Das bisschen Haushalt..

…macht sich von allein, sagt mein Mann. *g*

Nunja, kommt auf die Art des Haushaltes an. So gibt es Haushalte, die entziehen sich jeglicher Logik. Der Haushalt einer Behörde z.b. 🙂

Es war einmal ein kleiner Admin von nebenan. Dieser wollte ja nunmal ein bisschen Geld haben, damit im Zweifelsfall auch mal ne Firma raus kann, wenn der kleine Admin von nebenan mal keine Zeit hat.
OK, 15.000 Goldstücke wurden beantragt (sind immerhin 263 PCs in 14 Netzwerken), bekommen hat man dann nach orientalischer Basarmentalität (Blut floss nicht beim feilschen, aber das war auch alles *g*) 10.000 Goldstücke.

OK, der kleine Admin von nebenan dachte sich so bei sich „ein Programm zum Netzwerkscannen und inventarisieren, das wär schön“ sprachs und kaufte es kurzerhand für 1.200 Gold. Er installierte sich und freute sich wonniglich über die dort angezeigten Daten.
Über einige war er auch ein wenig erstaunt, konnte er sich doch nicht erklären, wieso z.b. iTunes so wichtig zur Aufgabenerfüllung wäre….

Die Welt hätte so schön sein können, wäre nicht die Fee aus der Haushaltsabteilung gewesen.
Diese klärte den kleinen Admin von nebenan auf, dass er zwar 10.000 Goldstücke hätte, aber nie mehr als 60 Goldstücke auf einmal ausgeben dürfe, da diese 10.000 Goldstücke nur für Sachen auszugeben sind, die sich verbrauchen lassen. Nun fragt sich der kleine Admin von nebenan bis heute, wieso man „Verbrauchsgüter“ und „Geringwertige Wirtschaftsgüter“ an Betragsgrenzen festmachen muß, so ist z.b. ein Eimer Farbe für 120 Goldstücke ein geringwertiges Wirtschaftsgut, jedoch ein Stuhl für 40 Goldstücke ein Verbrauchsgut…aber nun gut. Der kleine Admin von nebenan arbeitete bereits sehr lange bei seinem Chef und wußte, dass Logik und gesunder Menschenverstand nicht immer ein gutes Argument ist.

Da weinte der kleine Admin von nebenan, erzählte ihm die Fee doch, dass sie die Rechnung nicht bezahlen würde, weil er kein Gold hätte. Er wies darauf hin, dass die 10.000 Goldstücke doch extra für diesen Zweck seien, jedoch blieb die Fee hart und sagte, dass 1.200 Goldstücke teurer wären als 60 Gold und dass deswegen die Rechnung nicht bezahlt werden könne. Jedoch, weil es der kleine Admin von nebenan wäre, würde sie einmal eine Ausnahme machen.
Der kleine Admin von nebenan sollte jedoch mit der Abteilungsleiterin von nebenan sprechen, sollte sie doch dafür verantwortlich sein, einen Deckungsvorschlag zu machen.

Da wurden die Gedanken des kleinen Admins von nebenan sehr frech – und er dachte bei sich, dass 1.200 Gold doch sehr viel Gold für eine Deckung sei und ob die Fee das nicht hätte anders haben können. Vielleicht bei einem Deckoffizier… 🙂

Der kleine Admin von nebenan wollte nun mit der lieben Tante Finanzplanung sprechen, die ihm doch die 10.000 Goldstücke versprochen hatte, aber ach, sie war noch für 2 Wochen im Urlaub…

und wenn sie nicht gestorben sind, dann beißen sie heute noch in die Tischkante 🙂

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Soziales

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5 thoughts on “Das bisschen Haushalt..

  1. Ehrlich?
    Es gibt auch nach 17 Jahren immer noch Dinge, bei denen ich wirklich in die Tischkante beissen möchte. Anderes Beispiel gefällig?
    Kollege muß ne Schneidemaschine kaufen. Er kann eine für 30 Goldstücke kaufen, die völlig ausreicht oder eine für 99 Gold.
    Er wollte dies aus Spendengeldern bestreiten, die extra für derartige Zwecke bereitgestellt wurden.

    Nun hat aber die Fee diese Gelder in die „Geringwertigen Wirtschaftsgüter“ gepackt, also: 60 – 410 Gold. 30 Gold sind aber Verbrauchsmaterialien.
    Ergo:
    Es ist nicht möglich, die günstigere und völlig ausreichende Schneidemaschine für 30 Gold zu kaufen, er MUSS die für 99 nehmen.

    Und da fragt sich einer, wieso der Staat Pleite ist…

  2. Da wiehert der Amtsschimmel fröhlich vor sich hin. Was soll eigentlich diese Unterscheidung? Ist das, wie wenn ich bei meinen Autokosten einen Unterschied mache zwischen Benzin (Verbrauchsmaterial) und dem Wunderbaum am Spiegel (geringwertiges WIrtschaftsgut), wobei nun der Wunderbaum wesentlich billiger ist als der Sprit?
    Gut, dann sind das verschiedene Buchhaltungsposten. Der Blödfug ist aber dann, zu sagen, was weniger als x kostet, ist Verbrauchsmaterial.

  3. Ich habe schon einen Kostenvoranschlag für eine Tastatur abliefern müssen, einen Visitenkartescanner (ca. 350 €)konnte ich freihändig kaufen.

  4. Ist das nicht schön? *g*

    Witzigerweise musste ich mich von meiner Schwester belehren lassen (ist auf Warenwirtschaft spezialisiert), dass das wohl auch im „normalen“ Geschäftsverkehr eine übliche Unterscheidung ist.
    Wer ist eigentlich so bescheuert? Gibts da keine anderen Bezeichnungen für? *g+

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