Ja, genau

Machts deutlich. Pinselt auf die hübschen runden Reaktoren ein Fadenkreuz drauf, malt Pfeile auf den Boden von ca. 500 m länge und 200 m breite, damit die pösen Purschen die auch ja nicht übersehen.
Wenn dann immer noch ums Verrecken kein Flieger auf die Dinger fallen will, macht vielleicht noch ein paar Berichte wie diese hier. Übersetzt die bitte in divere arabische Dialekte.

Irgendwann kapiert bestimmt auch der dümmste Möchtegernterrorist, dass es eine prima Idee ist, so ein Din hochzujagen und Zentraleuropa mal eben in eine nukleare Wüste zu verwandeln.

Doller Nebeneffekt: Die Datenflut der überwachten Bürger – natürlich nur zu deren Schutz – nimmt mit einem Schlag merklich ab und man kann die Beamten, die dann entweder direkt in Pullach verstorben sind oder kurz darauf an der Strahlenkrankheit sterben wieder gut einsparen. Der Staat spart dann auch ein Haufen Geld. Blöd natürlich, dass der Standort Frankfurt als Börsenstandort wegfällt, aber mir hamja noch Berlin… und wenn Berlin auch ne Strahlenwüste ist (nach Köln traut sich die wohl offensichtlich nicht, wegen dem Bier da…) packen wir den Finanzstandort Deutschland eben irgendwo nach Sachsen.

Oder – Alternativ kommt dann irgendwann die grandiose Polizeimeldung, dass man „in letzter Sekunde“ einen entsprechenden Anschlag abgefangen hat, die Überwachungsmaßnahmen also VÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖLLIG richtig sind und noch ausgeweitet werden müssen, weil die ja sowas wie oben verhindert haben. Natürlich nur die und nix anderes.

Und irgendwann sind wir alle kleine Andrej H.s die die paranoide Weltvorstellung von Staatsschützern, die Maß und Ziel verloren haben, erklären müssen. Und zwar vor Gericht. Nachdem man vorher mal gepflegt geguckt hat, wie der Knast von innen aussieht.

Freiheit sieht anders aus.

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Soziales

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3 thoughts on “Ja, genau

  1. Erstens, es ist ja interessant, vom wem das Gutachten stammt.
    Und dann müssen die bösen Buben aber richtig gut zielen können, denn es reicht ja nicht aus, nur die Betonhülle zu durchschlagen, man muss dann auch entweder alle Kühlsysteme plattmachen oder das Reaktorgehäuse durchschlagen.

  2. Noja, mir gehts um diese Berichterstattung an sich. Es gibt soviele Menschen die den Übergang von der Demokratie zum Überwachungsstaat bekämpfen. Es gibt einen Haufen sehr guter Argumente, warum dieser ganze Überwachungswahnsinn fürchterlich ist und eben NICHT hilft, die Terrorgefahr, wie auch immer man sie definieren möchte, zu verhindern.

    Und ich bin allmählich bei solchen Katastrophenberichten unglaublich misstrauisch. Diese Berichte tun nur eins: Den Überwachungsstaat rechtfertigen. Es sind Artikel willfähriger Helfer oder aber kurzsichtiger Leute, die nicht verstehen oder verstehen wollen, dass es den Generalverdacht gegen jeden Bürger in einer Demokratie und einem Rechtsstaat nicht gibt, wohl aber in dem Staat, den Schäuble und Merkel uns gerade bauen.
    Es sind Journalisten, die nicht verstehen, dass eine Journalistische Freiheit für sie dann auch nicht mehr existiert, dass sie Informantenschutz für sich a8uch nicht mehr in Anspruch nehmen können, weil dieser dann nicht mehr existiert. Wer verbirgt macht sich automatisch verdächtig. Wer bereit ist, sein Leben hinter einer Glasscheibe zu leben, ist unverdächtig.

    Das darf nicht sein, dieser Staat, der gerade im Entstehen begriffen ist, muß bekämpft werden.

    Und Artikel wie dieser, der den Terroristen (oder wem auch immer), einen Anschlag quasi in die Ideenkiste legt, der den Schädlingen des Rechtsstaates einen Anschlag quasi auf den Leib schreibt, diese Artikel sind viel gefährlicher, vor allem, wenn so lustvoll die Folgen eines solchen Anschlags erklärt wird und vor allem im Artikel haarklein beschrieben wird, dass es de facto nicht möglich ist, gegen einen derartigen Anschlag etwas zu unternehmen.

    Furchtbarer Journalismus, der in der untersten Boulevardliga spielt.

  3. Die Berichterstattung über die verschiedenen Katastrophenszenarios und Möchtergernterroristen verfolgen ja einen bestimmten Zweck: Man möchte damit die Bevölkerung in einem permanenten Angstzustand versetzen, damit eine Akzeptanz der der Einschränkung der Grund- und Freiheitsrechte ensteht (analog der verschiedenen Terrorwarnstufen in den USA).
    Und als Ideengeber ist dieser Artikel eigentlich nicht neues, da die Diskussion über die mangelnde Sicherheit der AKWs bei Flugzeugabstürzen schon seit gut 20 Jahren läuft. Das Szenario des WTC-Anschlages wurde schon Jahre zuvor in einem Bestseller beschrieben.

    Wie weit die Paranoia jetzt schon, geht zeigt der jetzt bekannte Vorfall aus Bayern. Da hat einer im Warteraum eines Arztes folgenden Satz Fallen lassen: „Die 40 Millionen (die der Besuch von Papst Benedict gekostet hat) hätten besser Verwendung gehabt“ Folge: Besuch eines SEK, Befragung minderjähriger ohne Beisein der Elten bzw. eines Anwaltes sowie Erkennungsdienstliche Behandlung inkl. DNA-Test. Worum es ging? Ermittlungen wegen Farbschmierereien am Geburtshaus von Ratzinger.

    Ich habe langsam das Gefühl, die Bevölkerung ist der Feind.

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