Die Nachteile der Vorratsdatenspeicherung

Krasser und plakativer – und leider auch unbeachteter hätte man sie nicht präsentieren können: Die Operation Himmel, angekündigt als den größten Schlag gegen die Kinderpornographie seit Bestehen der Bundesrepublik.

Die Staatsanwaltschaft Köln hat ALLE Verfahren eingestellt mangels Tatverdacht. D.h. die Leute sind nachweislich unschuldig.

Nichts zu verbergen… jo fein. Erklär das mal den Familien und Arbeitgebern der jeweiligen Tatverdächtigen. Hier wunderbar nachzulesen wie das kommen kann.

Nichts zu verbergen. Das wird die Betroffenen jetzt aber fein trösten, dass die Unschuld festgestellt wurde.

Übrigens ist der verlinkte Spiegel-Artikel meiner Meinung nach ein wunderbares Beispiel für fiesen Gossenjournalismus, der nicht hinterfragt sondern blind übernimmt und anprangert.

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Soziales

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3 thoughts on “Die Nachteile der Vorratsdatenspeicherung

  1. Das die Betroffenden unschuldig sind, haben die aber nicht schriftlich.
    Im Einstellungsbeschluß steht nichts von Schuld oder Unschuld, sondern nur, das das Verfahren eingestellt ist.

  2. Was das ganze noch schlimmer macht. Einstellung heißt ja bei den meisten nur „konnte nix nachgewiesen werden, also ist ja wohl doch was dran. War nur clever…“

    Der Artikel sprach von Tausenden. Wieviele Existenzen wohl da zerstört wurden?

  3. Da liegt der Has im Pfeffer. „Verfahren eingestellt“ ist nicht mal ein Freispruch zweiter Klasse. Das kann auch heißen, „wir wissens, aber wir könnens nicht beweisen“, und geschieht eben oft, um einem Freispruch mangels Beweisen zuvorzukommen, der eine Wiederaufnahme des Verfahrens deutlich erschwert.

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