Fakten schaffen

Naja, ich mach ja „in EDV“. Und da ich ein bisschen viel EDV für bisschen wenig Arbeitskraft an den Backen habe, bin ich über Hilfe dankbar. Die soll in Form einer externen Firma erstmal kommen und vor allem die dringend notwendige Inventarisierung machen.

Tjo. Das hab ich meinem Chef mitgeteilt. Der natürlich, wie aus der Pistole geschossen: „Dann machst du die jetzt.“
Praktikantin genötigt, ihren Dienstantritt an der Feststelle (bei uns arbeitet sie unentgeltlich) um 2 Wochen zu verschieben, um „mal eben“ die Inventarisierung zu machen.
Die hat sich wacker bemüht, aber richtig möglich war das nicht, weil die Schulen mitten in den Abschlussprüfungen waren.

Jetzt hab ich eine prima PowerPoint-Datei, in der wunderschöne Grafiken stehen, und wo alle PCs so vermerkt sind.
Eine Datenbank ist zwar angelegt, aber sie hat nicht geschafft, die PowerPoint-Datei noch in die Datenbank zu übertragen.

Und jetzt *tadaaa* Auftritt der DAU-Truppe.

„Du hast doch jetzt ne Inventarisierung. Da brauchmer die anner doch nich mehr“

„Doch brauchmer, weil da noch anner Daten drinstehen, die DA nicht drinstehn“

„Wieso hast die nich mit erhoben, ist doch wichtich“

„Weil mir a) die Tools dafür fehlen und b) die Zeit und c) is nu jut macht Firma“

„Tool kannst kaufen gehen. Und ich hab dir gesacht, machst nix annersch mehr. Und du hast Praktikanten. Nicht Firma machen, die soll annersch tun, aber nich Inventarisierung“

„Die haben eine feststehende Datenstruktur, die auch in die künftige Support-DB übernommen wird. Die kenn ich aber nich.“

„Dann lass die dir doch geben, dann füllst das entsprechend aus, da brauch nix Firma raus“

„Äh, machst du Witze? Die rücken die nicht raus, die müssten ja mit dem Klammerbeutel gepudert werden“

„Dann such ne andere Firma, die datt machen dut“

Ja, neeee…is klar.

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Soziales

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7 thoughts on “Fakten schaffen

  1. Also Tantchen: Docusnap.de ist das Stichwort.
    Die anmailen, sagen was Du willst, Preis aushandeln für einmalige Nutzung auf Deinen X-System. In allen X-Systemen laufen lassen. Eine feste Lizenz kaufen. Die lassen bestimmt mit sich reden, winke mit Geld und deinem Arbeitsbereich als Refernzkunde.

    Pro System die 50 Seiten A4 ausdrucken und Chef auf Tisch packen.

    Wenn das klappt mich dort als Vermittler nennen 😀

  2. *hust* hab doch docusnap schon.

    Problem ist nur, dass Chefi was ausgedruckt haben will.
    Und Docusnap schmeißt mir dann 500 Seiten raus, wo Chefi gar nicht glauben will, dass das soviel ist….

  3. Wo ist dann das Problem?

    Docusnap macht eine der besten Inventarisierungen die ich kenne.

    Er will eine Doku, Du gibst ihm die Bestmögliche.

    Und wenn das 500 Seiten sind? UND? Er WOLLTE doch Eine! Das ist dann kompletter IST-Stand.

    Wenn er die Doku nicht lesen, aus fachlichen Defiziten oder ikompetenz große Datenmengen strukturiert wahrzunehmen, was schwert Dich das?

    Arbeitsauftrag erfüllt.

  4. Du hast recht, es IST geil. Und es IST ein kompletter IST-Stand.

    Aber er will eine komplette Netzwerkdokumentation aus folgenden Gründen:

    1. damit man sie einer Firma überlassen kann, die sich erst einliest und informiert und dann die Reparaturen vornimmt. Er glaubt mir nicht, dass ich eine Firma, die so vorgeht, nicht mehr beauftragen würde, weil Kacknoobs meine Rechner nicht heile machen können.

    2. „damit was in der Akte ist und man das lesen kann“.
    Da hat er sogar bis zu einem gewissen Punkt recht: Wie soll jemand nachvollziehen können, was ich mache, wenn alles in meinem Kopf ist.
    Andererseits KANNS keiner nachvollziehen, weil die bereits beim Wort „Switch“ ein *tilt* in den Augen haben.

    Ergo hat unsere Praktikantin jetzt eine prima PowerPoint-Datei erstellt, die superdupergut ist, und die dann vor die Akten als Netzwerkdokumentation geheftet werden soll. Einschliesslich umfangreicher Adminpasswortlisten natürlich.

    Und ich versuche gerade, dass verzweifelt zu verhindern. Das geht grad soweit, dass man mir Arbeitsverweigerung vorwirft. 🙁

  5. achja, die Netzwerkdokumentation sollte ja wohl auf 10 Seiten passen. Locker. So viel muss da ja nicht rein, wie ich immer meine…. 🙁

  6. *grübel*

    soll ich dir, natürlich kostenpflichtig, mal eine kurze Expertise über eine sinnvolle und planmäßige Netzwerkdokumentation schreiben?
    Du darfst doch Budget zeichnen oder? O:-)

    Da gibbet nämlich Vordrucke für 🙂

    Zudem ist die Abheftung von Passwörtern in AKten, die allgmein zugänglich sind, eine Verletzung der Sorgfaltspflicht! Öffenltich zugänglich bedeutet afaik in diesem Fall auch, wenn in einer Abteilung dafür nicht das vier Augen Prinzip verwendet wird.

  7. hmja, gerne, aber so zeichnungsberechtigt bin ich fürs nicht vorhandene Budget nicht. Das ganze wird überplanmäßig verausgabt, sprich, da gibts derzeit noch keine Kohle für… 😉

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