, depressiv und eigentlich nur noch fertig. Und gerade in einer ziemlich miesen Gedankenschleife drin, wo ich SCHNELL raus muss.

Soweit war ich vor einem halben Jahr schon mal. Das Problem ist nur: Wenn ich jetzt was unternehme und Klage wegen Mobbings führe, bin ich buchstäblich geliefert. Mein Chef hat jetzt schon mehrere sehr unangenehme Seiten rausgekehrt, als ich ihm mal gesagt hab, wie der Hase eigentlich laufen sollte. Und meine Abteilungsleiterin spottet jeder Beschreibung. Nach dem letzten Gespräch, als ich sagte, dass es so nicht weitergeht und die Damen da gepflegtes Mobbing betreiben, kam von ihr wortwörtlich (ohne Chef und als Abschluss): „Wir hatten von dir den Papp auf und du meintest auch, dass du Probleme hattest“.

Die Wertung darin ist eindeutig.

Naja, ich war nicht umsonst 4 Monate lang krank. Und derzeit ist mir nichts weniger als nach Arbeiten. Die Arbeit stapelt sich hier, aber mehr als 20 sek. Konzentration ist nicht drin, ich schweife dann einfach ab und bin irgendwo, aber nicht mehr bei der Arbeit.

Irgendwelche Vorschläge, was man tun kann, bevor ich komplett durchdrehe? Zumal ich derzeit auch einen starken Hang zur Paranoia bei mir entdecke, den ich einfach nicht abstellen kann. Ich war nie misstrauisch gegen die Motivationen derer, die ich mag. Inzwischen merke ich allerdings, dass ich die grundsätzlich bei jedem in Frage stelle, der etwas von mir will. Altruismus ist für mich ein Fremdwort geworden 🙁

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Soziales

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