Interessantes Interview

Finde ich zumindest.
Und bestätigt auch meine Meinung, dass eine „Deeskalationsstrategie“ zumindest von einigen nicht gewollt wurde.

Gewalt ist keine Lösung. Das gilt aber definitiv für beide Seiten.

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Soziales

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6 thoughts on “Interessantes Interview

  1. Manchmal ist Gewalt aber nötig, um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten – und der Staat hat das Gewaltmonopol.
    Wohlgemerkt gehe ich bis zum Erweis des Gegenteils davon aus, daß nicht Polizisten den ersten Stein geworfen haben…

  2. Richtig.
    Allerdings wurde in dem Fall imho gezielt eine Eskalationsstrategie betrieben.
    Das Demonstrationsrecht ist in Heiligendamm völlig über den Haufen geworfen worden. Es gibt de facto jetzt kein Demonstrationsrecht mehr.
    Da ist ein weiteres Grundrecht mit einem Argument ausgehebelt worden, das „Ansehen Deutschlands in der Welt heißt“.

    Es ist mir egal, wer den ersten Stein tatsächlich geworfen hat.
    Der eigentliche Stein wurde von der Polizei mit dem völlig überzogenen Demonstrationsverbot geworfen. Und von den Politikern, die im Vorfeld die Stimmung aufgeheizt haben.

    Man wollte kein Genua? Das kann ich nicht glauben. JETZT kann man doch prima alle Demonstrationen verbieten.

    Heiligendamm hat viele Nachwirkungen, die uns alle betreffen. Welche, werden wir erst in ein paar Jahren vielleicht zu spüren bekommen.

  3. Natürlich ist Gewalt eine Lösung. Wir leben in einem Staat in dem es ein Gewaltmonopol gibt. Dieses liegt beim Staat. Was ich da Psychologen-Gewäsch lese, ist doch mal wieder die Masche „Ja der Arme Mann hat die Frau vergewaltigt, er kann da aber nichts für“. „Die Demonstration gehört den Demonstranten“. Was ist das für ein Unfug. Wenn ich in der Rostocker Innenstadt mein Geschäft/Wohnung hätte würde ich das noch mehr anders sehen als jetzt.
    „Schwarzer Block“-Anarchisten-was die Wollen ist Randale und Prügelei. Dem sollte die Polizei mit aller möglichen Stärke entgegen treten: Tränengas, Schlagstöcke & ggf Gummigeschosse. Wenn ich Bilder sehe, wie Mitglieder „des schwazen Blocks“ plötzlich beginnen Steine auf einen Polizeibus zu werfen und dem darin sitzenden Polizisten die Scherben nur so um die Ohren fliegen, ist dieses ein Angriff auf einen Polizisten die seine schwere Verletzung einkalkuliert. Ich würde mir wünschen, dass in solchen Fällen unsere Polizisten so gut mit der Schußwaffe ausgebildet wären, dass diese sich umgehend mit der Schußwaffe geggen die Steinewerfer verteidigen.
    Die Mitglieder des schwarzen Blocks, die an Sachbeschädigungen und Steinewerfen teilnhmen, müssen so auseinandergeprügelt werden, dass sie sich Wochenlang nicht mehr aus dem Bett bewegen können. Als Folge wird Ihnen dann ALG II gestrichen, denn sie sind für Ihre Arbeitsunfähigkeit selber verantwortlich – verfluchte Vorurteile!

  4. Eine Demonstration gehört in der Tat den Demonstranten. Soweit sie friedlich sind. Aber wenn die Polizei bereits im Vorfeld hingeht und die Stimmung so hochschaukelt, muß man sich nicht wundern, wenn Steine fliegen.
    Und wer durch vielfältige Presseveröffentlichungen und Unterhöhlung von Grundrechten SO darauf aufmerksam macht, dass er auf den Rechtsstaat pfeift – siehe Schäuble – der muß sich auch nicht wundern, wenn dann andere sagen „wie du mir so ich dir“.

    Ich muß mich ja von der Gewalt nicht wirklich explizit distanzieren oder? Aber Fakt ist auch, dass jeder Demonstrant das Recht hat, ungestört und ohne Einschüchterungsversuche seitens des Inhabers des Gewaltmonopols seine Meinung zu sagen.
    Und genau das ist inzwischen gekippt worden. Geschürt durch randalegeile Vollidioten, karrieregeile, unfähige Polizeikoordinatoren und einen Innenminister, der ein Grundrecht auf Sicherheit, was es nicht geben kann, höher schätzt als die verbrieften Grundrechte.

    Und was die Berliner Truppe angeht, die scheint nicht sooo unschuldig gewesen zu sein. Wenn man rein aus Jux und Dollerei einfach mal den Knüppel rausholt und zuschlägt muß man sich nicht über Pflastersteine am Helm wundern.

  5. Ja, aber…

    wenn da nicht die Krawallmacher wären, heute heißen sie „der schwarze Block“, früher mal einfach „Autonome“, dann könnten sich die Innenminister von Bund und Land die Fingernägel schmutzig schreiben, dann wären da eben nur Leute friedlcih hermarschiert, unterbezahlte Polizeibeamte hätten noch hundert Überstunden mehr auf der Liste, und das wars.
    Die Krawallnix, von denen gar nicht zur Diskussion steht, ob die das dürfen oder nicht, weil sie es bestimmt gar nicht dürfen und aus keiner Motivation heraus, die haben das Feuer gelegt.
    Daß da gewisse Leute mächtig mit Brandbeschleuniger um sich gegossen haben, kommt erschwerend dazu… aber das ist nicht der Auslöser. Ohnedas wären nämlich die Krawallmacher trotzdem dagewesen.

    Eine ganz üble Sache ist, daß mittlerweile zumindest der Verdacht besteht, die schlimmsten Einheizer unter den Radaubrüdern wären verdeckte Beamte der Innenministerien. Man hat mal wieder nix gelernt… und gewisse Erinnerungen an vergangene Polizeistaaten auf deutschem Boden drängen sich da auch auf.

  6. Sollte es wirklich so sein und Brandstifter gezielt im Auftrag des Innenministeriums unterwegs gewesen sein, dürften wir in Kürze einen neuen Innenminister bekommen.
    DAS überlebt der politisch nicht. Nicht mal ansatzweise.

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