Heutige Tage…

ich gucke Nachrichten und traue meinen Augen nicht. Bürgerkriegsähnliche Zustände. Polizisten, die Anwälten offensichtlich den Zugang zu den Mandanten verweigern.
Mandanten, die von den Anwälten ferngehalten werden. Ein Europaabgeordneter muß sich erst telefonisch einschalten, damit die Richter ihrer Pflicht zur umgehenden Haftprüfung nachkommen – zunächst wurde versucht, die Haftprüfung mit Hinweis auf fehlende Akten abzubügeln.

Mit „Entsetzen“ sind meine diesbezüglichen Gefühle noch freundlich umschrieben.

Eine Berliner Truppe die offensichtlich richtig übel zugelangt hat – auf Polizeiseite.

Und auch auf der anderen Seite keine Waisenknaben. Das über 400 Polizisten jetzt verletzt sind – das ist nichts, was noch tolerierbar ist.

Ich kann unsere Politiker, die im Vorfeld Kerosin auf ein glimmendes Feuer gekippt haben – literweise – bereits jetzt Krokodilstränchen vergießen sehen.
Und als direkte Konsequenz wird man noch scheeler angeguckt, wenn man gegen Überwachung des Einzelnen bis ins letzte Detail ist.

„Hätten wir die Möglichkeit gehabt, die Leute lückenlos zu überwachen, wären treue Staatsdiener nicht verletzt worden“
So oder so ähnlich wird die Argumentation sein, wetten?

Es wird immer schwerer, sich gegen diese Zumutungen zu wehren.
Einerseits, weil einige Idioten es cool finden, Randale zu machen. Andererseits weil einige Polizeiangehörige das auch toll finden.
Und wer dagegen ist, macht sich automatisch verdächtig, auch einer von den „Rädelsführern“ zu sein.

Aber dürfen einige wenige, die durchdrehen, gleich als Grund dienen, 80 Millionen Leute einer lückenlosen Dauerüberwachung zu unterziehen? Weil, KÖNNTE ja jemand dabei sein, der böse Gedanken hat?

Die Antwort darauf darf sich jeder selber geben.

Send to Kindle
Soziales

Flattr this!

bestellt folgenden Kaffee